Neudahn liegt 2 km nordwestlich von Dahn rechts der Lauter, die hier am Oberlauf noch Wieslauter genannt wird, auf einem Ausläufer des Kauertberges etwa 90 m über der Talsohle. Der Burgfelsen erreicht 310, die Unterburg 290 m. Direkt unterhalb der Burg mündet der Moosbach, der dort zum früheren Betrieb einer Mühle zu einem kleinen Woog aufgestaut ist, von rechts her in die Wieslauter.
Es ist nicht bekannt wann- und wer die Burg gebaut hat. Die Burg Neu-Dahn ist mit der Geschichte der drei Dahner Burgen eng verbunden, was die Besitzansprüche betrifft. Neu-Dahn und die dazugehörigen Besitztümer, waren Eigentum des Bistums Speyer. Ende des 13. Jahrhunderts wurden sie an Wolfram II. von Dahn als Lehen vergeben. Dieses Lehen blieb, mit Ausnahme weniger Jahre, bis 1603, im Besitz der Dahner Herren. Der letzte männliche Dahner, war Ludwig II. von Dahn, der am 15. September 1603 in Burrweiler starb. Zu den wichtigsten Ereignisse der Burg zählen: 1523, die beinahe Einnahme der Burg durch die Truppen des Fürstenbundes in der Fehde gegen Franz von Sickingen. Die Neudahner Burgherren waren Parteigänger von Franz von Sickingen (siehe auch Burgen und Ruinen – Nanstein). 1552 hatte der französische König Heinrich II. sein Quartier in der Burg, als er mit Kaiser Karl V. im Krieg lag. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde die Burg für Feuerwaffen ausgebaut, ebenso wurden die Zwillingstürme / Batterietürme erbaut. Nach dem Tod des letzten Dahner Herren, zieht das Bistum Speyer das Lehen wieder ein. Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), wird die Burg, 1622 eingenommen. Zerstört wird die Burg erst im pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-1697) und bleibt Ruine. Zu sehen ist eine Ruine der modernen Burgen. Von der ehemaligen Unterburg ist heute kaum noch was übrig, dafür stehen noch die im 16. Jahrhundert errichteten Neu- und Umbauten gegen die damaligen neuen Waffentechniken, die Feuerwaffen. Es sind zwei große, begehbare Batterietürme, ca. 24m und die Bastionen gegen Beschuss. Die Haupt- bzw. Oberburg ist noch zu besichtigen, sowie das beeindruckende Gewölbe innerhalb der Burg (teilweise restauriert). Reste der Toranlage, Flankierungstürme, Brunnen, Zisterne und des Innenhofes stehen noch. Interessant sind die zwei Maulscharten (Schießscharten) auf den Batterietürmen. Legende: „Der Pfeil“ Bei einem Jagdunfall tötet der Ritter Walter von Dahn einen Ritter von Sick. Als der Ritter von Dahn sich einer Geldbuße oder eines Gotteskampfes erbot, lehnt dies Kunz von Sick, der Bruder des Getöteten, ab. Er schwor Blutrache und versuchte den Dahner Ritter bei einem Reitausflug mittels eines Pfeils zu töten. Er verfehlte jedoch sein Ziel und traf stattdessen nur einen Baum. Der Ritter von Dahn nahm diesen Pfeil und ging nun zu seinem Feind auf die Burg. Er kam dort an, als Kunz von Sick ein Fest gab. Walter von Dahn ging durch die vielen Gäste auf Kunz von Sick zu und reichte ihm seinen Pfeil mit den Worten: „Hätte ich gewusst das ihr Gäste habt, so wäre ich ein andermal gekommen.“ Dieser war voller Zorn, schämte sich aber seiner Tat und sagte: „Ihr seid mir ein werter Nachbar, nehmt Platz an meinem Tische.“ Der Zufall wollte es, das Walter von Dahn sich neben der Tochter des Kunz von Sick setzte. Beide gefielen sich gut, und so kam es das der Herr von Dahn, nachdem Aufheben der Tafel, den Herrn von Sick um die Hand seiner Tochter fragte. Der Wein in seinem Kopf und der Edelmut von Walter von Dahn, der auf seine Burg gekommen war und ihm den Pfeil brachte, tilgten den Groll und nahmen den Jähzorn des Kunz von Sick. Dieser gab schließlich sein Jawort und nahm zum Andenken einen Pfeil in sein Wappen auf.
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