Sie heißt ofiziell "die Hauptkathedrale Unserer Lieben Frau und des heiligen Adalbert", aber die Zierde der Stadt wird einfach nur die Basilika von Esztergom gennant. Das riesengroße Gebäude auf dem Burgberg mit seinen 5600 Quadratmetern ist die größte Kirche Ungarns und die drittgrößte Kirche Europas. Mit ihrer Größe können nur die Basilika Sankt Peter in Rom und die Kathedrale Sankt Paul in London rivalisieren.
An diesem Ort hat immer eine Kirche gestanden, sogar mehrere Kirchen. Neben dem nördlichen Turm der heutigen Basilika hat die dem Erzmärtyrer Heiliger Stephanus geweihte Kirche, die Großfürst Géza bauen ließ. Laut uralter Überlieferung wurde Vajk,der spätere König Stephan der Heilige hier geboren.
An der Stelle der heutigen Basilika hat wahrscheinlich die Sankt Adalbert Kathedrale gestanden, die Stephan bauen ließ und die nach Schriftquellen um 1010 schon hier gestanden haben muss. Die Rundkapelle im Königpalast stammt auch nicht von später und die Heilige Vitus Kapelle und die frühgotische Burgkapelle von König Béla III. stammten auch aus dem Mittelalter. Diese Gebäude wurden spätestens während der Kämpfe gegen die Türken vernichtet. Allein die Renaissencekapelle des Erzbischofes Tamás Bakócz aus dem 16. Jahrhundert ist intakt geblieben. Die Bakócz Kapelle ist heute die linke Seitenkapelle der Kirche, das so erreicht wurde, dass die Kapelle beim Bau der Basilika in 1600 Teile zerlegt und ihr Grundriss umgedreht wurde, dann wurde sie in die neue Kirche eingebaut. Dem können wir dieses wunderbare Baudenkmal danken, das einzige intakt gebliebene Renaissancegebäude von Ungarn ist.
Die gegenwärtige Basilika wurde begonnen, im Jahr 1822 zu bauen - zur Beaftragung von Fürstprimas Sándor Rudnay, aufgrund der Entwürfe von Pál Kühnel. Der wirkliche Leiter des Baus war der Neffe von Pál Kühnel, János Packh. Wir können ihm die Bewahrung der Bakócz Kapelle oder den Stil der Unterkirche, der die ägyptische Architektur nachahmt, danken. Nach dem Tod von Packh beauftragte der neue Fürstprimas 1839 Josef Hild, den Bau fortzusetzen. Er hob die Kuppel und baute sie mit Säulen um, und damit wurde das wichtigste Zentrum der katholischen Kirche monumental gemacht.
Die Basilika wurde 1856 eingeweiht, obwohl der Bau noch nicht beendet wurde. Zu diesem Anlass schrieb Franz Liszt sein Werk "Missa Solennis", das er selbst auf der Zeremonie dirigierte und wo auch Franz Josef I. anwesend war. Das im klassizistischen Stil entworfene Gebäude hat monumentale Größe: seine Länge beträgt 118 m, seine Breite beträgt 49 m und seine Kuppel hat eine Innenhöhe von 71,5 m. Sein Giebelfeld hält eine 22 m hohe Säule,das gigantische Gebäude wird von 17 m dicken Mauern gestützt. Sein Altarbild wurde von Michelangelo Grigoletti nach einem Tiziano-Gemälde gemalt und das Werk ist der Verhältnisse des Gebäudes würdig: das ist das größte Altarbild der Welt, das auf Leinwand gemalt wurde.
Der Schlußstein wurde am 1-sten November 1869 gelegt. Dann nahm vom Beginn des Bau schon der vierte kirchliche Vorstand und der dritte Hauptarchitekt an der riesigen Arbeit teil.
Im ersten Stock der Basilika befindet sich die Domschatzkammer, die die reichste kirchliche Schatzkammer von Ungarn ist. Hier befinden sich der sogenannte "Kalvarienberg von König Matthias Corvinus", ein riesengroßes Goldkreuz aus dem 15. Jahrhundert und der sogenannte Kusskreuz, auf dem die ungarischen Könige ihren Königsschwur bei der Krönung leisteten. Neben den Schätzen kann man hier auch eine Goldschmied- und Textilsammlung besichtigen.
Im zweiten Geschoss erstreckt sich der Panoramasaal, wo wir neben einem Kaffee auch das Panorama auf die Donau bewundern können. Daneben bietet er Platz für Veranstaltungen und Ausstellungen. Die Unterkirche der Basilika, die im urägyptischen Stil gebaut wurde, diente zur Grabstätte der Erzpriester und Domherren. Hier ruhen unter anderem der Erzieher von König Matthias, János Vitéz und der ehemalige Erzbischof und Kardinal von Esztergom, der letzte Fürstprimas des Landes, József Mindszenty.
Im Frühling 2019 wurde angemeldet, dass eine ganzheitliche äußere und innere Renovierung zum ersten Mal in der Geschichte der Basilika beginnt und sie dauert hoffentlich bis 2022. Der Eingang und seine Umgebung, die nördliche Setenkirche und die Kuppel draußen und drin werden erneuert. Es wird ein Fahrstuhl eingebaut, damit der Weg zur Schatzkammer und zum Panoramasaal barrierfrei wird. Weiterhin werden die Isolierung der Unterkirche und auch kleinere Restaurierungsarbeiten gemacht.
Die Basilika kann auch während der Restaurierungsarbeiten besucht werden.
Öffnungszeiten
Über die aktuellen Öffnungszeiten können Sie sich auf der Webseite der Basilika informieren!
Preise:
Über die aktuellen Preise können Sie sich auf der Webseite der Basilika informieren!
Öffentliche Verkehrsmittel
- Aus den Stadtbussen sollen wir an der Haltestelle Esztergom, Szent István tér aussteigen.
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Anfahrt
- Der Bus hält auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes, der vor der Basilika liegt, an.
- Von dem Parkplatz am Südeingang des Primás Kellers kann man auf einer Treppe auf den Burgberg gehen. Auf der anderen Seite können wir vom Parkplatz vor dem Sankt Adalbert Zentrum auch mit einem Fahrstuhl auf den Platz vor der Basilika fahren.
Parken
- Auf den beiden Seiten des Szent István Platzes vor der Basilika stehen große, kostenlose Parkplätze den Autofahrern zur Verfügung. Der Parkplatz gegenüber der Basilika ist gebührenpflichtig.
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Die Basilika in Esztergom
1 Bewertung2500 Esztergom
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