Stadt Hanau
Besonders im Bundesland Hessen waren große Einwanderungsströme von Franzosen, Niederländern, Flamen und Wallonen zu verzeichnen, die ein prägendes Moment für dessen Entwicklung darstellten.
Nach Hanau kamen nach Verhandlungen mit Graf Philipp Ludwig II von Hanau- Münzenberg, die in dem Abschluss der sogenannten Capitulation am 1.Juni 1597 endeten, vor allem Familien aus Metz und Umgebung. Gegen die Zusicherung der freien Religionsausübung verpflichteten sich die Flüchtlinge, in Hanau wirtschaftlich tätig zu werden. Sie entfalteten bald eine rege Bautätigkeit und gründeten die Hanauer Neustadt. Die Stadt wurde als Planstadt der Renaissance auf dem Reißbrett entworfen, damals ein Novum im Städtebau und Vorbild weitere Stadtplanungen wie in etwa Mannheim oder Neu- Isenburg.
In der Hanauer Neustadt fasste nicht nur das Schmuckgewerbe Fuß, auch Tuchmacher, Weber und Seidenweber sowie Hutmacher eröffneten Werkstätten und Manufakturen. Mit dem Zuzug der Wallonen und Niederländer begann der Aufstieg Hanaus zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort.
Im Bürgerbuch sind die Einwanderer als Refugies vermerkt.
Hier lässt sich auch der große Bevölkerungssprung zwischen in etwa 4.000 Einwohnern im Jahre 1658 und 8.100 Einwohnern im Jahre 1658 nachverfolgen, an welchem die Wallonischen Einwanderer einen großen Anteil hatten.
Die Wallonisch- Niederländische Gemeinde der evangelisch- reformierten Kirche in Hanau hat auch heute noch ein reges Gemeindeleben.
Bis Ende des 19. Jahrhunderts erfolgten die Predigten in der wallonisch- niederländischen Kirche noch in französischer Sprache.
Kontakt
Wallonisch- niederländische Kirche, Französische Allee, 63450 Hanau
Auch im Schloss Philippsruhe ist das Erbe der Refugies erhalten geblieben. Hier erinnern die Sammlungsbestände des Museums an die Handwerker der Posamentierer, Fayencen und Seidenhändler, die maßgeblich am Bau und der Innengestaltung des Schlosses beteiligt waren.
Kontakt
Historisches Museum Schloss Philippsruhe
Philippsruher Allee 45
63454 Hanau- Kesselstadt
Tel.:06181/ 295564
Öffnungszeiten:
Dienstag- Sonntag 11.00- 18.00Uhr
Eintritt:
Erwachsene: 2,50€/ ermäßigt 1,50€
Gruppen ab 10 Personen: 1,00€
Familien: 4,00€ (2 Erw.+Kinder)
Führungen: 35,00€ (zzgl. Gruppeneintritt)
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Die Kinzig bildet die natürliche Nord-Grenze des Spessarts. Sie entspringt in Sterbfritz (Gemeinde Sinntal) und mündet in Hanau in den Main.

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