Die Umrundung des Chiemsees ist keine spektakuläre Leistung: Schwierig ist sie nicht, nennenswerte Höhenunterschiede gibt es auch nicht und auf zwei oder drei Tagesetappen aufgeteilt bleibt man pro Tag noch deutlich unter der Marathondistanz. Und doch – oder gerade deshalb: Die meisten, die es mal gemacht haben, wollen das Erlebnis nicht missen und viele wiederholen die Aktion immer wieder. Für den wahren Naturgenuss sollte man jedoch die betriebsame Ferienzeit im Sommer und da speziell die Wochenenden meiden. Das ist kein Verzicht, denn am Chiemsee hat jede Jahreszeit ihren Reiz – auch und gerade der Winter. Der Weg ums »Bayerische Meer« verläuft größtenteils auf ausgeschilderten, ufernahen Wegen, von denen mehrere Abschnitte bei Tourenvorschlägen dieses Buches schon vorgestellt wurden. Auf eine durchgehend detaillierte Wegbeschreibung kann hier daher verzichtet werden. Nur für den Abschnitt südlich des Sees gibt es zwei deutlich verschiedene Wegvarianten: Die kürzere verläuft nahe dem Ufer, aber auch neben der Autobahn; die längere (empfohlene) Variante entfernt sich zwischen Feldwies und Felden vom See und der Autobahn – und leitet durch stillere Landschaften.
Von der Endstation der Dampflokbahn in Prien-Stock folgen wir der Seestraße nach Nordosten. Wir passieren das Erlebnisbad Prienavera (auf der Landseite) und etwas später den Winkelfischer. Bei der nächsten Fischhütte macht der Uferweg einen Linksknick, gleich darauf einen nach rechts und schlängelt sich zur Prienmündung. Wie in Tour »Schafwaschener Bucht« geht es dann um die Schafwaschener Bucht; die Abzweigung zum Seecafé Toni ignorieren wir dann aber und gehen geradeaus am Rastplatz Keilbacher Winkl vorbei. An der Zufahrtsstraße des Gutes Sassau kurz links, gleich darauf wieder rechts. Wie bei Tour »Breitbrunn, Urfahrn, Gstadt« geht es um die Urfahrner Landzunge und durch die Bucht von Mühln nach Gstadt. Nach den Anlegestegen der Chiemseeschifffahrt queren wir dann durch eine Anlage hinauf zur Straße und folgen ihr bis zum Ende des Waldes. Dort geht es dann nach rechts wieder zum Seeufer hinab. Das begleitet uns nun unter Gollenshausen vorbei zum Hotel Malerwinkel. Nach der
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