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Wanderung empfohlene Tour Wanderung  · Bodensee (BW)

Jubiläumsweg Bodenseekreis: von Heiligenberg nach Owingen

Verantwortlich für diesen Inhalt
Walter Biselli
  • Schloss Heiligenberg
    Schloss Heiligenberg
    Foto: Hermann Böhne, Bodensee-Linzgau Tourismus e.V.
Wappen des Bodenseekreises

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    Der Jubiläumsweg Bodenseekreis führt in 6 Etappen durch das vielfältige und aussichtsreiche Hinterland des Bodensees. Am fünften Tag wandern wir von Heiligenberg über den Aach-Tobel zum Aussichtsturm von Hohenbodman und weiter nach Owingen.

    mittel
    Strecke 19 km
    5:00 h
    300 hm
    500 hm
    759 hm
    469 hm

    Der Luftkurort Heiligenberg liegt klimatisch begünstigt in 700 - 800 m.ü.NN. Seine Lage an einer Hangkante machte ihn zur „Aussichtsterrasse des Bodensees“. Auf dem steil abfallenden Bergsporn liegt das weithin sichtbare Schloss Heiligenberg der Fürsten zu Fürstenberg, eines der bedeutendsten Renaissancebauten in Süddeutschland.   

    Auf einem Hügel nordwestlich des Altheiligenberg (dem Vorgängerbau von Schloss Heiligenberg) ist auf topografischen Karten die Schwedenschanze eingetragen.

    Der Wallfahrtsort Maria im Stein geht auf eine Legende aus der Zeit der Kreuzzüge zurück.

    Den geologische Höhepunkt der Etappe bildet der Aachtobel, eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands. Seit der letzten Eiszeit (Würm) vor 25.000 Jahren hat hier die Aach auf einer Länge von zwei Kilometern und bis zu 120 m tief das weiche Molassegestein erodiert. Der daraus entstandene, stellenweise enge Tobel trennt heute den Naturraum des Oberschwäbischen Hügellandes vom Bodenseebecken und bildet die Grenze zwischen Oberem und Unterem Linzgau. Am oberen Ende wurde zum Hochwasserschutz ein natürlicher Damm errichtet.

    Hohenbodman ist der Stammsitz der Herren von Bodman, von denen sich die Bezeichnung „Bodensee“ ableitet. Im 12. Jh. errichteten sie hier eine Burg, die im Dreißigjährigen Krieg wieder zerstört wurde. Übriggeblieben ist der massive Turm. Der weiße Verputz und sein Spitzdach machen den heutigen 37 m hohen Aussichtsturm zu einer Landmarke in der Region. Seine Aussichtsplattform bietet einen umfassenden Rundumblick.

    Am Ortsausgang von Hohenbodman steht die „1000-jährige Linde“.

     

    Schwierigkeit
    mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Erlebnis
    Landschaft
    Höchster Punkt
    Heiligenberger Wald oberhalb der „Schwedenschanze“, 759 m
    Tiefster Punkt
    Altheim, 469 m
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Apr
    Mai
    Jun
    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez

    Wegearten

    Asphalt 8,41%Schotterweg 30,11%Naturweg 24,23%Pfad 32%Straße 5,22%
    Asphalt
    1,6 km
    Schotterweg
    5,7 km
    Naturweg
    4,6 km
    Pfad
    6,1 km
    Straße
    994 m
    Höhenprofil anzeigen

    Einkehrmöglichkeiten

    Löwen Altheim
    Lagerhäusle - Gastronomie & Kultur

    Sicherheitshinweise

    Da die Wege im Aachtobel rutschig sein können, ist Trittsicherheit Voraussetzung. Bitte informieren Sie sich vorab über evt. Sperrungen des Tobels unter www.owingen.com 

    Weitere Infos und Links

    www.heiligenberg.de

    Schloss Heiligenberg: http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Heiligenberg

    Aachtobel: http://de.wikipedia.org/wiki/Aachtobel

     

    www.owingen.com

     

    Alle Etappen des Jubiläumsweges Bodenseekreis: www.outdooractive.com/r/1506725

     

    Dies ist keine offizielle Tourenbeschreibung des Wegebetreibers, vielmehr der rein private Wandervorschlag des Autors. Für die Aktualität der Informationen kann daher keine Gewähr übernommen werden.

    Wegbeschreibung

    Ausgangspunkt der 5. Etappe auf dem „Jubiläumsweg Bodenseekreis“ ist der Postplatz in Heiligenberg, der mit dem Linienbus erreichbar ist. Eine Infotafel erläutert die Geschichte des Postplatzes und der beeindruckenden Gerichtslinde aus dem 12. Jh.

    Der Weg führt uns gleich aus dem Ort hinaus und dann 5 km asphaltfrei, mit viel Schatten und dennoch aussichtsreich nach Westen.

    Vom Bellevueplatz hat man vor allem im Herbst einen freien Blick auf das Schloss Heiligenberg und den Bodensee.

    Weitere 3 km später erfahren wir bei der Schwedenschanze, dass die hier errichtete Befestigungsanlage mit Wällen und Gräben zumindest nichts mit den Schweden und dem Dreissigjährigen Krieg zu tun hat. Der Grund für die Errichtung der heute noch teilweise erkennbaren Wälle und Gräben ist historisch nicht gesichert; sie wird auch als Frickinger Ringburg bezeichnet. In der weiteren Umgebung finden sich mehrere kleinere Schanzen.

    Der Jubiläumsweg teilt sich hier: wir können auf der Schanze weitergehen oder vor ihr rechts hinunter auf einen Forstweg bis zum Zusammentreffen beider Wege.

    Noch vor dem Waldaustritt können wir zum Schloss Heiligenberg zurückblicken. Bei entsprechender Sicht reicht das Panorama über den Gehrenberg hinaus bis zu den Alpen. Direkt vor uns sehen wir den Kirchturm von Frickingen. Wir gehen nun auf einem asphaltierten Sträßchen nach Birkenweiler und sehen zum ersten Mal den markanten weißen Aussichtsturm von Hohenbodman in knapp 5 km Luftlinie. Bis wir von ihm aus das Linzgaupanorama genießen können, müssen wir erst noch 10 km zu Fuß gehen.

    Kurz hinter Altheim haben wir den tiefsten Punkt der Etappe erreicht.

    Vom Elisabethenhof aus können wir noch einmal auf den Tagesverlauf zurückblicken und haben wieder den Turm von Hohenbodman vor uns. Dann weist uns die Tafel mit einer Marienfigur den Weg zum Wallfahrtsort Maria im Stein. Ein aus türkischer Gefangenschaft geflohener Ritter von Bodman soll sein Gelübde erfüllt haben und an dem Ort, an dem er zum ersten Mal seine Heimat wiedersah, eine Marienkapelle errichtet haben. Schriftlich erwähnt ist diese jedoch erst 1550. Zwischen 1720 und 1750 war die Blütezeit der Marienwallfahrt. 1948 wurde der jetzige halbrunde Bau errichtet und damit die Wallfahrt erneuert, die jedes Jahr am 1. Mai beginnt.

    Nach den Steinhöfen steigen wir auf Stufen steil in den Wald hinab. Molassefelsen zur Rechten kündigen bereits den Aachtobel an. Noch vor der Kapelle sprudelt angeblich heilbringendes Wasser aus einem Metallrohr links vom Weg aus der Erde.

    Auf einem Metallsteg überschreiten wir die Aach und treten in den Aachtobel ein. Im Frühjahr blühen hier die Märzenbecher, bald darauf ist der Tobel erfüllt vom Duft des Bärlauchs.

    Nach dem landschaftlich reizvollen Umweg von fast zwei Kilometern und einem Anstieg von 250 Hm erreichen wir Hohenbodman. Hier lohnt sich ein kleiner Abstecher zu dem Aussichtsturm, den wir schon aus der Ferne gesehen haben.

    Am Ortsausgang erreichen wir die „1000-jährige Linde“, eine der ältesten Deutschlands. Sie ist vermutlich ca. 800 Jahre alt, war früher 30 m hoch und hatte einen Stammumfang von über 10 Metern. Fahrlässige Bauarbeiten führten jedoch dazu, dass sie das ihr zugesagte Alter nicht mehr erreichen wird.

    Auf dem „Kirchweg“ wandern wir weiter nach Owingen zum Rathaus, dem Endpunkt der Etappe.

    Von hier aus geht es weiter auf der 6. Etappe: "Von Owingen nach Überlingen".

    Öffentliche Verkehrsmittel

    mit Bahn und Bus erreichbar

    mit Bus 7397 ab Bf Salem oder Bus 7379 ab ZOB Überlingen zum Postplatz Heiligenberg;

    vom Rathaus Owingen mit Bus 7378 oder Bus 7379 zum ZOB Überlingen

    bitte jeweils Fahrtzeiten und Verkehrstage beachten!

    Anfahrt

    Anfahrt zu Betenbrunner Straße 1, 88633 Heiligenberg

    Parken

    Parkplatz Betenbrunner Straße 

    Koordinaten

    DD
    47.819036, 9.311300
    GMS
    47°49'08.5"N 9°18'40.7"E
    UTM
    32T 523302 5296234
    w3w 
    ///krise.beobachtung.stein
    Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

    Buchempfehlungen des Autors

    Rainer Barth: Jubiläumsweg Bodenseekreis. Von Kressbronn bis Überlingen. Der Bodenseekreis in 6 Etappen. 2. Aufl. 2016. Verlag Robert Gessler. ISBN 978-3-86136-191-6. EUR 15,80

    Kartenempfehlungen des Autors

    Wanderkarte 1:25 000: Wandern im Oberen Aachtal; ISBN 978-3-00-024909-9

    Buchtipps für die Region

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    Kartentipps für die Region

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    Ausrüstung

    Für das Begehen des Aachtobels sind unbedingt knöchelhohe und feste Schuhe erforderlich. Teleskopstöcke sind empfehlenswert.


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    Schwierigkeit
    mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Strecke
    19 km
    Dauer
    5:00 h
    Aufstieg
    300 hm
    Abstieg
    500 hm
    Höchster Punkt
    759 m
    Tiefster Punkt
    469 m
    mit Bahn und Bus erreichbar Etappentour Aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights

    Wetter am Startpunkt

    10-Tages Vorhersage

    Statistiken

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