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D’ Walser im Safiental

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  • Walser
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    Photo: Viamala Tourismus

«Von hier aus hat man gute Sicht auf die Safier Höfe von Camana, Hof, Bruschgaläschg, Zalön und Gün. Sie sind ein gutes Beispiel für die Rodungstätigkeit der Walser. Im 14. Jahrhundert kamen die Walser vom Rheinwald her über den 2500 m ü. M. hohen Safierberg und besiedelten das Tal. Schon früh zogen sie weiter und errichteten auf Glas ihre Höfe und dehnten sich immer weiter nach Tschappina aus. Der frühere Schulverein Safien-Tschappina ist nur ein Beispiel für die engen Beziehungen von Safien zu Tschappina.» Mattli Hunger, Walser, aufgewachsen im Safiental

Ums Jahr 1000 kamen alemannische Siedler vom Berner Oberland her ins Oberwallis. Jahre später verliessen einige dieser Hirten, Viehzüchter, Säumer und Bergbauern die Region wieder und zogen weiter. Ob Naturkatastrophen, Überbevölkerung, Krankheiten oder Klimaveränderungen die Ursache für das Weiterziehen waren, ist bis heute unklar.

Interesse an den Wanderungen der Walser hatten die Feudalherren im Wallis mit ihren Beziehungen in den Alpenraum. Die Grundherren liessen die Walser ansiedeln, um so ihre eigene Herrschaft zu festigen. Die Walser erhielten für ihre kolonisatorische Tätigkeit Rechte und Freiheiten, die zu dieser Zeit nicht selbstverständlich waren: die freie Erbleihe, mit dem sie ihre Güter auf die Nachkommen übertragen konnten sowie die Selbstverwaltung, mit der sie Richter und Ammann selber wählten. Im Gegenzug hatten sie Kriegsdienste und Zinsabgaben zu leisten.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts kamen die Walser vom Rheinwald über den Safierberg nach Safien und besiedelten langsam das ganze Tal bis nach Versam und Valendas. Über den Glaspass zogen sie nach Tschappina und liessen sich am oberen Heinzenberg nieder.

Die Walser breiteten sich in verschiedenen Talschaften des Kantons Graubünden aus und zogen weiter ins St. Galler Oberland, nach Liechtenstein, Tirol und Vorarlberg. In ihrer neuen Heimat waren die fruchtbaren Flächen bereits von Einheimischen besetzt, sodass den Walsern meist nur die unwirtlichen Gebirgsgegenden, die oft über 1500 m, im Avers gar über 2000 m Meereshöhe lagen, zum Ansiedeln blieben.

Auf dieser Höhe waren grossflächige Wiesen unabdingbar, um genügend Futter für das Vieh erwirtschaften zu können. Die Höfe der Familien liegen deshalb oft in grosser Entfernung zueinander, was im Safiental auch heute noch sehr gut zu sehen ist. An anderen Orten wie z.B. im Rheinwald oder Bosco Gurin findet man auch geschlossene Dorfsiedlungen, da dort die Topographie ausgedehnte Streusiedlungen nicht möglich machte.

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D’ Walser im Safiental

Coordinates

SwissGrid
2'744'622E 1'171'980N
DD
46.683362, 9.329169
DMS
46°41'00.1"N 9°19'45.0"E
UTM
32T 525172 5170030
w3w 
///emulating.trio.bronzes
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Liebe Walserfreunde. Für meine Studienrecherche über die Walser Identitätsfindung im Kontext von Film und Literatur, habe ich einige Fragen. Vielleicht kriege ich von hier aus ein wenig Information und Unterstützung. • Gibt es Ähnlichkeiten zwischen dem 1934 veröffentlichten Roman Via Mala und der Darstellung der „Walser“ eventuell Orte aber auch typische, Wohn- Verhaltens-Lebensweisen .... • Gibt es einen Einfluss von Film und Literatur auf die Walser Identitätsfindung, wenn ja, was lässt sich darüber sagen? • Wie eignen sich die die „Walser“ selbst Romane, Filme und Erzählungen an? Ich würde mich sehr auf einige Inputs freuen. Mit besten Grüßen Karin Lamprecht

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