Eine der schönsten Rundwanderungen ab Öhningen führt durch die romantische Klingenbachschlucht und zu imposanten Aussichtspunkten auf den Rheinsee.
Der Ausgangsort Öhningen liegt am Südhang des Schienerberges, direkt an der Schweizer Grenze. Zwischen Stein am Rhein und dem Untersee, dem westlichen Teil des Bodensees, grenzt die Halbinsel Höri an den langgestreckten Rheinsee an.
Über Brücken, schmale Wege und Stege verläuft der abwechslungsreiche Wanderweg zunächst durch die wildromantische Klingenbachschlucht. Durch das Schalmenried führt der anschließende Panoramweg zum Kattenhorner Bühl, der von Einheimischen auch als Liebeshalde bezeichnet wird. Er bietet am Rand des Naturschutzgebiets eine großartige Aussicht über den Rheinsee zum Schweizer Seerücken. Auf fussfreundlichen Wegen erreichen wir den Wanderreiterhof Unterbühlhof. Nach dem Oberriedhof hält sich der Weg am Rand des Bannholz-Waldes und mündet wiederum in die Klingenbachschlucht.
Autorentipp
Im Öhninger Ortsteil Kattenhorn ist die evangelische Petruskirche sehenswert. Die Kirchenfenster wurden vom Maler Otto Dix gestaltet.
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Einkehrmöglichkeiten
Kaffeestüble KaiserSicherheitshinweise
Nach Regenfällen sollte die Klingenbachschlucht nicht begangen werden, da die schmalen Wege dann glitschig und damit gefährlich sein können
Weitere Infos und Links
Tourist-Information
Im Rathaus
Klosterplatz 1
78337 Öhningen
0 77 35 / 819-20
0 77 35 / 819-30
info@oehningen.de
http://www.oehningen.de
Schwarzwaldverein e.V.
www.schwarzwaldverein.de
Wegbeschreibung
Wer mit dem Bus anreist, startet an der Haltestelle „Linde, Öhningen“ oder „Öhningen Endorf/Höristraße“ und geht durch die Kirchbergstraße nach Osten zur Schiener Straße und diese wenige Meter nach links in Richtung Schienen. Etwa 300 m nördlich von hier liegt der Öhninger Friedhof mit Parkplatz.
Wir überqueren die Schiener Straße und gehen mit der gelben Raute durch die Döllenstraße abwärts zur Klingenmühle. Nach Überschreitung des Klingenbachs gabelt sich der Weg am Standort „Klingenbachschlucht“. Wir folgen dem Bachlauf nach links durch den wildromantischen Tobel, über Bohlenwege und Stege. Diese werden vom Ortsverein Öhningen-Höri des Schwarzwaldvereins stetig renoviert und gepflegt, um die geologisch und botanisch interessante Route für die Wanderer begehbar zu halten. Im Frühjahr blüht hier der Bärlauch tausendfach und verbreitet einen angenehmen Duft. An der „Klingenbachbrücke“ bleiben wir weiter auf der linken Bachseite und folgen dem Schluchtweg bis zum Standort „Beim Bruderhof“. Dort biegen wir rechts ab zum Schalmenried und wandern über eine Anhöhe hinauf zum Naturschutzgebiet Kattenhorner Bühl. Von hier oben genießen wir die wunderschöne Aussicht auf Öhningen, Stein am Rhein (CH) und den westlichen Ausläufer des Untersees mit dem ehemaligen Wasserschloss Oberstaad. Direkt unter uns liegt der Öhninger Ortsteil Kattenhorn mit der evangelischen Petruskirche. Die Kirchenfenster wurden vom Maler Otto Dix gestaltet. Auf dem nun folgenden Pfad können wir noch einzelne Orchideenbestände ausmachen, die unter Naturschutz stehen. Wir folgen weiter den Wegzeichen und erreichen über die „Liebeshalde“ den „Aspenhof“. Von wenigen Metern Asphalt unterbrochen, führt der Pfad ab dem Standort „Nässe“ nach Norden zum Unterbühlhof. Davor überqueren wir den Klingenbach, halten uns rechts am Waldrand und biegen links ab zum Reiterhof Unterbühlhof (Abkürzungsmöglichkeit), dort rechts ab auf befestigten Wegen zum Oberbühlhof. An seiner Giebelseite prangt das gleiche Wappen des Konstanzer Fürstbischofs wie am Öhninger Rathaus, der ehemaligen Vogtei. Das Wappen erinnert an das aufgelöste Kloster St. Georgen im schweizerischen Stein am Rhein (1570-1581), in dem der Konvent eingerichtet war. Hier lebten die letzten Mönche, bevor sie nach Konstanz integriert wurden.
Bei guter Fernsicht lohnt sich der kleine Abstecher zum Aussichtspunkt westlich des Oberbühlhofs. Er bietet einen großartigen Panoramablick vom Bodensee zu den Gipfeln der Alpen.
Am „Zinsloh“ geht es links ab. Wir wandern nun am Waldrand des Bannholzes entlang, halten uns südlich Richtung See und Dorf und folgen dem Waldweg oberhalb der Schienerbergstraße Richtung Öhningen, am „Parkplatz Oberes Bannholz“ vorbei zur Krieger-Heimkehr Kapelle. Sie wurde von Öhninger Teilnehmern des Ersten Weltkrieges im Jahr 1927 zum Dank für ihre Rückkehr errichtet. An der Gabelung "Bei der Heimkehrkapelle" queren wir die Schienerbergstraße, folgen dem Wiesenweg südwärts und queren erneut die Straße zum Standort „Am Linsenbühl“. Auf dem Weg zum Lindenhof können geologisch Interessierte den Verrucano-Stein bestaunen, der vor 25.000 Jahren während der letzten Eiszeit vom Rheingletscher bis nach Öhningen transportiert wurde. Auf dem Weg zu diesem zweigt nach rechts der markierte Schluchtweg als Trampelpfad zur Waldecke hin in die Klingenbachschlucht ab. Über die „Klingenbachbrücke“ queren wir abschließend nochmals den Klingenbach und gelangen auf dem schon bekannten Weg zum Ausgangspunkt unseres Rundweges zurück nach Öhningen.
Abkürzungsmöglichkeiten:
Wer die Tour ab dem Unterbühlhof abkürzen will, geht dort geradeaus weiter mit den Varianten:
- auf Naturwegen rechts nach dem Unterbühlhof über den Max-Hermann-Weg zur Heimkehrkapelle
- auf dem befestigten Weg Richtung Linsenbühlhof, links ab zum Verrucano-Findling
Öhningen Linde
ehemaliges Augustiner-Chorherrenstift
Öhningen/Lindenplatz
Öhningen Endorf/Höristraße
Kaffeestüble Kaiser
Friedhofskapelle St. Jakobus d. Älteren
P Friedhof
Klingenbachschlucht
Klingenbachbrücke
Verrucano-Stein
Beim Bruderhof
Schalmenried
Kattenhorner Bühl
evangelische Petruskirche in Kattenhorn
Blasius Kapelle in Kattenhorn
Liebeshalde
Aspenhof
Nässe
Parkplatz/Maßholder
Maßholder
Oberbühlhof
Zinsloh
Parkplatz Oberes Bannholz
Heimkehrkapelle
Bei der Heimkehrkapelle
Öffentliche Verkehrsmittel
mit Bahn und Bus erreichbar
Hinfahrt ab ZOB Radolfzell mit Bus 200 (Höribus) zur Haltestelle „Öhningen Endorf/Höristraße“ oder „Linde, Öhningen“ (vor dem Rathaus);
ab Bahnof Singen mit Bus 7349 nach Stein am Rhein, Untertor und weiter mit Höribus 200 zur Haltestelle Linde, Öhningen
Fahrplanauskunft:
Nahverkehr Baden-Württemberg: www.efa-bw.de
Deutsche Bahn AG: www.bahn.de
Suche Fahrplan zum Zielort
Anfahrt
Öhningen, Lindenplatz bzw. FriedhofParken
- Lindenplatz vor dem Öhninger Rathaus (UTM 32U 491610 5278717)
- Sportplatz Öhningen Höristrasse (UTM 32U 491539 5278468)
- unterhalb der Friedhofskapelle, Schiener Straße am Ortsausgang von Öhningen Richtung Schienen (UTM 32U 491854 5278915)
Koordinaten
Kartenempfehlungen des Autors
Wanderkarte des Schwarzwaldvereins im Maßstab 1:25.000 (Neue Serie):
W268 Singen (Hohentwiel) – Hegau, Höri, Engen. ISBN 978-3-86398-494-6
erhältlich im Buchhandel, der Touristinfo sowie der Hauptgeschäftsstelle des Schwarzwaldvereins in Freiburg www.schwarzwaldverein.de E-Mail: verkauf@schwarzwaldverein.de (Sonderpreis für Mitglieder!)
Buchtipps für die Region
Ausrüstung
Für die Begehung der Klingenbachschlucht sind knöchelhohe Wanderschuhe mit gutem Profil erforderlich; Teleskopstöcke sind empfehlenswert
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

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