Die heutige katholische Pfarrkirche war ursprünglich die Kapelle eines außerhalb der Stadt befindlichen Hospitals, das wohl bereits vor der Mitte des 13. Jhd. gegründet wurde. Hier waren die ersten Nonnen des 1248 von der Familie der Herren von Kamenz gegründeten Zisterzienserinnenklosters untergebracht, das in den 1280 Jahren in das neuerrichtete Kloster St. Marienstern im heutigen Panschwitz-Kuckau verlegt wurde. Später entstand auf dem Hospitalgelände ein zu St. Marienstern gehörender Wirtschaftshof, aus dem sich im Laufe der Zeit das Dorf Spittel entwickelte, das 1902 in die Stadt eingemeindet wurde. Der große Stadtbrand von 1842 zerstörte auch den Wirtschaftshof und die Kapelle. Letztere wurde nach altem Vorbild und im Auftrag des Klosters wiederaufgebaut und im Juli 1844 geweiht. Davon zeugt das Wappen er damaligen Äbtissin an der Kirche. Nach 1851 kam der Kirchturm hinzu. 1869 wurde eine katholische Pfarrerei errichtet und seit 1871 hat die Gemeinde einen eigenen Pfarrer.
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