Wallfahrtskirche Maria Siebenbrünn
Radendorf, Filialkirche Maria Siebenbrünn
Die Wallfahrtskirche Maria Siebenbrünn südlich von Radendorf am Fuß des Steinbergs (Kamnik) wurde 1368 erstmals erwähnt. Der heutige mittelgroße Kirchenbau mit dem hölzernen Dachreiter über dem Chor mit 5/8 Schluss und der reichen malerischen Ausstattung des Innenraumes geht auf das 15. Jh. zurück. Beim Betreten der Kirche wird jeder Besucher geradezu persönlich vom hl. Christophorus (um 1520) begrüßt, dessenFresko sich über dem spätgotischen Nordportal befindet. Im Zentrum der Marienverehrung steht der neugotische Hochaltar mit einer Mittelfigur der thronenden Muttergottes mit Kind (A. 15. Jh.). Der linke Seitenaltar zeigt im Mittelfeld ein Relief Tod Mariae und über dem Nordportal ist eine Statue der Rosenkranzmadonna angebracht. Genügend Zeit erfordert das Betrachten der Wandmalereien, die im Gewölbezwickel des Chores die Himmelfahrt Mariae, Pfingstfest, Auferstehung Christi und an den Wänden die Heimsuchung Mariae, Geburt Christi, Darbringung Jesu im Tempel sowie Szenen aus dem alten und neuen Testament zeigen. Schon vor dem Bau der Kirche wurde der Ort im Zusammenhang mit seinen sieben Quellen erwähnt, die einige Meter nördlich der Kirche an die Oberfläche treten. Das Wasser soll nicht nur bei Augenleiden helfen, sondern vor allem auch bei Erkrankungen der inneren Organe. Die Quellen versorgen einen Teil der Radendorfer Bevölkerung mit Trinkwasser und es wird erzählt, dass jene, welche das Wasser trinken, eine höhere Lebenserwartung haben.
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