Auf den ersten Blick optisch nur wenig spektakulär, dafür historisch umso bedeutsamer, erstreckt sich die Babilonie etwa drei Kilometer südwestlich von Lübbecke am Nordhang des Wiehengebirges.
Die Wurzeln der Befestigungsanlage reichen zurück bis in die vorrömische Eisenzeit. Dies konnte anhand von Metall- und Keramikfunden bestätigt werden, denn auch damals schon wurde hier Metall verarbeitet und es herrschte reger Handelsverkehr. In Kriegs- und Krisenzeiten diente die Babilonie auch als Schutzburg. Auch in der sächsischen Zeit war die Burg bewohnt und wurde weiterhin als Zufluchtsort genutzt. Später verkleinerte man die Babilonie und in der karolingischen Periode fand sie Verwendung als Herrschafts- und Verwaltungssitz. Im Mittelalter wurde die Babilonie jedoch aufgegeben.
Heute sind im Gelände nur noch wenige Spuren der Vergangenheit sichtbar, jedoch ranken sich Sagen und Geschichten um diese Wallanlage. So soll sich unter der Babilonie ein unterirdischer Palast mit unermesslichen Schätzen befinden. Doch nicht nur materielle Schätze sollen hier verborgen sein, sondern auch die Antworten auf viele archäologische Fragen.
Der führt hier am Rand vorbei.
Am besten durchstreift man die ehemalige Wallanlage der Babilonie jedoch zu Fuß über einen Forstweg der hier hindurch führt.
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