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Wanderung empfohlene Tour Wanderung  · Südschwarzwald

Schlossberg-Entdeckertour

Verantwortlich für diesen Inhalt
Walter Biselli
  • Die Schlossberg-Entdeckertour ist durchgängig ausgeschildert
    Die Schlossberg-Entdeckertour ist durchgängig ausgeschildert
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Walter Biselli
Karte / Schlossberg-Entdeckertour

Für dich ausgewählte alternative Vorschläge

    Aus der Stadt in die Natur: bei dieser Rundwanderung von Freiburgs Stadtgarten über den Schlossberg bis nach St. Ottilien können auch Einheimische Neues entdecken.

    mittel
    Strecke 14 km
    5:15 h
    575 hm
    575 hm
    586 hm
    274 hm
    Die „Schlossberg Entdeckertour“ in Freiburg ist der erste vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg der Kategorie „Naturvergnügen“ zertifizierte Wanderweg im Schwarzwald. Auf einer 14 km langen Wanderung erkunden wir die faszinierende Natur des Schlossbergs und erfahren auf zahlreichen Informationstafeln seine geschichtliche Vergangenheit von der französischen Festungsanlage zum heutigen Naherholungspark.

    Durch seine einzigartige Lage zwischen dem Dreisam- und dem Rheintal war der Bergsporn stets von strategischer Bedeutung. Zunächst errichteten hier die Zähringer um 1091 eine Burg. 1677 wurden die damals habsburgische Stadt und der Schlossberg durch französische Truppen besetzt und nach Plänen des berühmten Baumeisters Vauban zu einer modernen Festung ausgebaut. Freiburg wurde 1697 wieder habsburgisch, dann aber 1713 und 1744 erneut von den Franzosen erobert. Bevor die französischen Truppen im Jahr 1745 endgültig abzogen, sprengten sie die Festungsanlage so dass diese nie mehr als Bastion genutzt werden konnte.

    Tour im Tourenportal des Schwarzwaldvereins: 
    www.schwarzwaldverein-tourenportal.de/de/tour/801282171 

    Autorentipp

    Wer nach der „Schlossberg Entdeckertour“ Lust auf mehr verspürt, sollte eine Fernwanderung auf dem Querweg Freiburg - Bodensee unternehmen.
    Qualitätsweg Wanderbares Deutschland
    Schwierigkeit
    T2 mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Erlebnis
    Landschaft
    Höchster Punkt
    Ottilienstein, 586 m
    Tiefster Punkt
    Stadtgarten, 274 m
    Beste Jahreszeit
    Jan
    Feb
    Mär
    Apr
    Mai
    Jun
    Jul
    Aug
    Sep
    Okt
    Nov
    Dez

    Wegearten

    Asphalt 5,77%Schotterweg 0,59%Naturweg 4,43%Pfad 88,86%Straße 0,33%
    Asphalt
    808 m
    Schotterweg
    83 m
    Naturweg
    620 m
    Pfad
    12,4 km
    Straße
    47 m
    Höhenprofil anzeigen

    Einkehrmöglichkeiten

    St. Ottilien
    Greiffeneggschlössle

    Sicherheitshinweise

    Für die Entdeckertour sind eine gute Kondition und Trittsicherheit auf oft steinigen und abschüssigen Wegen erforderlich.

    Weitere Infos und Links

    Die Route ist an den Wegweiserstandorten mit dem Zusatzschild „Schlossberg-Entdeckertour" versehen. Dazwischen leiten die jeweiligen Rauten des Schwarzwaldvereins (hier: gelbe Raute, "K" des Kandel-Höhenwegs und weiß/rote Raute auf gelbem Grund des Querwegs Freiburg Bodensee). Weitere Infos zur Wegemarkierung: www.schwarzwaldverein.de/schwarzwald/wanderwege/wegemarkierung-schnell-erklaert

    www.kuratorium-schlossberg.de

    Wegbeschreibung

    Die Entdeckertour beginnt im Stadtgarten beim Wegweiser „Schlossbergbahn (276 m)" an deren Talstation und führt mit der gelben Raute als Zwischenmarkierung in Serpentinen hoch zum Schlossberg. Am „Spielplatz Schlossberg West" teilt sich der Rundweg. Wir gehen links hoch über die „Bergstation Schlossbergbahn" zum „Tusculum" am Nordwesthang des Schlossberges. Nach der antiken Stadt Tusculum mit Villen vornehmer Römer benannte auch 1910 Ernst Nopper seinen sich über mehrere Ebenen erstreckenden Terrassenbau als Freisitz für sich und seine Familie. Weiter aufwärts erreichen wir den „Kommandantengarten/Ahornrondell" auf der Nordseite des Schlossbergs. Für den Kommandanten der Festung wurde hier zu seiner Erholung in Friedenszeiten um 1706 eine im französischen Stil gestaltete Gartenterrasse angelegt. Der heutige Idyllische Park entstand erst in den 1930er Jahren. Er bietet einen Panoramablick auf den Nordwesten von Freiburg. Am „Fort Carré" vorbei - dem Quartier des Kommandanten - kommen wir über die „Obere Festung (448 m)" zum „Oberen Schloss“. Es wurde als Abschluss der Festung ab 1679 erbaut. Hier befanden sich Kasernen, Waffen- und Munitionslager sowie eine Zisterne. Zusammen mit der Festung wurde es im Jahr 1744 gesprengt. Heute verbirgt der Stadtwald noch vorhandene Mauerreste. Das folgende Peterskreuz wurde 1998 an der Stelle des Hochaltars der Festungskirche Saint-Pierre (St. Peter) errichtet. Nach dem „Feldbergblick (444 m)" steigen wir wieder ab, folgen „Bei der Roten Hütte (388 m)" kurz dem Querweg Freiburg-Bodensee, dann dem Kandel-Höhenweg ("K"). Im langen erneuten Anstieg von „Sieben Linden" zum „Roßkopfhaldenweg (581 m)" entdecken wir die eigene Kondition am Berg. Die Ausflugsgaststätte St. Ottilien ist jetzt nur noch 1 km entfernt. Mit der gelben Raute gehen wir, immer auf schmalen Pfaden, über das „Husarenwegle" abwärts. „Oberhalb St. Ottilien" sind wir wieder auf dem Querweg Freiburg-Bodensee angekommen. Jetzt können die mitgebrachten Wanderstöcke im steilen Schlussabstieg auf abschüssigem Schotter hilfreich sein. Nach der verdienten Einkehr im Biergarten des stets frequentierten Waldrestaurants St. Ottilien (460 m) besichtigen wir noch die Ottilienquelle unterhalb der Kapelle. Anschließend gehen wir auf dem Querweg weiter zum „Abgang Sternschanze".

    Auf dem nun folgenden, mit der gelben Raute markierten und 2,5 km langen Wegabschnitt über die ehemalige Sternschanze zum Schlossbergturm entdecken wir einsame Waldpfade. Von der Sternschanze sind noch Wall- und Grabenreste erkennbar. Eine Informationstafel fehlt leider. Dafür sind die Hinterlassenschaften der hier Feiernden umso deutlicher sichtbar. Am Hang des Hirzbergs passieren wir den "Waldkindergarten (333 m)", den 5 Bänke-Platz und folgen dem breiten Burghaldenweg rechts zum Silberbrunnen.

    „Beim Silberbrunnen" kehren wir zum Querweg Freiburg-Bodensee zurück. „Über der Lochredoute" übernimmt wieder die gelbe Raute die Wegführung in Serpentinen hoch zum „Fort Carré (447 m)" im Bereich der Oberen Festungsanlage. Die „Kommunikation“ - der Verbindungsweg zwischen Oberem und Unterem Schloss - leitet zum sog. „Salzbüchsle“. So bezeichnete der Volksmund den massiven Wehrturm, der nach 1648 zur Absicherung des höchsten Punkts des Schlossberges erbaut wurde. Der nun folgende 33 Meter hohe Schlossbergturm (426 m) wurde erst im Jahr 2002 als Aussichtsturm errichtet. Er bietet einen großartigen Panoramablick auf Freiburg, über die Rheinebene und in den Schwarzwald. Der nächste Standort „Beim Bismarckturm" verweist auf den hinter Bäumen und Büschen versteckten und verwaisten Bismarckturm, der zu Ehren des ersten deutschen Reichskanzlers Otto Fürst von Bismarck errichtet wurde.

    Am Halsgraben vorbei führt die Entdeckertour zum „Kanonenplatz (345 m)", dem heute beliebtesten Aussichtspunkt auf die Freiburger Altstadt. Hier stand die Vorburg des 1091 von den Zähringern errichteten Burghaldenschlosses das dem Schlossberg seinen Namen gab. Ihr ehemaliger Standort wurde 1820 in „Ludwigshöhe" umbenannt - zu Ehren von Ludwig II., Großherzog von Baden. Von seiner Aussichtsplattform (365 m) bietet sich eine phantastische Rundumsicht.

    Nach dem „Kleinen Kanonenplatz (345 m)" geht es auf Serpentinenpfaden abwärts zu den ehem. „Mez’schen Gärten (301 m)". Sie wurden um 1850 vom Freiburger Garnfabrikanten und Sozialreformer Carl Mez angelegt - zur Erholung seiner Arbeiter. Heute sind nur noch Mauerreste erhalten. Der Augustinerweg verläuft weiter unterhalb der steilen Rebhänge des Schlossbergs. Zu deren Befestigung wurden die Trümmer der zerstörten Festung verwendet.

    Schließlich erreichen wir das Freiburger „Schwabentor". Zum krönenden Abschluss der Entdeckertour lädt der Kastanien-Biergarten des Greiffenegg-Schlössle nach einem kurzen Aufstieg ein. Bis zum Ausgangspunkt der Runde am Stadtgarten sind es von hier noch 600 Meter.

    Öffentliche Verkehrsmittel

    mit Bahn und Bus erreichbar

    mit der Bahn zum Hauptbahnhof Freiburg im Breisgau; weiter mit STR 4 Richtung Gundelfinger Straße zum Europaplatz; mit Bus 27 zum Stadtgarten

    Anfahrt

    Ziel für Navi: Schlossbergring 14, 79098 Freiburg

    Parken

    Parkhaus Schlossbergring 14, 79098 Freiburg

    https://www.freiburg.de/pb/,Lde/231447.html

    Koordinaten

    DD
    47.997382, 7.857178
    GMS
    47°59'50.6"N 7°51'25.8"E
    UTM
    32T 414746 5316641
    w3w 
    ///netz.pfeffer.gelassen
    Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

    Buchtipps für die Region

    Mehr anzeigen

    Ausrüstung

    Wanderschuhe mit gutem Profil; Wanderstöcke können hilfreich sein


    Nutzerfragen


    21.08.2025
    W. Biselli  
    yes: the total distance of the round trip is 16 km - app. 8 miles

    5 von 5
    1 Bewertung · 1 Rezension
    fantastisch
    5
    sehr schön
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    2
    sehr schlecht
    1
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    Schwierigkeit
    T2 mittel
    Gesamtschwierigkeit
    mittel

    Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

    Strecke
    14 km
    Dauer
    5:15 h
    Aufstieg
    575 hm
    Abstieg
    575 hm
    Höchster Punkt
    586 m
    Tiefster Punkt
    274 m
    mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour Aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights

    Wetter am Startpunkt

    10-Tages Vorhersage

    Statistiken

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