Im Archiv der Pfarre ist nachzulesen, dass bereits 1866 die Pfarre Mondsee beim Ordinariat in Linz um Bewilligung ansuchte, einen neuen Kreuzweg einweihen zu dürfen. Aus dem hiefür geforderten Gutachten ist zu entnehmen, dass es sich dabei um 14 bunte Ölbilder des Malers Johann Rehrl aus Salzburg handelte.1)
Wann diese Bilder ausgewechselt wurden, ist nicht bekannt. Die nächste Serie bestand aus Schwarz-Weiß-Drucken, verlegt 1724 von Johann Michael Kauperz in Graz. Die Bilder – 20 x 15 cm – waren verglast und mit Holzrahmen versehen.
Um Mitte des vorigen Jahrhunderts mussten diese Kreuzwegstationen erneuert werden. Die Rahmen aus Eichenholz fertigte Herr Freinberger (Stadlhansl) an. Frau Theresia Dirnhammer (gestorben 1986) spendete die Bilder. Es war die Serie „Der Heilige Kreuzweg“ von Gebhard Fugel.
Nach mehr als 50 Jahren waren die Bilder und Rahmen in sehr schlechtem Zustand.
Eine Firmgruppe unter der Leitung von Veronika Widlroither (Nußbaumer) und Katharina Widlroither (Tumpinger) nahm sich das Projekt vor. Eine weitere Auflage der Bildserie war bei Familie Dirnhammer vorhanden. Die Verwirklichung dauerte eine geraume Zeit. Schließlich konnte 2017 das Vorhaben durchgeführt werden. Fa. Graspointner spendete das Blech und Andreas Widlroither (Tumpinger) führte die Holzarbeiten aus. Herrn Matthias Nußbaumer (Denniger) war es ein Anliegen aus Dankbarkeit für die Heilung nach einem schweren Unfall, sich am Projekt finanziell zu beteiligen. Pfarrer Dr. Ernst Wageneder segnete die Stationen, die in den Sommermonaten 2017 am Weg angebracht wurden. Seit 15. Oktober 2017 gibt es nun wieder die Kreuzwegstationen mit den Fugel-Bildern am Weg zur Kolomanskirche.
Gebhard Fugel, geboren am 14. 8. 1863 in Oberklöcken bei Ravensburg,
gestorben am 26. 2. 1939 in München.
Fugel studierte an der Kunstschule Stuttgart. Sein Interesse galt christlichen Motiven. Seine Werke wurden in Ausstellungen im In- und Ausland mit großem Erfolg gezeigt. 1890 gründete Fugel in München mit Kollegen die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst. Er schuf in der Folge großformatige Gemälde und Altarbilder.
Sein bekanntestes Werk, das Panorama „Kreuzigung Christi“, das in Altötting zu bewundern ist, entstand in den Jahren 1902 – 03. Zum 100-Jahr-Jubiläum wurde es renoviert und unter Denkmalschutz gestellt, sowie unter den Kulturschutz der UNESCO.2)
1) vgl. Pfarrachiv St. Michael, Mondsee Fasz. 4 Bauakten/ b.10 St. Koloman
2) vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Gebhard_Fugel
Wann diese Bilder ausgewechselt wurden, ist nicht bekannt. Die nächste Serie bestand aus Schwarz-Weiß-Drucken, verlegt 1724 von Johann Michael Kauperz in Graz. Die Bilder – 20 x 15 cm – waren verglast und mit Holzrahmen versehen.
Um Mitte des vorigen Jahrhunderts mussten diese Kreuzwegstationen erneuert werden. Die Rahmen aus Eichenholz fertigte Herr Freinberger (Stadlhansl) an. Frau Theresia Dirnhammer (gestorben 1986) spendete die Bilder. Es war die Serie „Der Heilige Kreuzweg“ von Gebhard Fugel.
Nach mehr als 50 Jahren waren die Bilder und Rahmen in sehr schlechtem Zustand.
Eine Firmgruppe unter der Leitung von Veronika Widlroither (Nußbaumer) und Katharina Widlroither (Tumpinger) nahm sich das Projekt vor. Eine weitere Auflage der Bildserie war bei Familie Dirnhammer vorhanden. Die Verwirklichung dauerte eine geraume Zeit. Schließlich konnte 2017 das Vorhaben durchgeführt werden. Fa. Graspointner spendete das Blech und Andreas Widlroither (Tumpinger) führte die Holzarbeiten aus. Herrn Matthias Nußbaumer (Denniger) war es ein Anliegen aus Dankbarkeit für die Heilung nach einem schweren Unfall, sich am Projekt finanziell zu beteiligen. Pfarrer Dr. Ernst Wageneder segnete die Stationen, die in den Sommermonaten 2017 am Weg angebracht wurden. Seit 15. Oktober 2017 gibt es nun wieder die Kreuzwegstationen mit den Fugel-Bildern am Weg zur Kolomanskirche.
Gebhard Fugel, geboren am 14. 8. 1863 in Oberklöcken bei Ravensburg,
gestorben am 26. 2. 1939 in München.
Fugel studierte an der Kunstschule Stuttgart. Sein Interesse galt christlichen Motiven. Seine Werke wurden in Ausstellungen im In- und Ausland mit großem Erfolg gezeigt. 1890 gründete Fugel in München mit Kollegen die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst. Er schuf in der Folge großformatige Gemälde und Altarbilder.
Sein bekanntestes Werk, das Panorama „Kreuzigung Christi“, das in Altötting zu bewundern ist, entstand in den Jahren 1902 – 03. Zum 100-Jahr-Jubiläum wurde es renoviert und unter Denkmalschutz gestellt, sowie unter den Kulturschutz der UNESCO.2)
1) vgl. Pfarrachiv St. Michael, Mondsee Fasz. 4 Bauakten/ b.10 St. Koloman
2) vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Gebhard_Fugel
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Kreuzwegstationen
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Coordinates
DD
47.862989, 13.294401
DMS
47°51'46.8"N 13°17'39.8"E
UTM
33T 372435 5302480
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