Wanderung
· Hamar
Hamar Domkirkeodden – Hedmarktoppen – Brygga - Strand- und Aussichtsrunde an Norwegens größtem See
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Schwierigkeit
mittel
Der Kultursteig der Stadt Hamar verbindet die Ruine des mittelalterlichen Doms mit den Parks und Badestellen am See Mjøsa, führt durch das Naturschutzgebiet Furuberget hinauf zum aussichtsreichen Hedmarktoppen und bietet im Sportpark Ankerskogen die Möglichkeit, in der Saunalandschaft von Norwegens größtem Indoorbad zu entspannen, ehe es über den Marktplatz zurück zum Seeufer geht. ▶ Neben dem Parkplatz an der Straße Strandvegen 100 in Hamar beginnt die Domkirchenlandzunge Domkirkeodden 01 im Freilichtmuseum Hedmarkmuseet. Hauptsehenswürdigkeiten sind die von einer Glashülle umgebene Ruine des mittelalterlichen Doms und das archäologische Museum im Gebäude Storhamarlåven, in das die Reste des ehemaligen Bischofshofs integriert sind; der Kräutergarten Urtehagen befindet sich am Strandvegen, wo sich auf Höhe der glasumhüllten Ruine ein weiterer Zugang zum Freilichtmuseum befindet. Der Romeriksleden, der Oststrang des Pilgerwegs Gudbrandsdalsleden, führt durch das Parkgelände, in dem ein Kilometerstein die Entfernung bis zum Nidarosdom in Trondheim mit 488 km veranschlagt. Die Landzunge mit weitem Blick über den See war vom Mittelalter bis zur Reformation Norwegens einziger Bischofssitz im Binnenland; der englische Kardinal Nicholas Breakspear, der spätere Papst Hadrian IV., erhob Hamar 1152 zum Bischofssitz. Damit begann die Blütezeit der Stadt, in der Dom, Bischofsresidenz, Kloster und Schulen errichtet wurden. Nach der Reformation 1537 wurden Dom und Bischofsresidenz dem Vermögen des neuen lutherischen Staatskirchen-Machthabers zugeführt und zum Schloss umfunktioniert. Im Siebenjährigen Nordischen Krieg zerstörten 1567 die Schweden den Dom. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wanderten immer mehr Pilger zur malerischen Ruine am Ufer des Mjøsa-Sees, 1998 weihte Kronprinz Haakon den Hamardom ein, die 2600 m2 große Glashülle, die die Ruine vor Erosionsschäden schützen soll. Von der Ruine führt der Pilgerweg zwischen Wiesen und Gehölzen an der Bucht Rosenlundvika entlang an Badestellen vorbei aussichtsreich nordwärts und schwingt mit der Uferlinie westwärts zum norwegischen Eisenbahnmuseum Norsk Jernbanemuseum 02, das bereits 1896 gegründet wurde; Hamar wurde während der industriellen Revolution Norwegens "Eisenbahnstadt" am Knotenpunkt von Dovre-, Røros- und Eidsvoll-Hamar-Bahn. Wenig später verlässt der Pilgerweg den See, während der ausgeschilderte Hamar kultursti dem Seeufer weiter geradeaus folgt zum Badestrand Furubergstranda. Bald nach Passieren des letzten Hauses verlässt auch der Kultursti das Ufer, unterquert die Trasse der Eisenbahnlinie Dovrebanen 03 und führt in die artenreichen, auf fruchtbarem Kalkboden siedelnden Nadelwälder des Naturschutzgebiets Furuberget hinauf; das Schutzgebiet ist neben dem Mjøsa-Strand das zweite große Erholungsgebiet von Hamar mit entsprechend mehreren Wanderpfaden. In der Kurve des Furubergvegen geht es kurz an der Straße entlang, dann links auf einem Waldweg, der wenig später in eine asphaltierte Flutlichtloipe mündet, die nach der Kreuzung mit dem Pilgerweg in Kurven aufwärts hält. Der Kultursti wechselt bald auf einen parallel geführten Wanderweg, mündet zuletzt in eine weitere Flutlichtloipe und folgt ihr im Hang rechts zum Hedmarktoppen 04, wo sich eine weite Aussicht auf den Mjøsa-See öffnet. Der Hedmarktoppen ist der Sitz der christlichen Pfingstbewegung in Norwegen; hier befinden sich Cafeteria, Sommerhotel, Volkshochschule, Internat und ein Hütten- und Campingplatz; im Sommer ist der Hedmarktoppen Schauplatz des christlichen Festivals Sommerstevnet (Sommertreffen). Auf der Zufahrt geht es zur Durchgangsstraße, dort an der Bushaltestelle Hedmarktoppen rechts hinab auf dem Fuß- und Radweg, am Ende rechts (Aluvegen) und an der Bushaltestelle Breidablikk Aluvegen links durch die Felder, am Kreisverkehr kurz links und rechts zum Flugplatz Hamar lufthavn 05. Hier taucht der Kultursti wieder in den Wald ein, durchquert das Ausflugsgebiet Klukhagan, am Ende an der Straße geradeaus (Norsengs Gate), am Ende rechts (Maths Pedersens gate), an der Ampel über die Ringgata und geradeaus in das grüne Sport- und Freizeitgebiet Ankerskogen 06. Die Ankerskogen Svømmehall ist Norwegens größtes Hallenbad, auf einem der drei Bassins kann man Kajakfahren, bei Regenwetter lockt die Wellnesslandschaft mit Saunen und Blubberpools. Nach Passieren des Rotkreuz-Kindergartens verlässt der Kultursti an der Volkshochschule Sagatun folkehøgdskole das Gelände im Süden und folgt der Straße Sagatunvegen zur neoromanischen Hamar domkirke 07. 1864 wurde das lutherische Bistum Hamar für die Innlands-Provinzen Hedmark und Oppland gegründet, 1866 wurde die weiße Domkirche eingeweiht. Vorbei am Künstlerheim Kirsten Flagstadmuseet führt die Kirkegata hinab zum Marktplatz Stortorget, dort folgt der Kultursti neben dem Park Strandgateparken der Straße Brygga zu den Freizeithafen-Landungsbrücken Brygga 08 mit dem Anleger des Schaufelraddampfers Skibladner, der Skibladnerbrygga. Hier tauchen wieder die Olavswegzeichen des Pilgerwegs auf und folgen dem Mjøsa-Ufer an den öffentlichen Sanitäranlagen vorbei rechts. Auf dem Flomsteinen (Hochwasserstein) sind die Hochwasserstände ab 1789 markiert: 1789 stieg der Wasserspiegel des Mjøsa-Sees um acht Meter, was jedoch kaum Schaden anrichtete, da die Menschen damals in respektvollem Höhenabstand siedelten; 1995 hingegen waren die Schäden beträchtlich. An der Skateboardanlage, dem Beachvolleyballfeld und weiteren Freizeiteinrichtungen vorbei führt der Weg zurück zum Ausgangspunkt am Domkirkeodden 01.