Die Moosalp war noch vor wenigen Jahrzehnten hauptsächlich bei den Einheimischen als lieblicher Alpsattel mit tollem Panorama bekannt. Auf dem weitläufigen, parkähnlichen Weideland wurden im Sommer große Rinderherden aufgetrieben, und natürlich gab es rauschende Älplerfeste, zu denen nicht nur die Besitzer der Kühe heraufkamen. Mittlerweile hat sich die Moosalp zu einem weit über die Region bekannten Ausflugsziel entwickelt. Dennoch geht es hier oben noch recht ruhig zu und im weiten Wegenetz verteilen sich die Besucher schnell – und natürlich ist die großartige Aussicht auf die Viertausender um die Vispertäler und zu den gegenüberliegenden Berner Alpen mit dem Bietschhorn unverändert einzigartig!
Neben der Tour zum Augstbordhorn wollen wir hier eine abwechslungsreiche Wanderung von Zeneggen zur Moosalp vorstellen. Sie führt zu versteckten Aussichtsplätzen im märchenhaften Wald und quert immer wieder historische Wasserleitungen (Zeneggen liegt auf einem wasserarmen Rücken und benötigte schon seit Menschengedenken zusätzliches Wässerwasser aus entfernten Bächen, wie z. B. dem Augstbordtal). Schließlich kommen wir an kleinen Seen vorbei zur Aussichstkanzel »Stand«. Am Rückweg durch schönen Lärchen- und Zirbenwald ist es dann nicht mehr weit zum Straßensattel Moosalp, wo es eine gute Einkehrmöglichkeit gibt. Auch ein Stückchen weiter Richtung Zeneggen zurück, kommen wir noch an einem Restaurant vorbei, dann nimmt uns wieder der Hochwald auf.
Von Dorfplatz bei der Kirche in Zeneggen (»Unner dem Biel«) gehen wir wenige Meter südwärts, bis wir an einem Wegweiser nach rechts abbiegen und zur Kapelle Biel aufsteigen – ein kurzer Besuch des Altars mit den Vierzehnheiligen lohnt sich sehr! Nur ein kurzes Stück abwärts kommen wir an den Waldrand und folgen gleich dem schräg links aufwärts ziehenden Weg, der weiter oben nach einem Bogen nach links zurück zu einem breiteren Weg führt und gleich darauf zum Abzweig Chastel gelangt. In wenigen Minuten können wir zu dem felsigen »Kastell« mit Blick über Zeneggen gehen, doch das wollen wir uns für den Rückweg aufheben und wandern daher gleich ohne viel Höhengewinn weiter zur Alpfläche Diepja. Wir gehen zwischen den Häusern hindurch und folgen dem Weg, anfangs gleich neben einem Wassergraben, bis in den Wald, wo wir ein Fahrsträßchen kreuzen und in gleicher Richtung weiter aufwärts zur Alpfläche Eischmatte gehen. Nun dem Wegweiser nach links folgen, und wenig ansteigend erreichen wir eine
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