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Wanderung empfohlene Tour Wanderung  · Bodensee (BW)

Jubiläumsweg Bodenseekreis: von Markdorf nach Heiligenberg

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Walter Biselli
  • Hexenturm
    Hexenturm
    Foto: Walter Biselli, Walter Biselli
Wappen des Bodenseekreises

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    Am vierten Tag wandern wir von Markdorf über den Gehrenberg und Betenbrunn nach Heiligenberg. Die anstrengende Bergtour mit zwei längeren steilen Anstiegen bietet großartige Aussichten und kulturelle Eindrücke im Hinterland des Bodensees.

    mittel
    Strecke 20,5 km
    6:00 h
    650 hm
    350 hm
    809 hm
    436 hm

    Die Stadt Markdorf liegt im Zentrum des Bodenseekreises unterhalb des Gehrenbergs. Weithin sichtbar ist die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus von 1370 (Schutzmantelkapelle von 1660 mit Schutzmantelmadonna von 1474; Hochaltar von 1871). Das Bischofschloss (1510) war früher die Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Konstanz.

    Der Gehrenbergturm in 704 m Höhe wurde 1903 eingeweiht. Von seiner Plattform in 33 m Höhe aus bietet sich die schönste Panoramasicht vom Jubiläumsweg auf den Bodensee und die Alpen. Er wird daher auch "Balkon zum Bodensee" genannt.

    Die direkt nordwestlich davon liegende Gehrenbergrutsche am Fuchsbühl stellt eine geologische Besonderheit der Region dar, zu der man respektvollen Abstand halten sollte (Lebensgefahr!). Ein Erdrutsch führte 1911 zu einem nahezu senkrechten Steilabfall von 50 m Tiefe. Die stellenweise überhängende Abbruchkante veranschaulicht die noch heute fortschreitende Hangbewegung.

    Eine regionale kunsthistorische Rarität ist die St. Leonhardskapelle in Wendlingen, eine romanische Saalkirche aus dem 11. Jahrhundert.

    Die Kirche St. Martin in Lellwangen wurde 1878 – 1880 in neuromanischem Stil erbaut. Sehenswert ist die Holzfigur der stehenden Madonna mit Kind an der Seitenwand aus dem 16. Jahrhundert.

    Der Name des kleinen Ortes Betenbrunn im oberen Linzgau geht vermutlich auf den Brunnen der drei Bethen zurück, keltischen Kultgöttinnen. Am Ort des heilkräftigen Brunnens wurde 1373 die Wallfahrtskirche St. Maria erbaut.

     

    Autorentipp

    Ein kulinarisches Ziel im kleinen Ort Betenbrunn ist der Landgasthof Post direkt neben der Wallfahrtskirche.

    Schwierigkeit
    T2 mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Erlebnis
    Landschaft
    Höchster Punkt
    Eschle oberhalb von Betenbrunn, 809 m
    Tiefster Punkt
    Bahnhof Markdorf, 436 m
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Apr
    Mai
    Jun
    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez

    Wegearten

    Asphalt 37,43%Schotterweg 3,83%Naturweg 43,68%Pfad 11,20%Straße 3,85%
    Asphalt
    7,7 km
    Schotterweg
    785 m
    Naturweg
    9 km
    Pfad
    2,3 km
    Straße
    789 m
    Höhenprofil anzeigen

    Einkehrmöglichkeiten

    D-Talstüble
    Landgasthof zur Post
    Hotel-Gasthof Bayerischer Hof
    Gasthof Hosbein
    Ristorante Pizzeria Ambiente da Pino
    Schloßcafe Neyer

    Sicherheitshinweise

    An der Gehrenbergrutsche westlich vom Gehrenbergturm besteht Absturz- und damit Lebensgefahr! Wer nicht absolut schwindelfrei ist, sollte den offiziellen und markierten Umweg benutzen.

    Weitere Infos und Links

    Jubiläumsweg Bodenseekreis:

    www.outdooractive.com/de/route/1506725

    http://de.wikipedia.org/wiki/Jubiläumsweg_Bodenseekreis

    Wegbeschreibung

    Vom Bahnhof in Markdorf gehen wir nach Norden in Richtung der Altstadt von Markdorf. Auf dem Weg zur Pfarrkirche St. Nikolaus passieren wir rechts den Hexenturm. Bevor wir nach Osten zum Obertor aufsteigen, sollten wir eine kleine Runde über Kirche, Untertor und Bischofsschloss machen. Am Heiliggeistspital (1764) und der Kapelle St. Mauritius (1360) vorbei, kommen wir durch einen Park und verlassen ihn und die Stadt nach links hinauf zum Gehrenberg mit seinem 100-jährigen Aussichtsturm. Sein Vorgänger wurde durch einen Erdrutsch zerstört. Der offizielle Wanderweg führt aufgrund des noch heute aktiven Hangrutsches am Fuchsbühl daher in sicherer Entfernung an diesem vorbei. Kurz darauf sehen wir beim Wiederaustritt aus dem Wald unser Tagesziel, das Schloss Heiligenberg, in 11 km Entfernung. Bis dahin haben wir aber noch 17 km mit einem beschwerlichen Aufstieg vor uns. In Wendlingen kommen wir an der romanischen St. Leonhardskapelle und einem schönen Bauernhaus mit Backhaus vorbei. Über Eggenweiler und Riedetsweiler erreichen wir schließlich Untersiggingen. Weiter geht es zum Auenhof und Grubenhof. In Lellwangen erwartet uns dann eine neuromanische Kirche, wie man sie in dieser Region nicht vermuten würde. Dann geht es steil hinauf bis zum höchsten Punkt des Jubiläumswegs (809,5 m). Vom Eschle oberhalb von Betenbrunn geniessen wir noch einmal den Weitblick auf den Bodensee und Linzgau, bevor wir in den kleinen Wallfahrtsort absteigen. Bis zum Ziel Heiligenberg sind keine nennenswerten Steigungen mehr zu überwinden. Die Amalienhöhe schenkt uns zum Abschluss noch einmal weite Ausblicke, bevor wir den Postplatz in Heiligenberg erreichen, wo Linienbusse nach Salem bzw. Überlingen abfahren.

    Von hier aus geht es weiter auf der 5. Etappe: "Von Heiligenberg nach Owingen".

    Öffentliche Verkehrsmittel

    mit Bahn und Bus erreichbar

    Start am Bahnhof Markdorf. Rückfahrt ab Postplatz Heiligenberg mit Bus 7379 nach Überlingen

    Anfahrt

    Anfahrt nach Eisenbahnstraße 2A, 88677 Markdorf

    Parken

    P+R Parkplatz beim Bahnhof Markdorf

    Koordinaten

    DD
    47.717133, 9.388835
    GMS
    47°43'01.7"N 9°23'19.8"E
    UTM
    32T 529163 5284934
    w3w 
    ///aller.abstand.heilen
    Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

    Buchempfehlungen des Autors

    Rainer Barth: Jubiläumsweg Bodenseekreis. Von Kressbronn bis Überlingen. Der Bodenseekreis in 6 Etappen. 2. Aufl. 2016. Verlag Robert Gessler. ISBN 978-3-86136-191-6. EUR 15,80

    Kartenempfehlungen des Autors

    Wanderkarte des Schwäbischen Albvereins: W261 Pfullendorf, Maßstab 1:25 000, ISBN 978-3-86398—487-8, Ausgabe 2019. Herausgeber Schwäbischer Albverein e. V.

    Buchtipps für die Region

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    Kartentipps für die Region

    Mehr anzeigen

    Ausrüstung

    Feste Wanderschuhe, ausreichend Getränke


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    4 von 5
    2 Bewertungen · 1 Rezension
    fantastisch
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    nicht so toll
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    Schwierigkeit
    T2 mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Strecke
    20,5 km
    Dauer
    6:00 h
    Aufstieg
    650 hm
    Abstieg
    350 hm
    Höchster Punkt
    809 m
    Tiefster Punkt
    436 m
    mit Bahn und Bus erreichbar Etappentour Aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights

    Wetter am Startpunkt

    10-Tages Vorhersage

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