Der Rastkogel ist als alpines Tourenziel so bedeutsam, dass ihm in diesem Guide gleich zwei Kapitel eingeräumt werden. Neben dem Aufstieg von der Zillertaler Höhenstraße bzw. Rastkogelhütte (siehe Tour 15) wird auch der beliebte Zugang vom Penken berücksichtigt, wobei wir in diesem Fall die Finkenberger Almbahn bzw. die Penkenbahn nutzen und so einen ganzen Tag auf der Höhe verbringen, freilich auch ausgiebig Notiz von der härteren touristischen Infrastruktur nehmen. Der Wintersport beansprucht hier schon gehörig Platz. Gleichwohl sei mit dem etwas abseits der Hauptroute stehenden Pangert für den Rückweg ein Schmankerl für Entdeckungslustige vorgeschlagen. Dieser schöne Aussichtspunkt über dem Hoarbergtal wird erstaunlicherweise kaum bestiegen.
Von Finkenberg mit der Seilbahn in zwei Sektionen bis zur Bergstation beim Penkenjochhaus , 2095 m, und von dort auf breitem Weg (Nr. 57) leicht abwärts zum weiten Penkenjoch sowie wieder etwas ansteigend zur Wanglalm, 2128 m. Ein Steig übernimmt und zieht von Süden her mit einigen Windungen hinauf zur Wanglspitze , 2420 m, die mit großer Liftstation voll ins Pistengebiet eingebunden ist. Dahinter landen wir erneut auf einem Fahrweg und umgehen damit die Erhebung P. 2538 linksseitig. Bei einer weiteren Liftstation wechseln wir abermals auf einen Bergweg und erreichen etwas höher die Grindlscharte , 2590 m, mitunter auch als Hoarberger Joch geläufig. Links führt jetzt die Gipfelroute weiter. Über Erde, Schrofen und Blockschutt vorerst nach Westen, später mehr Nordwesten, wobei sich der Kammrücken allmählich deutlicher ausprägt. Nach Überschreiten einer Kuppe weichen wir am Schluss etwas in die rechte Flanke aus und erklimmen in leicht felsigem Gelände den Rastkogel , 2762 m.Retour
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Autor
Mark Zahel
Mark Zahel hat als fleißiger Wanderer und Bergsteiger bisher mehr als 3000 Tage auf Alpentouren verbracht und schöpft aus dieser Passion seit über 20 Jahren eine intensive publizistische Tätigkeit. Die Liste seiner Buchveröffentlichungen umfasst inzwischen rund 80 Titel – in jüngster Zeit sind auch einige Wanderführer über norddeutsche Regionen hinzugekommen. Seine Kenntnisse reichen über weite Teile des Alpenbogens, besonders häufig aber ist er in dem breiten Streifen zwischen Bayern und Südtirol unterwegs. Zahel vergleicht seine Erkundungen gern mit einem Puzzlespiel, dem immer wieder neue Teile hinzugefügt werden, ohne dass es jemals »vollendet« werden könnte oder sollte. So bleibt die persönliche Entdeckungslust ungebrochen, während sich das »Gesamtbild« nach und nach immer detailreicher herausschärft.

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