Im 17. Jahrhundert war der „Hohe Giebel“ das Handelshaus der Familie Garb. Am Heimathaus zieht sich die Marksteige äußert beschwerlich die steile Sommerhalde hinauf. Über dem Eingangstor des 25 Meter hohen Fachwerkbaues findet sich mit der Jahreszahl 1622 das Wappen der Herren von Ow. Eine lebensgroße Darstellung des Heiligen Georg mit dem Lindwurm zierte einst die Giebelseite dieses stattlichen Hauses, das sich im 17. Jahrhundert im Besitz der reichen Horber Handelsfamilie Garb befand. Am Ende des Zweiten Weltkrieges befand sich das sogenannte Raissche Haus jedoch in einem derartig desolaten Zustand, dass man schon an Abbruch dachte. Die Stadt erwarb das Gebäude und ließ es 1954/55 gründlich renovieren. Heute ist im Hohen Giebel die städtische Jugendmusikschule untergebracht.
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