Bald wurde jedoch eine neue Nutzungsmöglichkeit der stillgelegten Stollen angedacht. Die Pariser Bevölkerung wuchs rasant, Seuchen und Hungersnöte führten zu einer hohen Sterberate und damit zu einem erheblichen Platzmangel auf Pariser Friedhöfen. In dieser Zeit wurden die Toten teilweise kurz nach ihrer Beisetzung bereits wieder exhumiert, um Platz zu schaffen. Dies führte zu verheerenden hygienischen Zuständen, angeblich sollen sogar einige Menschen am Leichengestank erstickt sein.
Ab 1785 begann man daher, die Gebeine der Verstorbenen in die Katakomben zu überführen. Zunächst gelangten die sterblichen Überreste noch ohne jegliche Ordnung durch einen Schacht in der Avenue du Président-René-Coty in die Tiefe. Doch schon bald begannen die Totengräber damit, die Schädel und Knochen sorgfältig aufzuschichten und mit Gedenktafeln sowie Holzkreuzen zu markieren. Ein Teil der Pariser Katakomben ist heute für Besucher zugänglich. Der Eingang befindet sich am Place Denfert-Rochereau.
Opening times
- Dienstag bis Sonntag, jeweils 10:00 bis 20:30 Uhr, die Kassen schließen um 19:30 Uhr
- Geschlossen am 1. Mai und 15. August
- Besucher sollten bequeme Schuhe anziehen und für die konstanten Temperaturen von etwa 14 Grad evtl. eine Jacke im Gepäck haben. Die Runde dauert etwa 45 min.
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Katakomben von Paris

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