Der hölzerne Herr mit Brille, Schreibfeder und Stehpult auf dem Windspiel an der schlichten Fassade des Olbernhauer Museums ist ein Spielwarenverleger, einer der Kaufleute, die mit ihrem Handel bereits vor über 200 Jahren das Spielzeug aus dem Erzgebirge weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt machten.
Die Naturkundeabteilung im Erdgeschoss, in einem Raum mit schönem Kreuzgewölbe und wohlgeformten Säulenzeigt die ökologische Zusammenhänge und Biotope lebensnah und anschaulich. Im großen Maschinensaal bestaunt des Besucher u.a. eine Dampfmaschine, alte Holzbearbeitungsmaschinen und die älteste funktionstüchtige Feuerwehr-Handdruckspritzte Deutschlands.
Handwerks- und Industriegeschichte – über den unterschiedlichen Broterwerb im Laufe der Jahrhunderte und die Findigkeit im Umgang mit Holz und Metall, welche Olbernhau bis heute auszeichnet, werden im ersten Obergeschoss gezeigt. Die Schatzkammer des Museums sind die „Erzgebirgischen Spielzeugmusterblätter“ aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hier werden handgezeichnete und handcolorierte Unikate präsentiert. Gleich daneben befindet sich die große Spielecke mit originalen Holzbausteinen und Spielelementen.
Ein weites Feld wird der Industierentwicklung der Region eingeräumt. Gewehrmanufaktur, Möbelbau, Streichhölzer, Zeichengeräte, Weberei, Glasveredlung und immer wieder Spielzeug zeigen die riesige Vielseitigkeit.
Das Herz des Museums ist der Volkskunstsaal im Dachgeschoss. Die 3,20 m hohe Pyramide mit ihren geschnitzten Figuren oder das Ulmer Münster, eine Laubsägenarbeit aus 3000 Einzelteilen, fallen den Besucher sofort ins Auge. Die Fülle kleiner, meisterlicher Schnitzarbeiten, erschließt sich dem Besucher erst bei näherer, intensiver Betrachtung. Alle diese Arbeiten sind Zeugnis der tiefen Heimatliebe und -verbundenheit ihrer Schöpfer.
Große und kleine Besucher des Museums erfreuen sich an den mechanischen Bergen. Erzgebirgslandschaften im Sommer und Winter, betriebsfähige Bergwerke und ein Rummelplatz mit Achterbahn, Riesenrad, Reitschule und Buden können durch Knopfdruck in Bewegung gesetzt werden. Die gesamte Entwicklung der Spielzeugmacherei von einfachen Baukästen bis zu den Produkten von VERO und anderen namhaften Herstellern ist hier zu sehen.
Wechselnde Sonderausstellungen zu den unterschiedlichsten Themen sind weitere Attraktionen dieses wunderschönen Museums in den alten Gemäuern des ehemaligen Rittergutes von Olbernhau.
Opening times
| Monday | 10:00–17:00 |
| Thursday | 10:00–17:00 |
| Friday | 10:00–17:00 |
| Saturday | 10:00–17:00 |
| Sunday | 10:00–17:00 |
Öffnungszeiten:
Donnerstag-Montag: 10.00-17.00 Uhr geöffnet
Dienstag und Mittwoch geschlossen
An sächsischen Feiertagen auch Dienstag und Mittwoch geöffnet (10 - 17 Uhr).
Karfreitag und am 24./ 25./ 31. Dezember geschlossen.
Wartungsschließzeit: 10. bis 31. Januar
Price:
Eintritt Erw. mit Gästekarte: 7,20 Euro
Kinder 6 - 16 Jahre, Azubis, Studenten: 3,50 Euro
Familienkarte (2 Erwachsene, ab 1 Kind): 16,00 Euro
Kindergruppen (Kita, Hort, Schule) ab 10 Personen: 1,00 Euro
Gruppe (Erwachsene) ab 10 Personen: 6,00 Euro
Public transport
Directions
Olbernhau ist über das Netz der Autobahnen A4 Erfurt-Görlitz, A14 Leipzig-Nossen, A17 Dresden-Prag und A72 Hof-Leipzig erreichbar. In Chemnitz Süd verlassen Sie die Autobahn A72 in Richtung Marienberg (Prag). Bis Marienberg fahren Sie auf der B 174 und biegen dann auf die B 171 Richtung Olbernhau ab. Die Entfernung von Chemnitz-Süd beträgt ca. 50 km. Reisen Sie aus Richtung Dresden über die A4 an, empfehlen wir die Abfahrt Siebenlehn in Richtung Freiberg. Auf der B 101 fahren Sie bis Großhartmannsdorf oder Pockau und folgen problemlos der Ausschilderung bis Olbernhau. Die Entfernung von Siebenlehn beträgt ca. 60 km. Folgen Sie in Olbernhau der Ausschilderung Parkplatz Rittergut/Museum.
Parking
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