Zur Gründung des Benediktinerklosters um 750 n. Chr., womit es zu den ältesten Bayerns gehören würde, gibt es zwei Legenden mit Bayernherzog Tassilo in der Hauptrolle. Sicher erwähnt ist das Kloster Thierhaupten erst 1028, als es durch Bischof Gebhard von Regensburg wieder gegründet wurde. Nach 1803 wurde es fast 200 Jahre lang als Gutshof genutzt. 1983 vom Markt Thierhaupten erworben, sind nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in den 1720/50 neu errichteten bzw. stark erweiterten Konvent- und Ökonomiegebäuden heute Bayerisches Bauarchiv und die Abteilung Archäologie des Bayer. Landesamtes für Denkmalpflege, die Schule für Dorf- und Landentwicklung sowie die Akademie für Handwerkerfortbildung untergebracht.
Wir starten am Gesteinsblock, 435 m, zwischen der Kirche St. Laurentius in Oberbaar und Parkplatz am Maibaum. Dieser Malmkalkblock, gefunden in der Kiesgrube NE Thierhaupten, ist vielleicht ein Reuterscher Block, welcher beim Ries-Impakt hierher geschleudert wurde. Auf der Schulstraße geht es nach links über die Kleine Paar zur Aichacher Straße. An der Bushaltestelle Sägewerk, 442 m, die Straße überquert – hier Rastbank neben Holzkreuz in wenig optimaler Lage –, wandern wir auf dem asphaltierten Feldweg an einer Baumhecke entlang. Noch vor dem Waldrand zweigt an deren Ende links ein Spurweg zu einem Feldkreuz, 473 m, mit Bank hinauf ab. Von hier können wir das Tal der Kleinen Paar mit Ober- und Unterbaar überblicken, dahinter das Tal des Zellerbächleins und im Norden am Horizont die Jurahöhen. Dann hinab ins nächste Tälchen. An der Einmündung merken wir, dass wir uns auf dem Natur- und Kulturrundweg Thierhaupten befinden, dessen Beschilderung wir von nun an folgen. Am Waldrand steht
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