Mit Kreativität und viel harter Arbeit haben die Twistringer über Jahrhunderte die Strohverarbeitung zu einem florierenden Industriezweig entwickelt. Seit dem frühen 18. Jahrhundert wurde Roggenstroh hier zu Geflechten und Hüten verarbeitet. Es folgten Flaschenhülsen und Trinkhalme – jährlich über 200 Mio. Stück! Bis nach Amerika wurden sie exportiert und machten Twistringen zum führenden Standort der Strohverarbeitung im norddeutschen Raum. Zeitweise arbeitete jeder dritte Einwohner Twistringens in der Strohverarbeitung – vieles wurde in Heimarbeit hergestellt. Das Schneiden von Strohhalmen und das Flechten von Stroh beschäftigte gerade im Winter, wenn die Feldarbeit ruhte, oft die ganze Familie.
Das heutige Museumsgebäude war selbst ehemals ein Ort der Strohlagerung und der Strohproduktion – jetzt gewährt das hervorragend umgebaute und lichtdurchflutete Haus gleichermaßen fachkundige wie unterhaltsame Einblicke in die Welt der Strohverarbeitung.
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