Walter Biselli
Die Schalberghöhle liegt am Burgengratweg von Aesch (BL).
Die Schalberghöhle nahe der Gratkante des Rauracienfelsens ist ein enger, geschlängelter Gang mit teils nur zwei Metern Felsüberdeckung. Bei einer Ausgrabung im Jahr 1926 entdeckte Emil Vogt zahlreiche Funde, die eine Nutzung der Höhle über mehrere prähistorische Epochen belegen. Bereits während der Kulturepoche des „Moustérien" (um 50.000 v. Chr.) diente sie Neandertalern als Rast- oder Unterschlupfplatz, wie Feuersteingeräte und Knochen eiszeitlicher Tiere (Höhlenbär, Höhlenhyäne, Panther, wollhaariges Nashorn, Mammut) zeigen. Aus der Jungsteinzeit (Horgener Kultur, 2. Hälfte des 4. Jahrtausends v. Chr.) stammen Beilfassungen aus Hirschgeweih, Keramik und weitere Feuersteingeräte. Eine Bronzenadel und zahlreiche Keramikscherben belegen zudem eine spätere Nutzung in der späten Bronzezeit (um 1000 v. Chr.). Auf den unteren Terrassen der nahegelegenen Burgruine Schalberg kamen zudem Überreste zweier Hütten aus derselben Epoche zum Vorschein. Die Fundstücke sind im Heimatmuseum Aesch unter dem Namen „Schalbergfels“ ausgestellt.
Weblinks:
- Dominique Oppler: Ausflug in die Vergangenheit - Archäologische Streifzüge durchs Baselbiet - Zum Blattenpass: https://zenodo.org/records/14441304
- History - Travel - Nature: Schalberghöhle: www.youtube.com/watch?v=_CIWljJIEMU
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