Das heute sichtbare Gebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut. Das unregelmäßige Schichtmauerwerk im Gipsmörtel zeugt noch von den frühromanischen Ursprüngen. Der südliche Anbau aus dem 14. Jahrhundert gab der Kirche ihre heutige Raumaufteilung. Aus dieser Zeit stammen auch die gotischen Türbögen und spitzbogigen Fenster.
Besonders sehenswert sind der markante Turm mit seiner offenen achteckigen Laterne sowie die kleinen romanischen Fenster. Im Inneren befindet sich ein spätromanischer Taufstein aus Kyffhäusersandstein, der vermutlich zu den ältesten der Goldenen Aue gehört.
Neben dem spätgotischen Türbogen zum Kirchhof befindet sich eine stark verwitterte Sandsteinplatte, auf der ursprünglich drei Figuren und ein Tier dargestellt waren. Lange wurde vermutet, dass es sich um den heiligen Martin mit Pferd und Bettler handelt. Ein Foto des Ortschronisten Friedrich Rößler aus dem Jahr 1970, aufgenommen bei günstigem Seitenlicht, zeigt jedoch drei menschliche Gestalten und ein Tier. Rößler vermutete deshalb, dass die Darstellung möglicherweise die Heilige Familie – Maria, Josef und das Jesuskind – zeigt.
Der historische Kirchhof diente bis zum Ende des 19. Jahrhunderts als Begräbnisstätte.

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