Das Werra-Stauwehr der Werramühle Heringen versorgt den Mühlgraben der ehemaligen Mahlmühle und jetzigen Wasserkraftanlage mit dem nötigen Oberwasser.
Die wohl schon seit dem 12. Jh. bestehende Werramühle in Heringen hat einen anderen Werdegang als die anderen Mühlen der Region. Zwar war die Kaliindustrie Anfang des 20. Jh. auch an der Übernahme dieser Mühle interessiert, aber die Mühle war noch in Betrieb und der Besitzer wollte sie nicht verkaufen. 1912 kam die Mühle durch Einheirat in den Besitz der Müllerfamilie Jacob. Nach 1920 erneuerte der Müller Heinrich Jacob die veraltete Mühle, um wettbewerbsfähig arbeiten zu können. Nach drei Jahren Bauzeit wurde die damals moderne, vierstöckige Mühle 1927 in Betrieb genommen. Die Mahlwerke wurden durch zwei Wasserturbinen mit Strom angetrieben und und erreichten damit eine Mahlleistung bis 180 Zentner am Tag (das 22fache der alten Leistung). Bis 1990 konnte sich die Werramühle wirtschaftlich behaupten. Nachdem sich Hoffnungen auf einen Aufschwung nach der deutschen Wiedervereinigung nicht erfüllten, wurde die Mühle 1991 stillgelegt und das Mahlwerk verkauft. Das Wasserkraftwerk ist aber immer noch in Betrieb. Seit 2007 betreibt die Renertec GmbH die Werramühle, die 2012/13 technisch optimiert (Fernsteuerung) und ökologisch ausgebaut (Fischaufstiegsanlage) wurde.
Heute erinnert das stattliche Bauensemble aus Mühlengebäude, Wohnhaus, Wehranlage, Stallungen und Scheunen an einen der ältesten und bedeutendsten Mühlenstandorte der Region.
(Quelle: Wasserwanderer-Infotafel Werramühle Heringen und www.renertec-gmbh.com/...)
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