Auf 826 m Höhe erhebt sich die Burgruine Schellenberg, ein früheres Lobkowitzer Jagdschloss. Über eine Brücke besteigt man den hölzernen Aussichtsturm, der auf den Resten errichtet wurde. Bei Sonnenschein bietet sich hier ein fantastischer Ausblick. Die vielen Sagen rund um den Schellenberg hingegen sind vermutlich eher bei Nacht und Nebel entstanden; es heißt, es ginge hier in dunklen Nächten das Schellenbergmannl um. Heute bewacht ein hölzernes »Mannl« mit freundlichem Lächeln die Burgruine. Wenig später entdecken wir die Schauertanne, deren Nadeln noch heute vor Entsetzen zittern, weil einst an ihrem Fuße ein Ritter aus Eifersucht seinen eigenen Bruder getötet haben soll. Dann geht es hinauf auf den Gipfel des Havran (Rabenberg). Dort erwartet uns ein Aussichtsturm mit tollem Fernblick bis in die Alpen.
Hinter der Infohütte am Parkplatz Planer Höhe beginnen wir unsere Runde auf Pfad Nr. 2. Ca. 15 Min. später lohnt ein kurzer Abstecher zu einer vorgeschichtlichen Grabkammer, einer sog. Dolme am Bärenfels. An der Waldwegkreuzung Tafelbuche stößt der gelb-rot-gelb markierte Nurtschweg hinzu und wir steigen links auf steinigem Pfad hinauf zum Gipfel des Schellenbergs. Die hölzerne Aussichtsplattform der Ruine Schellenberg erreicht man auf einem etwas mühsamen Anstieg, der beim hölzernen Mannl seinen Ausgang nimmt. Der markante Brotfelsen ist schnell erreicht, hinter ihm kann die Wanderung nach links abgekürzt werden (Variante). Zum Havran geht es auf dem Nurtschweg geradeaus über eine Fünf-Wege-Kreuzung hinweg. Ein kurzes Stück auf breitem Forstweg (Loipe), am Querweg links und am Schild »Schauertanne« rechts zur Landesgrenze. Dort folgen wir der grün-weißen Markierung zum Aussichtsturm etwa 100 m nach rechts, dann links bergan. Die Markierung führt uns hinauf zum 894 m hohen Havran
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Autor
Eva Krötz
Eva Krötz, geboren 1969, studierte in Freising Gartenbauwissenschaften. Sie ist im Altmühltal aufgewachsen und verbrachte in ihrer Kindheit zahlreiche Wanderferien im Bayerischen Wald. Seit 1999 lebt sie in Regensburg und hat den Bayerischen Wald und den Oberpfälzer Wald zu ihrer zweiten Heimat gemacht. Auf ihren Wandertouren ist sie immer auf der Suche nach neuen Erlebnissen, so werden neben den ausgetretenen Touristenpfaden immer mehr die einsamen und unbekannten Pfade oder Gipfel entdeckt.

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