Geschichte
Im Jahre 1856 ließ Simon Georg Freiherr von Sina, Besitzer der Herrschaft Fahrafeld, auf dem Hohen Lindkogel einen 14 Meter hohen steinernen Aussichtsturm errichten, auf dem noch heute zu lesen ist: "Dem Vergnügen des Publikums, Freiherr von Sina". Ein Jahr später schenkte er den Turm dem Verschönerungskomitee der Stadt Baden mit der Verpflichtung, das Bauwerk für immerwährende Zeiten für das Publikum zu erhalten.
Schon früh bestanden Pläne, am Hohen Lindkogel eine Schutzhütte zu bauen. Aufgrund der Widerstände der Grundbesitzer war dieser Plan jedoch nicht einfach zuverwirklichen. 1883 hatte man die Idee, die Schutzhütte mittels eines Anbaus an den Turm zu bewerkstelligen. Diese Variante wurde bewilligt, die Eröffnung fand im Jahr 1884 statt.
Im Jahre 1887 übernahm die Sektion Baden des Österreichischen Tourisstenklubs (kurz ÖTK) den Turm von der Kurkommission der Stadt Baden zur Beaufsichtigung, Instandhaltung und Benützung gegen Bezahlung eines Pachtschillings. Am 27.9.1887 kam es nach Fertigstellung aller Reparaturen zur Kollaudierung des Turmes. Einen Windfang beim Ausstieg des Turmes, das Turmhüttchen, ließ die Stadtgemeinde Baden 1897 errichten.
Im Jahre 1905 erhielt die ÖTK-Sektion Baden das Grundstück, auf dem der Turm steht, durch Schenkung von Graf Wimpffen, woraufhin er am 24. Jänner 1906 zum Ehrenmitglied der Sektion ernannt wurde. Ein Herbststurm des Jahre 1930 schleuderte das Ausstiegstürmchen vom Turm auf das Dach des Schutzhauses, sodaß an beiden größere Reparaturen notwendig waren. Am 6.10.1957 fand die Feier zum hundertjährigen Bestand des Aussichtsturmes statt, wobei dieser von Stadtpfarrer DDr. Musger neu eingeweiht wurde. Im Jahre 1984 errichteten die Österreichischen Bundesforste, sowie ÖAMTC und ARBÖ eine Funkrelaisstation auf dem Turm. Den Namen „Sina-Warte“ erhielt der Turm erst im Jahre 1986, als man sich entschloss, den Aussichtsturm nach seinem Erbauer zu benennen.
Aussicht (beispielhafte Auswahl)
Norden: Wiener Becken, Wien, Hermannskogel
Westen: Göller, Unterberg, Reisalpe, Hocheck
Südosten: Sooßer Lindkogel, Hinterer Lindkogel
Osten: Badener Lindkogel, Hundsheimer Berg, Kolmberg
Nordosten: Buchkogel, Anninger, Wartberg, Hohe Mais
Aufstiege
Die landschaftliche Vielfalt aus Laub- und Nadelwald und die interessanten Anstiege und gemütliche Wanderwege locken am Wochenende viele Freizeitsportler an, neben Wanderer auch Mountainbiker.
- von Rohrbach, Zoblhof oder Vöslauer Hütte jeweils 1¼ Stunden
- von Augustinerhütte, Cholerakapelle oder Merkensteinjeweils 1½ Stunden
- vom Jägerhaus 2 Stunden
- von Mayerling 2½ Stunden
- von Baden oder Bad Vöslau 3 Stunden
- oder über "Wienerwald-Sternwanderweg"
Übergänge
Peilstein-Haus ca. 2 Stunden
Wanderkarten
- Freitag & Berndt: WK 011 Wienerwald, 1:50.000
- Freitag & Berndt: WK 5011 Wienerwald-Naturpark Föhrenberge-Baden-Helenental-Lainzer Tiergarten, 1:35.000
- Kompass: WK 209 Wienerwald, 1:35.000
Öffnungszeiten
Gegen Entrichtung einer kleinen Eintrittsgebühr zu den selben Zeiten wie das Schutzhaus "Eisernes Tor" zugänglich
Öffentliche Verkehrsmittel
ÖBB Baden, entweder den Wanderweg vom Bahnhofsvorplatz auf den Hohen Lindkogel folgen, oder dem Ziel mit dem Bus ins Helenental entgegen fahren.Anfahrt
Rohrbach, Zoblhof, Vöslauer HütteParken
- Augustinerhütte
- Cholerakapelle
- Mayerling
Koordinaten
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Sina-Warte
1 Bewertung2500 Baden bei Wien
+43 2252 44392 http://sinawarte.oetk.at E-Mail: sinawarte@oetk.at
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