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Weißenfels an der Saale: Station der "Straße der deutschen Sprache"
Weißenfels liegt im südlichen Sachsen-Anhalt, im Dreiländereck von Sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen und gilt als Eingangstor nach Saale-Unstrut, dem Land aus Wein und Stein. Die Stadt liegt zentral nahe der Großstädte Halle und Leipzig, hat ausgezeichnete Verkehrsanbindungen, reizvolle Landschaften und eine reiche Kulturgeschichte. Weißenfels ist eine geschichtsträchtige Stadt. Davon zeugen zahlreiche Bauten wie das Schloss Neu-Augustusburg mit beeindruckender Schlosskirche und Fürstengruft. Als einstige barocke Residenzstadt und Zentrum deutscher Kulturgeschichte war Weißenfels ein Begegnungsort vieler internationaler Künstler. Besonders sehenswert sind das Heinrich-Schütz-Haus, die Novalis-Gedenkstätte, das Geleitshaus, die Marienkirche (erbaut 1303) und die Fürstenpalais. Die Saalestadt hat zudem mit ihrem Kulturhaus, der Volkshochschule, einer Stadtbibliothek, dem Heimatnaturgarten, dem Frei- und Hallenbad, der Allwetterrodelbahn und einem Boots- und Fahrradverleih ein abwechslungsreiches Sport- und Freizeitangebot.
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Novalis-Gedenkstätte
In der Ausstellung im einstigen Wohn- und Sterbehaus Novalis' wird die Person des Friedrich von Hardenberg in der Gesamtheit dargestellt, so dass nicht nur auf das literarische Wirken des jungen Künstlers eingegangen wird, sondern auch auf seine Forschungen und Erkenntnisse im Bereich der Geologie/Bergbau. Erhalten sind außer dem barocken Wohnhaus auch der sogenannte "Novalis-Pavillon", der sich im angrenzenden Garten befindet. Der historische Pavillon wird für Lesungen und Vorträge genutzt, steht Besuchern bei Interesse offen und kann auch für standesamtliche Trauungen gebucht werden.
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Museum Weißenfels im Schloss Neu-Augustusburg
Auf den Grundmauern der einstigen Weißenfelser Burg wurde in den Jahren 1660 bis 1694 die Residenz der Weißenfelser Herzöge Schloss Neu-Augustusburg in Form einer monumentalen Dreiflügelanlage erbaut. Das Schloss diente bis 1746 als Residenz der kursächsischen Nebenlinie Sachsen-Weißenfels und entwickelte sich schnell zu einer kulturellen Hochburg.
Johann Beer fungierte am Weißenfelser Hof als herzoglicher Konzertmeister, während Johann Phillip Krieger die Stelle des Hofkapellmeisters inne hatte. Leibarzt des Weißenfelser Herzogs Johann Adolf I. war ein gewisser Georg Händel, der seinen siebenjährigen Sohn eines Tages mit nach Weißenfels nahm. Der kleine Georg Friedrich Händel spielte im Beisein des Herzogs so beeindruckend an der Schlosskirchenorgel, dass dieser den Vater überzeugte, eine musikalische Bildung für den Sohn vorzusehen. Somit gilt Weißenfels als Entdeckungsort des Talents von Georg Friedrich Händel.
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Heinrich-Schütz-Haus
Das Heinrich-Schütz-Haus ist das einzige original erhaltene Wohnhaus des Komponisten. Schütz erwarb es 1651 als seinen Alterssitz und lebte hier bis kurz vor seinem Tod 1672. Die Ausstellung macht das Leben und Schaffen des Komponisten auf drei Etagen erlebbar. Den Höhepunkt bildet die wiederhergestellte Komponierstube, in der Schütz sein Alterswerk schuf. Als wertvollster Schatz werden hier zwei im Haus aufgefundene Notenfragmente von der Hand des Komponisten präsentiert. Neben historischen Musikinstrumenten zeigt das Museum wertvolle originale Frühdrucke seiner Werke. Zahlreiche Klangbeispiele, Medienstationen und Filme vermitteln den Besuchern einen prägnanten Eindruck von der Kompositionsweise Heinrich Schütz’. Dabei können Erwachsene und Kinder dem betagten Komponisten selbst begegnen: In fiktiven Hörspielen erinnert sich Heinrich Schütz an wichtige Stationen seines Lebens. Das Renaissancehaus wurde 2010-2011 aufwendig saniert. Ein architektonischer und archäologischer Entdeckerpfad macht auf wertvolle bauliche Details und Funde aufmerksam.
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Gustav-Adolf-Museum im Geleitshaus
Das 1552 im Renaissancestil mit Sitznischenportal und Erker erbaute Haus diente zunächst als Wohngebäude, ab 1555 als kursächsisches Geleitshaus. Historisch bedeutend wurde das Geleitshaus im November 1632, als der in der Lützener Schlacht (6. bzw. 16. Nov. 1632) tödlich verwundete schwedische König Gustav II. Adolf im ersten Geschoss obduziert und für die Rückführung nach Stockholm vorbereitet worden war. Seit 1931 befindet sich zum Gedenken der Ereignisse vom November 1632 ein Großdiorama der Schlacht bei Lützen (ca. 10.000 Zinnfiguren) in diesem Hause. Neben Diorama und zeitgenössisch eingerichtetem Obduktionszimmer kann man in den übrigen Räumen des ersten Geschosses eine Ausstellung zum 30-jährigen Krieg (1618 - 1648) und dessen Auswirkungen auf Weißenfels betrachten. Außerdem befindet sich im Haus ein Irish Pub.
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