Den geografischen Mittelpunkt Graubündens sollte man unbedingt einmal entdecken. Von Surava führt eine familientaugliche Rundwanderung, der Pfad der Pioniere, durch das gleichnamige Naturreservat. Seit 2008 werden dort keine Bäume mehr gefällt, sodass sich der Wald ungestört entwickeln kann. Auf der Wanderung stösst man immer wieder auf helle, bizarre Felstürme. Sie bestehen aus sehr porösem gelbbraunem Sedimentgestein, der Rauwacke. Der markanteste von ihnen ist der Crap Furò. Er ragt mit einer Höhe von rund 60 Meter filigran in die Höhe. Eine Kluft spaltet die Platte bis zum Fuss, formt fast zuoberst ein rund zwei Meter grosses Loch und auch weiter unten gibt es einen schmalen Durchgang. Crap Furò ist romanisch und bedeutet «löchriger Fels». Der Name passt. Vor Jahrtausenden entstanden, hat er Wind und Wetter erfolgreich getrotzt. Und auch sein Standort ist schon beinahe mystisch, befindet er sich doch nur wenige Meter neben der geografischen Mitte Graubündens.
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Autor
Jochen Ihle
Jochen Ihle (1962) ist Redaktionsleiter beim Wandermagazin SCHWEIZ. Er ist berufsmässig das ganze Jahr über in den Bergen unterwegs und Autor zahlreicher Wanderbücher.

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