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Gotha: Station der "Straße der deutschen Sprache"
Die ehemalige Residenzstadt Gotha blickt auf eine lange Geschichte der Bildung, des Verlagswesens und der Theatergeschichte zurück. Hier wirkten Personen wie der Reformator Friedrich Myconius, der Pädagoge Andreas Reyher, die Verleger Justus Perthes und Joseph Meyer sowie der Schauspieler Conrad Ekhof, die durch ihre Tätigkeiten die deutsche Sprache auf verschiedene Weise förderten. Bibliothek und Museen auf Schloss Friedenstein lassen diese Tradition lebendig werden.
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Schloss Friedenstein und die Forschungsbibliothek Gotha
Mit der 1640 erfolgten ernestinischen Landesteilung wurde Gotha zur Residenzstadt des neu entstandenen Herzogtums Sachsen-Gotha. Herzog Ernst I. (1601–1675), genannt der Fromme, baute das durch den Dreißigjährigen Krieg verwüstete Land und seine 1646 durch einen erneuten Stadtbrand verwüstete Residenzstadt wieder auf. Von 1643 bis 1654 ließ er auf den Ruinen der Burg Grimmenstein das Schloss Friedenstein, die größte frühbarocke Schlossanlage Deutschlands, erbauen. Seit 1647 beherbergt es die Herzogliche Bibliothek, die heutige Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt (FB Gotha). Diese ist eine der bedeutendsten historischen Bibliotheken Deutschlands und nimmt aufgrund ihres einmaligen Bestandes an Handschriften, Alten Drucken, Korrespondenzen, Tagebüchern und Nachlässen bedeutender Reformatoren den Rang einer Referenzsammlung für die Geschichte des mitteldeutschen Protestantismus vom 16. bis 18. Jahrhundert ein. Mit seinen herausragenden handschriftlichen und gedruckten Quellen zur Geschichte der deutschen Sprache, zur Literatur- und Theatergeschichte und zur Bildungsgeschichte des 16. bis 18. Jahrhunderts begegnen sich im Bestand der FB Gotha drei wesentliche Aspekte der deutschen Sprachgeschichte.
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