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Wanderung Premium Inhalt Wanderung · Allgäu

Rindalphorn, 1810 m

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  • Vorsäß I Über eine Kuppe wandern wir an der Alphütte Vorsäß I, 955 m, vorbei, einwärts in das während der Winterzeit einen beachtlichen Teil des Tages schattige Hochtal. © Herbert Mayr
    Vorsäß I Über eine Kuppe wandern wir an der Alphütte Vorsäß I, 955 m, vorbei, einwärts in das während der Winterzeit einen beachtlichen Teil des Tages schattige Hochtal. © Herbert Mayr
    Foto: Herbert Mayr, Rother Bergverlag
mittel
Strecke 19,8 km
8:30 h
880 hm
880 hm
1.808 hm
928 hm

Glanzlicht der Rindalpen über frostigem Allgäuer Hochtal
Zur Winterszeit kann der Naturfreund die trotz der eingenisteten Kälte anheimelnde Ausstrahlung des Aubachtals inmitten der vielgestaltigen Vorgebirgslandschaft ganz ohne die Beeinträchtigung des Mautverkehrs genießen. Bis zum Talschluss wird man nur ab und an von ein paar Langläufern auf der das Alpsträßchen begleitenden Loipe überholt. Hinauf zum Scheidwangpass begegnet einem dann allenfalls noch der eine oder andere sportlich eingestellte Skitourengeher. Wobei sich von denen schon so mancher gefragt haben mag, ob nicht bequeme Wanderstiefel und Schneeschuhe der eher beengenden Kunststoff-Fußbekleidung und den wegen des langen Talhatschers an den Rucksack geschnallten Brettern vorzuziehen sind.
Der Pass scheidet die Bergwasser. Während der Aubach durch eines der schönsten Allgäuer Hochtäler der Iller zu eilt und deshalb die Donau nährt, unterstützt der Leckenbach die Bregenzer Ach und gehört somit zum Flusssystem des den Bodensee durchströmenden Rheins.
Szenenwechsel. Finster schaut das Rindalphorn mit seiner horizontal geschichteten, vom winterlichen Dauerschatten gezeichneten Nordflanke ins Alpenvorland hinaus. Für Schneeschuhgeher unbezwingbar, zumindest über diese abweisende Seite. Die weit weniger steile Südseite dagegen verspricht die beglückendsten Pulver-Schwelgereien über ein angenehm geneigtes Riesendach. Unser unbestrittenes Glanzlicht der Rindalpen, wie die Nagelfluhkette auch bezeichnet wird, wartet gleich mit zwei etwa gleich hohen Gipfelzielen auf. Während der felsige Hauptgipfel auf dem ausgesetzten letzten Gratstück zum Kreuz ein Ablegen der geliebten Riesentreter verlangt, ermöglicht der vorzuziehende behäbige Elefantenrücken des westlichen Zwillings ein vergnügtes Spuren.

Los geht’s an der Bushaltestelle in Gunzesried-Säge auf dem anfangs deutlich steigenden, in der Regel geräumten Alpsträßchen Richtung Aubachtal. Über eine Kuppe wandern wir an der Alphütte Vorsäß I, 955 m, vorbei, einwärts in das während der Winterzeit einen beachtlichen Teil des Tages schattige Hochtal. Rechter Hand begleitet uns der reich geschartete Hauptzug der Immenstädter Nagelfluhberge. Die Steilflanken des Stuiben drängen sich, nachdem wir die Bachseite gewechselt haben, nahe an die Hütte Vorsäß II heran.Nach Vorsäß III, 970 m, folgt ein kleiner Anstieg durch einen Waldflecken. Zum nächsten Etappenziel Vordere Aualp, 1040 m, unter dem Buralpkopf kann man noch eine Weile Kraft schöpfen. Jetzt erblickt man bereits den Siplingerkopf mit seiner zerfurchten Felsflanke. Diese abenteuerliche Erosionskulisse der Spießwände mit ihren entgegen der gewöhnlichen Nagelfluh-Schichtenfolge lotrecht stehenden Felstafeln sieht aus, als hätten wütende Riesen versucht, den gesamten Siplinger in

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