Pfälzerwald-Verein e.V.
Die Burg Hohenfels ist die Ruine einer Höhenburg auf 545 m ü. NHN, im Naturschutzgebiet „Beutelfels“ nördlich der Ortsgemeinde Imsbach im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Die Burg ist über einen steilen Weg von dem im Langental gelegenen Besucherbergwerk „Weiße Grube“ aus, vorbei am Denkmal Eiserner Mann, erreichbar.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Hohenfels_(Pfalz)
Es gibt mehrere Hinweise, dass die in Aufzeichnungen genannte alte Rockenhauser Straße, die aus dem Bereich Hahnweilerhof kommend, weiter an der Burg Hohenfels vorbei in Richtung Falkenstein, Rockenhausen bis Bad Kreuznach führte, schon seit der römischen Zeit bestanden hat. 1820 wurde im Burgbereich ein Römerschatz mit 28 Münzen gefunden, welcher auf das Jahr um 340 n. Chr. datiert wurde. Da es auch Hinweise auf römischen Bergbau im tiefer gelegenen Langental gibt, liegt die Vermutung nahe, dass sich im Bereich um die Burg Hohenfels eine römische Bergfestung oder Straßenstation, wie es in der spätrömischen Zeit üblich war, befunden hat.
Die Aussage, dass im Jahre 1128 Werner von Bolanden und seine Frau Guda von Hohenfels genannt wurden und man durch Guda auf ein letztes Glied eines alten Hohenfelser Geschlechts schließt, ist urkundlich nicht nachzuweisen. Zwar tritt in diesem Jahr zum ersten Mal ein namentlich erwähnter Werner von Bolanden durch eine urkundliche Erwähnung ins Licht der Geschichte, seine Frau jedoch ist namentlich nicht bekannt. Tatsache ist aber, dass in den „Bohlander Lehensbüchern“ aus dem 12. Jahrhundert die Brüder Werner und Philipp von Bolanden als Lehen einer Burg, die der Prümer Exabt Caesarius von Milendonk 1222 im Kommentar zum Prümer Urbar als lat: bonum castrum quod Hoviles appelatur bezeichnete, erwähnt wurden (das Bergbaurevier Imsbach gehörte seit dem 9. Jahrhundert zur Abtei Prüm Eifel) und dass sich das Geschlecht der Bolander in den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts in die Linien „Bolanden“, „Falkenstein“ und „Hohenfels“ teilte. Danach ist Philipp III. von Bolanden-Hohenfels bis 1277 Besitzer der Burg, er war Reichskämmerer und „Prokurator am Mittelrhein“. Seine Söhne Philipp III. jun. genannt von Isenburg und Dietrich von Hohenfels teilten sich als Erbe die Burg bis 1290. Die folgenden Besitzer, die Brüder Hermann II. der Ältere und Werner von Hohenfels lagen 1333 unter anderem in Fehde mit der Reichsstadt Speyer.
Laut einer Urkunde vom 11. Juli 1287 verkauften der Templer-Provinzmeister Wildgraf Friedrich, sowie der Komtur der Templerkommende Kirchheim an der Weinstraße, Heinrich von Hohenfels, samt seinen dortigen Ordensbrüdern, Anteile ihrer Güter im Flurbezirk des Dorfes Laumersheim, an das St. Martinsstift in Worms.[1]
Zerstört wurde Burg Hohenfels nach langer umfangreicher Belagerung des Grafen Walram von Sponheim, Heinrich von Veldenz und der Städte Speyer und Worms im Frühjahr 1351, welche sich am 1. Oktober 1350 wegen Raubrittertums der Hohenfelser verbündeten. Danach wurde die Burg, vertraglich vereinbart, nicht mehr aufgebaut. Die Überreste wurden 1355 zur Hälfte an Pfalzgraf Ruprecht I. verkauft, die andere Hälfte blieb im Besitz von Hermann III. von Hohenfels, der zweite Sohn von Hermann II. Er verkaufte seinen Anteil 1386 an Raugraf Philipp II. zu Alten- und Neuenbaumburg. Zehn Jahre später verkaufte Raugraf Philipp II. seine Hälfte an Kurfürst Ruprecht II. von der Pfalz. In kompletten Besitz von Pfalzgraf Johann II. von Simmern kam die Burgruine im Jahr 1531. Sechs Jahre später kam der Burgstadel durch Tausch an die Grafschaft Falkenstein.
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