Autorentipp
Für den Rückweg wird die Route über den Weg Nr. 11A empfohlen. Diese Variante bietet einen gleichmäßigeren und entspannteren Abstieg durch eine besonders reizvolle Naturlandschaft.
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Einkehrmöglichkeiten
Supermarkt KurzrasLeo's Pub
Bistro Restaurant Alpin
Sicherheitshinweise
Verantwortungsbewusster BesuchDas Hochmoor von Lazaun ist ein äußerst empfindliches Ökosystem. Um diesen einzigartigen Naturraum dauerhaft zu erhalten, wird ein respektvoller und achtsamer Umgang mit der Natur empfohlen. Bitte beachten Sie daher folgende Verhaltensregeln:
• Bleiben Sie stets auf den markierten Wegen!
• Pflücken oder sammeln Sie keine Pflanzen, Steine oder Mineralien!
• Betreten Sie keine Moor- und Feuchtflächen!
• Führen Sie Hunde unter Kontrolle und nehmen Sie Rücksicht auf die Tierwelt!
• Hinterlassen Sie keine Abfälle und respektieren Sie die Ruhe der Natur!
Nur durch einen sorgsamen Umgang kann dieses einzigartige Zusammenspiel von Kulturgeschichte, Hochmoor, Permafrost und Blockgletscher auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben.
Weitere Infos und Links
Der Blockgletscher von der Lazaun AlmIm Gegensatz zu einem herkömmlichen Gletscher ist ein Blockgletscher nicht von sichtbarem Eis bedeckt. Er besteht aus einer mächtigen Schicht von Felsblöcken und Schutt, unter der sich dauerhaft gefrorenes Eis befindet. Die gesamte Masse bewegt sich aufgrund der Schwerkraft äußerst langsam talwärts, meist nur wenige Zentimeter bis Dezimeter pro Jahr.Der Blockgletscher von Lazaun zählt zu den bedeutendsten geomorphologischen Erscheinungen des Schnalstales. Die schützende Schuttdecke bewahrt das darunterliegende Eis teilweise vor der sommerlichen Erwärmung. Für Geologen und Klimaforscher stellt er einen wichtigen Indikator für das alpine Permafrostvorkommen dar. Seine Entwicklung und Bewegungsrate liefern wertvolle Erkenntnisse über die Auswirkungen des Klimawandels in hochalpinen Regionen.
Ein Lebensraum von besonderem Wert
Das Zusammenspiel von Permafrost, Hochmoor und Feuchtgebieten schafft außergewöhnliche Lebensbedingungen für zahlreiche spezialisierte Pflanzenarten. Besonders bemerkenswert ist die Zwergweide (Salix herbacea), die als eine der kleinsten Baumarten der Welt gilt.Die Moor- und Feuchtgebiete erfüllen wichtige ökologische Funktionen. Sie speichern Wasser, geben es kontinuierlich an die Umgebung ab und bieten seltenen Pflanzenarten einen Lebensraum, die an kalte, feuchte und nährstoffarme Bedingungen angepasst sind. Gleichzeitig stellen sie wertvolle Rückzugsräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten dar und tragen wesentlich zur Biodiversität des alpinen Lebensraums bei.Die Lazauner Moose laden dazu ein, die Natur mit offenen Augen zu entdecken und die faszinierenden Zusammenhänge zwischen Geologie, Klima und Ökologie hautnah zu erleben. Sie sind ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie vielfältig und zugleich empfindlich die hochalpinen Lebensräume der Alpen sind.
Wegbeschreibung
Am Ende des Waalweges überquert man auf einer Brücke den Unteren Bergbach auf einer Höhe von 2.210 m ü. M. Anschließend folgt man weiterhin dem Weg Nr. 1 in westlicher bis südwestlicher Richtung bergauf, bis man auf 2.334 m ü. M. zu einer Weggabelung mit entsprechender Beschilderung gelangt.
Hier folgt man den Wegweisern zur Lazaunhütte auf dem Weg Nr. 11A in südlicher Richtung. Zunächst verläuft der Weg nahezu eben, später leicht ansteigend. So erreicht man die Lazaunalm mit einer Brücke über den Bach sowie weiterer Beschilderung auf 2.433 m ü. M.
An diesem Punkt verlässt man den Weg Nr. 11A noch vor der Brücke und folgt einer gut erkennbaren Spur zunächst in nordwestlicher Richtung. Die Orientierung erfolgt anhand der deutlich sichtbaren Wegmarkierungen auf den Felsblöcken. Der Rundweg führt entlang der Moorgebiete und in die Nähe des Blockgletschers im natürlichen Amphitheater der Lazaunalm und endet schließlich bei der Lazaunhütte.
Bei schwierigen Sichtverhältnissen oder Orientierungsproblemen empfiehlt es sich, für diesen letzten Abschnitt zusätzlich die bereitgestellte GPS-Route zu nutzen.
Rückweg nach Kurzras
Für den Rückweg nach Kurzras bestehen zwei Möglichkeiten:
über den Weg Nr. 11 in südöstlicher Richtung oderüber den Weg Nr. 11A in nördlicher Richtung, der wieder zum Punkt führt, an dem der Rundweg begonnen hat. Von dort erfolgt der Abstieg auf dem bekannten Hinweg zurück nach Kurzras.
Von den beiden Varianten ist der Weg Nr. 11 deutlich steiler.
Für weniger geübte oder erschöpfte Wanderer besteht zudem die Möglichkeit, mit der Lazaun-Umlaufbahn ins Tal zurückzufahren.
Von der Benutzung der Zufahrtsstraße wird ausdrücklich abgeraten, da diese als Abfahrtsstrecke für Mountaincarts genutzt wird und dadurch ein erhöhtes Unfallrisiko besteht.
Alpin Arena Schnals
Restaurant Skihütte Ötzi Biwak
Meetingpoint Ötzi Glacier Tour
Supermarkt Kurzras
Leo's Pub
Bistro Restaurant Alpin
Lazaunhütte
Öffentliche Verkehrsmittel
mit Bahn und Bus erreichbar
Mit der Vinschger Bahn erreicht man Naturns bequem sowohl von Norden als auch von Süden. Vom Bahnhof Naturns fährt die Buslinie 261 direkt ins Schnalstal. Die Fahrt endet an der Haltestelle „Kurzras“.Der Ausgangspunkt befindet sich nur etwa 200 Meter von der Bushaltestelle entfernt und ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.
Aktuelle Fahrpläne, Verbindungen und Informationen zum öffentlichen Nahverkehr in Südtirol finden Sie unter:
südtirolmobil <https://www.suedtirolmobil.info/de#/>
Anfahrt
Die Anreise erfolgt über die Vinschgauer Staatsstraße (SS38) bis Naturns. Von dort führt die Landesstraße LS3 durch das Schnalstal bis nach Kurzras, dem Ausgangspunkt der Tour.Parken
Kostenpflichtiger Parkplatz an der Landesstraße, kurz vor Kurzras.Koordinaten
Kartenempfehlungen des Autors
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Ausrüstung
Es wird die übliche Ausrüstung für Bergwanderungen im Mittelgebirge empfohlen.Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

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