An der Hinterklamm hat sich die Partnach tief in die Schichten des Raibler Kalkes eingeschnitten. Der Kalk der Raibl-Formation erscheint durch die Beimischung von organischem Material etwas dunkler als der helle Wettersteinkalk, der die meisten umliegenden Gipfel aufbaut.
Die Raibl-Formation entstand im älteren Abschnitt der Obertrias (Karnium) vor etwa 235 Millionen Jahren. Typisch für die Raibl-Formation ist das Vorkommen von Sandsteinen, Mergeln und Tonsteinen neben den Kalksteinen. Dies ist auf das verstärkte Einschwemmen von Verwitterungsmaterial von einem nahe gelegenen Festland zurückzuführen. Teilweise wurde das Ablagerungsbecken vom offenen Ozean abgeschnürt, wodurch örtlich mächtige Gips- und Dolomitgesteine entstanden. Wo später Grundwasser den Gips aus dem Gestein löste, blieben Dolomitbreccien und löchrige Rauhwacken zurück. An der Hinterklamm kommt zwar nur der Kalk vor, aber die anderen Gesteine der Raibl-Formation tauchen im Wettersteinmassiv immer wieder auf.
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