Kloster Andechs und das Andechser Gefühl
Bayern en miniature – das ist das Kloster Andechs auf dem Heiligen Berg oberhalb des Ammersees. Zugegeben: Wer schwärmen will, muß erst einmal schwitzen. Denn steil ist der Aufstieg zu Bayerns ältestem Wallfahrtsort. Aber das hält viele nicht davon ab, sich Jahr für Jahr auf den Weg zu machen: Pilger und Wallfahrer, Ausflügler und Urlauber, Einheimische und Zugereiste.
Oben angekommen erleben sie, wofür Bayern steht: eine Kirche im glänzenden Rokkoko-Gewand, ein Blick auf ein grandioses Alpenpanorama, ein Kloster ebenso gastlich wie das Bräustüberl bodenständig und eine Brauerei, in der Mönche bis heute dafür sorgen, dass sich die über 550 Jahre alte klösterliche Brautradition durch innovative Brautechnik weiterentwickeln kann.
ora et labora – bete und arbeite
Schon seit dem 12. Jahrhundert pilgern Menschen mit Dank und Bitten auf den Heiligen Berg Bayerns. 1455 kommen die Benediktiner nach Andechs, um für das geistliche und leibliche Wohl der Wallfahrer zu sorgen. 1803 aufgelöst, wird Kloster Andechs bald wiederbesiedelt und ist seit 1850 zudem Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München.
Die Mönche sind heute – nach dem Leitwort der Benediktsregel "ora et labora – bete und arbeite" - in der Seelsorge und in den Wirtschaftsbetrieben tätig. Zusammen mit über 200 Mitarbeitern finanzieren die Andechser Benediktiner mit ihren Betrieben das kulturelle und caritative Engagement ihrer Münchner Mitbrüder in Sankt Bonifaz. Dazu gehören eine der größten Privatbibliotheken Bayerns mit über 300.000 Bänden. Ein Team von Mönchen und Mitarbeitern kümmert sich zudem täglich um mehrere Hundert Menschen ohne Obdach.
Eine echte Klosterbrauerei
Heute gibt es nur noch wenige echte Klosterbrauereien. Die klostereigene Brauerei der Benediktiner am Fuß des Hl. Berges ist mit über 100.000 Hektolitern Ausstoß in Deutschland die größte. Die Mönche führen sie völlig konzernunabhängig, ohne Kooperationen und Lizenzvergaben. Gebraut und abgefüllt werden die acht Bierspezialitäten nur vor Ort in Andechs, darunter ganzjährig der Andechser Doppelbock Dunkel und seit März auch das alkoholfreie Weißbier. Rohstoffe von bayerischen Lieferanten, benediktinische Brautradition und modernste Brautechnik machen die Klosterbiere zu einem besonderen Genuss.
Benediktinische Gastfreundschaft
Benediktinische Gastfreundschaft hat am Heiligen Berg viele Gesichter. Im Bräustüberl – der traditionsreichen Pilgergaststätte des Klosters - wird sie schon lange gepflegt. Besucher aus aller Welt genießen heute süffiges Klosterbier und alkoholfreie Getränke zu kalten und warmen Speisen. Oder sie bringen – nach alter Pilgertradition – ihre Brotzeit selbst mit, holen sich Getränke, genießen die Zeit und lassen auf der Bierterrasse den Blick übers Voralpenland schweifen.
Mit seinem Engagement steht das Kloster für die besondere Andechser Verbindung von benediktinischer Gastfreundschaft, barocker Kultur und bayerischer Lebensart. Diese Symbiose ist zum Markenzeichen des Klosters geworden. Das Motto „Genuß für Leib & Seele“ steht für die Ausrichtung der Mönche und ihrer Mitarbeiter, allen Gästen und Besuchern als Gastgeber in einem umfassenden Sinne zu begegnen.
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Diese Tour wurde im Rahmen eines Buchprojektes des Hospizvereins Pfaffenwinkel erstellt. Die Tourenbeschreibung ist im Buch zu finden.
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