Die erste nachweisliche Erwähnung von Heimboldshausen war in einer Urkunde von 1226 über einer Gebietstausch, in der ein "Henricus de Hemboldishusen" (Heinrich von Heimboldshausen) als Zeuge genannt wird. Die Schreibung des Ortsnamens ändert sich mit der Zeit: 1279 ist zu lesen "Heinbolddishusin", in einem Kaufbrief aus dem Jahre 1330 finden wir die Schreibweise "Eyboldtishusin". Sie wandelt sich dann über "Heimoldeshusen" (1399), "Hemelshausen" (1509), "Hoemeltshausen" (Friedewalder Salbuch von 1553) und "Heymbolzhausen" (1579) zu "Heimboltshaußen" in einer Grenzbeschreibung der Vogtei Kreuzberg vom Jahre 1673.
Wie die meisten fränkischen Siedlungen der damaligen Zeit stand auch Heimboldshausen unter dem Schutz der Klöster, die vor allem von Karl dem Großen (768-814 König der Franken, seit 800 römischer Kaiser) gefördert wurden. Zunächst war es die Abtei Hersfeld, später dann die Vogtei Kreuzberg, die als Benediktinerinnen-Kloster noch vor 1191 gegründet wurde und dem Abt von Hersfeld unterstand. Einige Güter in Heimboldshausen, so auch die Mühle als wohl ältestes Anwesen, gehörten der Vogtei Kreuzberg. Darin erinnern die Flurnamen wie "Pfaffenacker", "Am heiligen Rain" und "Heiligenholz".
Der Siedlungsplatz an der Werrafurt (wo heute die Brücke nach Harnrode steht) lag an der wichtigen Handelsroute Via Regia von Frankfurt/Main nach Leipzig. Hier ging der südliche Zweig der sogenannten "Kurzen Hessen" zwischen Berka und Hersfeld über die Werra mit der "Hohen Straße", die bereits 786 genannt wird und seit dem 16. Jahrhundert mit dem bezeichnenden Namen "Diebspfad" überliefert ist.
Unter den Kriegen der letzten Jahrhunderte - vom Bauernkrieg über den Dreißigjährigen Krieg bis hin zum Zweiten Weltkrieg - hatte das Dorf viel zu leiden. Im Bauernkrieg setzte sich von Heimboldshausen aus ein bäuerlicher Heerhaufen gegen das Friedewalder Schloss in Bewegung, aber auch hier brach der Aufstand bald zusammen, da die schlecht bewaffneten Bauern den geschulten Truppen des Landgrafen nicht standhalten konnten. Im Dreißigjährigen Krieg war das Werratal mehrfach Durchmarschgebiet und großenteils "wüst und unbewonth". Brand und Mord, Hunger und Elend, Zwangseinquartierung und Steuerlasten drückten die Bevölkerung, die Äcker lagen verödet, eine Armut war eingerissen wie nie zuvor. Zählte Heimboldshausen vor dem 30jährigen Krieg noch 49 "Hausgesessene", d.h. Personen mit Bürgerrechten und deren Familien, so waren es nach 1648 nur noch 28. Im Jahr 1636, dem berüchtigten "Kroaten-, Kreuz- und Marterjahr" der hessischen Dorfchroniken, wurde die Zahl der ansässigen Familien von 64 auf 18 dezimiert.
Erst die kurz nach 1900 aufkommende Kali-Industrie brachte einen wirtschaftlichen Aufschwung. Heimboldshausen wurde Bahnknotenpunkt der Kalibahn Gerstungen - Vacha (seit 1905 in Betrieb) und der Kreisbahn, die seit 1912 Hersfeld mit dem Ostteil verbindet.
1972 wurde das Dorf nach Philippsthal eingemeindet. 1916 lebten etwa 800 Menschen in Heimboldshausen.
(Quelle: Wikipedia)
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