Mit 360 dieser annähernd parallel in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Hügel ist es nicht nur das bekannteste, sondern auch das größte Drumlinfeld im bayerischen Alpenvorland. Entstanden ist dieses in der letzten Eiszeit durch die formende Kraft des Gletschers. Der Hardt präsentiert sich als eine sehr abwechslungsreiche Landschaft. Auf den langgezogenen Drumlins (aus dem irischen droim = Höhenrücken) sind naturnahe Buchenwälder und Magerrasen, zwischen ihnen Moore, Streuwiesen und Grünland zu finden. Diese engräumige Verknüpfung von Landschaftselementen ist wahrscheinlich bundesweit einzigartig. Deshalb sind weite Bereiche des Hardt Natur- oder Landschaftsschutzgebiet.
Früher wurde die Hardtlandschaft vielfältig genutzt. Die ortsferneren Teile befanden sich in Gemeinbesitz (Allmenden). Der Name „Hardt" bedeutet nichts anderes als das Recht gemeinsamer Nutzung durch die Hardtgenossen. Es umfasste vor allem die Holznutzung, die Schweinemast und die Waldweide für Rinder und Pferde. Aus den Hochmooren wurde Torf zum Heizen (Hausbrand) entnommen, auf den Niedermoorflächen Einstreu für die Viehställe gewonnen. Es entstanden sogenannte Streuwiesen, Lebensraum für zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten.
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