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Wanderung Premium Inhalt Wanderung · Oberkrain

Triglav, 2864 m

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  • Gipfelgrat Am Gipfelgrat. © Evamaria Wecker
    Gipfelgrat Am Gipfelgrat. © Evamaria Wecker
    Foto: Evamaria Wecker, Rother Bergverlag
schwer
Strecke 24,1 km
11:30 h
2.087 hm
2.087 hm
2.792 hm
1.321 hm
Von Rudno Polje über Dom Planika

Mehr als ein Berg: das Nationalsymbol Sloweniens
Er wird von den Slowenen geliebt und verehrt, sein Bild ist Teil des nationalen Wappens, ziert die slowenische Flagge und die 50-Cent-Münze, und jeder Slowene will oder sollte einmal in seinem Leben auf seinen Gipfel steigen. Entsprechend groß ist, vor allem während der Hauptsaison, der Andrang zum Gipfel. Gleich mehrere Hütten dienen in einem dichten Wegenetz unterschiedlichster Schwierigkeiten den Gipfelstürmern als Stützpunkt. Bei der Wahl des Aufstiegs sollte man sich neben dem eigenen Können daher auch die Topografie des Berges vergegenwärtigen. Nach Norden bricht der Triglav mit einer der mächtigsten Wände der Ostalpen ins Vrata-Tal ab. Hier steht das Aljažev dom, Ausgangspunkt für die anspruchsvollen Nordanstiege Prag- und Tominšek-Weg, zwei versicherte Felsrouten, die auf der Karstfläche »Kotel« münden. Im Osten, Süden und Westen breiten sich weitläufige Karsthochflächen aus, über denen sich der eigentliche Gipfelaufbau des Triglav erhebt. Im Nordosten, am Rande des Kotel, steht das riesige Triglavski dom, im Südosten auf einer Schotterebene das ebenfalls große, aber sehr einfache Dom Planika, im Südwesten, am Rande der Karsthochfläche, die kleine Koča na Doliču (siehe Tour 9 »Kanjavec, 2568 m«). Von jeder dieser drei hochgelegenen Hütten führt eine Route zum Triglavgipfel, alle drei relativ kurz, alle drei etwa gleich schwer. Sie lassen sich zu beliebigen Überschreitungen verbinden, zumal auch die drei Hütten untereinander mit Wegen verbunden sind. Der hier beschriebene Anstieg vom Dom Planika ist auch die Route der Erstbesteiger. Der Weg zum häufig überfüllten Dom Planika führt über das Vodnikov dom, eine gemütliche und selten überlaufene Hütte, die eine gute Übernachtungsalternative darstellt. Den Gipfel des Triglav ziert ein kleiner Blechturm, der berühmte Aljažev stolp. Jakob Aljaž, Pfarrer von Dovje vis-à-vis vom Vrata-Tal, erwarb für einen Gulden den Triglavgipfel und ließ 1895 zum Schutz gegen Blitzschlag das Blechtürmchen errichten.

Bei einem Felsen mit der gerade noch lesbaren Aufschrift »Pl. Konjščica« beginnt der Aufstieg. Auf einem Almweg wandern wir ohne große Steigung durch schönen Lärchenwald zur Pl. Konjščica, 1438 m, dann geht es steil bergauf. Nachdem von rechts der Weg von Rudno Polje eingemündet ist (siehe Variante), durchwandern wir einen ebenen Talboden und steigen hinauf in den Studorski preval, 1892 m, wo sich der Blick weit nach Süden öffnet. Nach einem kurzen Abstieg folgt eine lange, fast ebene Hangquerung durch die grüne Südflanke des Tosc, dann in Felsen gesprengt durch dessen Westflanke zum Vodnikov Dom, 1817 m. Kurz vor der Hütte zweigt links ein Pfad ab, auf dem wir in einer Viertelstunde zur Pl. Velo polje absteigen können, einer der ältesten und schönsten Almen des Triglavgebiets. Unser Weiterweg führt uns durch die Westflanke des Vernar (kurze, gesicherte Felspassage) hinauf in den Konjsko sedlo (Konjski preval), 2020 m. Von dort in vielen Kehren über den teils grasigen, teils

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Profilbild von Evamarie Wecker Autor Evamarie Wecker
Evamaria Wecker ist seit ihrer Kindheit in den Bergen unterwegs. Zusammen mit ihrem Mann Primus Wecker hat sie ihre Leidenschaft für Wanderungen und Hochtouren in den Alpen entdeckt. Was zunächst nur Urlaubsvergnügen war, hat sich vor einigen Jahren zum Hauptberuf entwickelt. Evamaria Wecker ist als aktive Fachübungsleiterin Bergsteigen beim Deutschen Alpenverein viel mit Gruppen auf Tour. Als Autorin hat sie mehrere Buchtitel im Bergverlag Rother und Texte für alpine Fachzeitschriften verfasst, zu denen Primus Wecker als begeisterter Fotograf jeweils die Bilder beigesteuert hat.

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