Auf dem Triasband aus Rötidolomit, Gips/Anhydrit und Rauhwacke am Grep da Plaids wachsen nicht nur trockenheitsertragende Bodenpflanzen. Hier be-gegnet man neben der Legföhre auch der Aufrechten Bergföhre, welche für die obere Surselva eher Seltenheitswert hat. Sie wächst auf flachgründigen Böden und stellt bezüglich Nährstoffe ziemlich geringe Ansprüche. Als charak-teristische Bodenpflanzen kommen vor: Erika, Preiselbeere, Heidelbeere, Kleinblättrige Moorbeere, Alpenlattich, Alpenfettblatt, Alpenmasslieb, Wohl-riechende Handwurz, Weissegge, Blaugras u.a. An der nordexponierten Lage bei den Ruinas ist die Aufrechte Bergföhre mit der Steinrose (Bewimperte Al-penrose) vergesellschaftet und bildet den Typischen Steinrosen-Bergföh-renwald.
Bereits Pater Karl Hager hat in seinem Buch über die "Verbreitung der wild-wachsenden Holzarten im Vorderrheintal" (1916) auf die Besonderheit der hier vorkommenden Bergföhren hingewiesen. Anhand der Zapfenschuppen fand er Abweichungen von bisher beschriebenen Varietäten. Aufgrund seiner Be-obachtungen und neuerer Erkenntnisse über die Wanderungsgeschichte dar Baumarten zwischen den Eiszeiten und nach der letzten Eiszeit kann angenommen werden, dass die Bäume aus verschiedenen Glazialrefugien zurückgewandert und sich hier begegnet sind. Dadurch entstanden auch bei den Bergföhren Kreuzungen, sodass insgesamt ein erhöhtes genetisches Po-tential vorliegen dürfte.

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