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Wanderung empfohlene Tour Wanderung  · Hunsrück (Mittelgebirge)

Traumschleife Heimat

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  • Herrliche Aussicht von der Burgruine Koppenstein auf den Soonwald
    Herrliche Aussicht von der Burgruine Koppenstein auf den Soonwald
    Foto: Klaus-Peter Kappest, Wanderbüro Saar-Hunsrück

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    Ein erlebnisreicher Wanderweg, der das reizvolle Simmerbachtal erschließt und im Mittelteil mit dem Soonwaldsteig verbunden ist. Ausdrucksstarke Felsformationen und unvergessliche Fernblicke bestimmen auf dem Soonwaldrücken den Charakter des Weges.
    Höhepunkte: Der Aussichtsturm Koppenstein, der HEIMAT-Drehort Gehlweiler, Gemünden mit seinem Schloss und die herrliche Steilpassage vom Koppenstein hinunter in das Simmerbachtal.

    mittel
    Strecke 10,6 km
    3:30 h
    301 hm
    301 hm
    538 hm
    279 hm
    Die ersten Kilometer der Tour bringen den Wanderer ohne große Anstrengung permanent nach oben. Ohne es zu merke absolviert man stolze 300 Höhenmeter bis zum ersten großen Highlight der Tour: der Ruine Koppenstein. Der 16 Meter hohe Bergfried ist im Innern durch eine Stahltreppe zu erklimmen. Oben angekommen, genießt man einen grandiosen 360 Grad Rundumblick über die Hunsrück-Hochebene bis hin zum Idarkopf und Donnersberg. Der anschließende Abstieg hinunter in das romantische Simmerbachtal führt mitten durch ein Gesteinsmeer und vermittelt einen fast alpinen Charakter. Über einen Wiesenweg gelangt man nach Gehlweiler, wo Edgar Reitz 2012 „Die andere Heimat“ drehte. Das Dorf wurde mit aufwendigen Kulissen in die Zeit um 1840 zurückversetzt. Vor etlichen Häusern in Gehlweiler zeigen Fototafeln die Filmkulisse während der Dreharbeiten. Weiter geht es über einen Wiesenweg zurück nach Gemünden.

    Unterwegs stehen viele Infotafeln zu den Themen HEIMAT, alte Mühlen, Schieferabbau und zur Geschichte des Schlosses Gemünden. Ein Teilstück des Geo-Lehrpfades ist in die Traumschleife integriert.

    Der Weg wurde vom Deutschen Wanderinstitut mit 86 Erlebnispunkten bewertet.

    Autorentipp

    Aussichtsturm Koppenstein

    HEIMAT-Drehort Gehlweiler:  2012 drehte Edgar Reitz unter dem Titel „Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht” einen mit der Heimat-Trilogie verwandten Film. Er thematisiert die Auswanderung vieler Hunsrücker nach Brasilien Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Geschichte dreht sich wieder um die Familie Simon, diesmal aber im Jahr 1840. Das Dorf Gehlweiler wurde als Hauptdrehort mit aufwendigen Kulissen ins 19. Jahrhundert zurückversetzt. An den Häusern, vor denen gedreht wurde, stehen heute große Bildtafeln. Bereits die berühmte „Heimat"-Filmtrilogie drehte Reitz in Gehlweiler. Hauptdrehorte in Gehlweiler waren zum einen die alte Schmiede der Familie Henninger und zum anderen das kleine Häuschen der Familie Dämgen vis à vis der alten Steinbrücke, das heute ein kleines Museum zum Thema „HEIMAT“ beherbergt.
    Darüber hinaus gibt es in Gehlweiler noch zwei Regiomaten mit regionalen Produkten der Regionalmarke SooNahe und als besondere Übernachtungsmöglichkeit zwei Campingpods, ähnlich der Schlafweinfässer in den Weinregionen von Rheinland-Pfalz.  

    Gemünden: Schloss
    Das Gemündener Schloss befindet sich in Privatbesitz und wird von den Eigentümern, den Freiherren von Salis-Soglio, bewohnt. Eine Besichtigung des Schlosses ist nicht möglich. Teile der Anlage können jedoch für Familienfeiern oder festliche Anlässe angemietet werden. 

    Premiumweg Deutsches Wandersiegel
    Schwierigkeit
    mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Erlebnis
    Landschaft
    Höchster Punkt
    538 m
    Tiefster Punkt
    279 m
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Apr
    Mai
    Jun
    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez

    Wegearten

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    Einkehrmöglichkeiten

    Heimatliche Genussstation

    Sicherheitshinweise

    Die Traumschleifen haben teilweise steile, schwierige und bei Regen- oder Winterwetter rutschige Passagen. Deshalb sind Trittsicherheit und gute Kondition unbedingte Voraussetzungen zum Erwandern dieser Premiumrundwanderwege.

    Für Wanderer mit Hund: Die Steilpassage ist nicht für jeden Hund geeignet, da hier über ein Geröllfeld gelaufen wird.

    Weitere Infos und Links

    Tourist-Information Kirchberg, Marktplatz 6, 55481 Kirchberg, Telefon +49 6763 910144, www.kirchberg-hunsrueck.de

    Hunsrück-Nahe Tourismus GmbH, Bahnhofstr. 37, 55606 Kirn, Tel. +49 6752 137610, www.hunsruecknahe.de 

    Wegbeschreibung

    Vom Parkplatz am Bürgerhaus in Gemünden gehen wir ein kurzes Stück über einen Grasweg am Simmerbach vorbei zur nahegelegenen Brücke, biegen dann nach rechts ab, überqueren den Bach und folgen ein Stück der Hauptstraße. Am Hotel Restaurant Gemünden wandern wir nach rechts über die  Kreuznacher Straße zum Waldlehrpfad in der Peter-Meyer-Straße. Hinter einer Sitzgruppe überqueren wir über einen Holzsteg ein kleines Bächlein und folgen nun einem wunderbaren Pfad, der uns entlang eines Baches durch eine kleine Schlucht bis hinauf zum Sportplatz führt. Oben angekommen, genießen wir einen ersten Blick über Gemünden mit seinem Schloss.

    Von hier aus geht es teils über schmale Pfade durch den Wald stetig bergauf zum Wanderparkplatz Koppenstein. Auf halber Strecke queren wir die K 61. Am Wanderparkplatz treffen wir auf den Soonwaldsteig. Beide Wanderwege verlaufen nun auf derselben Wegtrasse hinauf zur Burgruine Koppenstein. Von der Größe der einstigen Burg ist nicht mehr viel zu sehen. Erhalten haben sich aber viele Geschichten und Legenden um die Grafen von Sponheim, die Herren von Schmidtburg und um das Koppensteiner Gretchen, die letzte Bewohnerin der Burg. Die Burganlage stammt aus dem 12. Jahrhundert und war im Besitz der Grafen von Sponheim. Nach der Stadtrechtsverleihung im Jahre 1330 durch Kaiser Ludwig wurde die Anlage weiter ausgebaut. Koppenstein hat als Stadt niemals große Bedeutung erlangt. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts verließen die Bewohner nach und nach die Stadt und siedelten sich in den nahegelegenen Dörfern an. 1592 wird die Anlage als „Verfallen“ bezeichnet. 1812 erwarb der Freiherr von Schmidtburg die Burganlage. Dessen Erben und Nachkommen, die Freiherren von Salis-Soglio, haben die Ruine noch heute in Besitz.

    Der 16 m hohe Bergfried ist im Innern durch eine Stahltreppe zu erklimmen. Oben angekommen, genießt man einen grandiosen 360-Grad-Rundumblick über die Hunsrück-Hochebene. Eine Stahlplatte mit den Himmelsrichtungen und Ortsnamen hilft bei der Orientierung.

    Direkt am Bergfried setzen wir unsere Wanderung nach Westen fort. Zunächst passieren wir den so genannten „Wackelstein“, ein riesiger Quarzitbrocken, der auf der schiefen Ebene seiner schmalen Unterlage zu schweben scheint. Nach diesen außergewöhnlichen Eindrücken steigen wir im Wald über pfadige Wege bergab. Unterwegs lädt eine Sitzgruppe im schattigen Wald zur Rast ein. Anschließend wandern wir auf einem breiten Waldweg ein kurzes Stück bergauf zu einer Hangkante unterhalb des Steinbruchs Henau mit einer traumhaften Aussicht in das Kellenbachtal. Hier beginnt nicht nur der abenteuerlichste Teil des gesamten Weges, hier ist auch Trittsicherheit erforderlich.  Ein Meer von kleinen und großen Quarzitfelsen bedeckt den Boden. Viele Steine und Felsbrocken sind mit einem dicken Moosteppich ummantelt. Hier oben gibt es Maiglöckchen, die im Frühjahr weiß blühen und im Herbst rote Beere tragen. In unzähligen Windungen führt der Weg am Hang entlang hinunter zu einem weiteren Aussichtspunkt oberhalb des Simmerbaches.  

    Bevor wir an der Aussichtskanzel nach rechts abbiegen und den Soonwaldsteig verlassen, geht unser Blick hinüber zum Langenstein. Die große Felsnase ragt aus dem Schiefergestein als ein weithin sichtbares Naturdenkmal nach oben. Wir folgen dem Verlauf der Traumschleife talwärts durch den Wald. Wenig später verlässt der Weg den Wald und führt durch offene Flur. Leicht abschüssig  erreichen wir ein weiteres Waldstück.  Die Durchquerung dauert nur wenige Minuten. Dann öffnet sich der Wald und vor uns liegt ein herrliches Wiesental. Auf breitem Weg und guter Fernsicht gelangen wir nach Gehlweiler.

    Berühmtheit erlangte Gehlweiler vor allem als Drehort für die Filmreihe „Heimat“ des Regisseurs Edgar Reitz. 2012 dreht Reitz hier unter dem Titel „Die andere Heimat – Chronik einer Sehnsucht“ einen mit der Heimat-Triologie verwandten Film. Er thematisiert die Auswanderung vieler Hunsrücker nach Brasilien Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Dorf Gehlweiler wurde mit aufwendigen Kulissen in die Zeit um 1840 zurückversetzt. Vor etlichen Häusern in Gehlweiler sind heute Fototafeln aufgestellt, die die Filmkulisse während der Dreharbeiten zeigen. Hauptdrehorte in Gehlweiler waren zum einen die alte Schmiede der Familie Henninger und zum anderen das kleine Häuschen der Familie Dämgen an der alten Steinbrücke, das heute ein Museum zum Thema HEIMAT beherbergt.

    Wir durchqueren Gehlweiler, vorbei am Gemeindehaus und der „Simons-Schmiede“ und folgen hinter dem Ortskern einem alten Wiesenweg, der Gehlweiler mit der Grohenmühle verbindet. Am Ende des Weges trifft unser Wanderweg auf den GeoLehrpfad und einen Rastplatz, umgeben von Gesteinsblöcken. Nach einem kurzen Picknick geht es über einen Schotterweg den Hang hinauf. Oben angekommen, genießen wir eine Sinnesbank und einen letzten atemberaubenden Panoramablick auf das Schloss Gemünden. Jetzt geht es bergab, allerdings nur ein kurzes Stück bis zur ehemaligen Kaisergrube. Dort angekommen, erinnert eine Tafel an den Schieferabbau in Gemünden und Umgebung. Die Kaisergrube war eine der größten von insgesamt 18 Schiefergruben rund um Gemünden und wurde 1873 erschlossen. Die ausgedehnte Halde der Kaisergrube gibt noch heute eine Vorstellung von den Ausmaßen des unterirdischen Abbaus. Der Abbau erfolgte bis 1961 auf drei Sohlen in 10 m, 40 m und 60 m Tiefe. Spektakuläre Fossilienfunde sorgten in der Vergangenheit für den hohen Bekanntheitsgrad der Kaisergrube. Ein Wiesenweg hinter den Häusern der Simmertalstraße bringt uns rasch zum Ausgangspunkt unserer Tour.

    Öffentliche Verkehrsmittel

    Mit der Bahn bis zum Bahnhof Bingen. Von dort aus fährt wochentags stündlich, am Wochenende alle zwei Stunden, ein Bus (Linie 230) nach Simmern.

    Oder von Bad Kreuznach Express-Buslinie 645 wochentags stündlich, am Wochenende alle zwei Stunden, nach Simmern. 

    Simmern, Alter Bahnhof (Busbahnhof) umsteigen in die Linie 602 (nach Gehlweiler). Wochentags stündlich, am Wochenende alle zwei Stunden.
    Ausstieg: Gehlweiler, Brücke.

    www.vrminfo.de

    Suche Fahrplan zum Zielort

    nach
    Traumschleife Heimat

    Anfahrt

    Vom Saarland aus über die Hunsrückhöhenstraße und B50 bis Abfahrt Kirchberg, weiter über die B 421 nach Gemünden.

    Anfahrt über die A 61: Abfahrt Rheinböllen, weiter auf der B 50 bis Abfahrt Riesweiler, weiter über die L 162 nach Gemünden

    Von Kirn / Kreuznach über die B 41 und B 421 nach Gemünden  

    Parken

    Parkplatz Bürgerhaus Gemünden, Raiffeisenstraße

    Parkplatz Gemeindehaus Gehlweiler, Hauptstraße

    Wanderparkplatz Koppenstein (K62)

    Koordinaten

    DD
    49.893988, 7.478520
    GMS
    49°53'38.4"N 7°28'42.7"E
    UTM
    32U 390722 5527953
    w3w 
    ///arbeitsgang.körperhaltung.gleichfalls
    Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

    Buchempfehlungen des Autors

    Gerne können Sie hier Broschüren kostenfrei bestellen:

    https://www.saar-hunsrueck-steig.de/service/infomaterial 

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    Ausrüstung

    Festes Schuhwerk (Wanderschuhe) wird dringend empfohlen.


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    Schwierigkeit
    mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Strecke
    10,6 km
    Dauer
    3:30 h
    Aufstieg
    301 hm
    Abstieg
    301 hm
    Höchster Punkt
    538 m
    Tiefster Punkt
    279 m
    Rundtour kulturell / historisch Aussichtsreich geologische Highlights Einkehrmöglichkeit

    Wetter am Startpunkt

    10-Tages Vorhersage

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