Monte Cuarnan von Gemona
Diese zu fast jeder Jahreszeit mögliche Rundtour auf den Monte Cuarnan bietet Weitsicht über die Poebene bis zur Adria, auf den Tagliamento und auf den Triglav.
Gemona del Friuli ist ein Ort mit schönem, historischen Stadtzentrum genau dort, wo der Tagliamento aus den Alpen in die flache Poebene hineinfließt. Es gibt vor Ort neben einer spannenden Burg und einer berühmten Kathedrale auch eine kleine Informationsstelle zu besichtigen, die über die schlimmen Erdbeben im Friaul von 1976 berichtet.
Vom Ort aus führt diese Rundwanderung auf der Südseite des Monte Cuarnan bis zur modernen Wallfahrtskirche auf dessen Gipfel hinauf und bietet dabei wunderbare Aussicht in die Poebene und auf den Tagliamento, zur anderen Seite in die julischen Alpen oder hinüber zu den karnischen Voralpen.
Kurz unterhalb des Gipfels bietet das unbewirtete Ricovero Elio Pischiutti Schutz vor Schlechtwetter und für alle, die Schlafsack und Matte mitbringen sogar Platz zum Übernachten. Beim Abstieg über den schattigen Graben zwischen Cuarnan und Monte Chiampon lädt die Almwirtschaft Malga Quarnan zur Einkehr ein.
Autorentipp
Eine tolle Tour, wenn im Norden schlechtes Wetter ist oder noch zuviel Schnee liegt!
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Sicherheitshinweise
Abhängig von der Schneelage und der eigenen Erfahrung das ganze Jahr möglich. Bei Schnee oder Eis ist es sehr zu empfehlen, südseitig auf- und abzusteigen!
Wegbeschreibung
Vom Platz vor dem Rathaus von Gemona (250 m.ü.A.) gehen wir leicht bergab durch Arkaden und kommen am berühmten Dom vorbei. Durch ein altes Stadttor gelangen wir zu einer Hauptstraße, die in einer 150m-langen Galerie unter einer Felswand hindurchführt. Der Wanderweg-Markierung (rot-weiß) folgend geht an über einen Gehweg durch die Galerie, gleich danach biegen wir links auf eine kleinere Straße ab und noch einmal dreißig Meter weiter von dieser Straße auf den ausgeschilderten, recht breiten Wanderweg, der uns in Serpentinen hinaufführt. In Kurven zweigen gelegentlich Trampelpfade ab, der Hauptweg ist jedoch markiert und breiter.
Auf etwa 640 m.ü.A. zweigt ein Weg nach links ab und führt zu einem niedrigeren Aussichtspunkt. Wir halten uns jedoch auf einem guten Pfad rechts, kurz entlang einer Lawinen- und Steinschlagsperre, dann wieder durch schönen, niedrigen Mischwald südseitig um Monte Glemina und Monte Cuarnan herum. Wir passieren dabei eine kleine Quelle. An einer Marienfigur hinter markantem roten Gitter nehmen wir den oberen der beiden Wege, hier fehlt eine eindeutige Markierung. Kurz darauf erreichen wir einen kleinen Sattel mit Beschilderung und einem ersten Blick zur Kapelle auf dem Gipfel. Rechts befindet sich ein schner Pausenplatz, links geht es dann für uns steil über alpine Wiesen weiter zum Gipfelkamm. Durchweg haben wir nun bereits tolle Aussicht. Weiter oben erreichen wir einen Windsack für Gleitschirmflieger, bei denen dieser Berg sehr beliebt ist. Nun geht es noch ein ganzes Stück am Kamm entlang, das Ricovero Elio Pischiutti passierend, bis zum tatsächlichen Gipfel mit der großen Chiesa Del Redentore. Der Weg hierher dauert etwa 3h, die Beschilderung ist damit korrekt.
Der Abstieg beginnt knapp hundert Meter zurück in Richtung Schutzhütte und erfolgt in nördliche Richtung zur Sella Foredor zwischen Monte Cuarnan und Monte Chiampon. Der Weg ist steil und sollte bei Eis vermieden werden. Kurz vor dem Sattel erreichen wir eine Almfläche und können bei der nahen Malga Quarnan einkehren. An der Sella Foredor (Monte Chiampon von hier ca. 2,5-3h retour) biegen wir links ab und folgen dem schattigen Tal mit Blick nach Westen zum Tagliamento. Dabei gibt es vereinzelt steile Stellen, die mit alten und wenig vertrauenserweckenden Holzgeländern entschärft sind. Dort wo das Tal auf einem Schotterkegel flacher wird führt der Wanderweg gerade hinab und kreuzt mehrfach eine Zufahrtsstraße zur Alm. Dort, wo der Wald wieder Wiesen mit Rändern aus Büschen und Bäumen weicht müssen wir uns noch einmal links halten, um dann geradewegs zurück nach Gemona zu gelangen.
Stadtmuseum von Palazzo Elti
Erdbeben LAB
Gemona del Friuli
Duomo di Santa Maria Assunta
Chiesa di San Rocco
Castello di Gemona
Chiesa Santa Maria di Fossale
Ehemalige Kirche San Michele - Freskenausstellung
Stadtmuseum Palazzo Elti
Wegkreuz
Kapelle "Il Redentore" am Gipfel des Cuarnan
Öffentliche Verkehrsmittel
mit Bahn und Bus erreichbar
Von Norden: Mit den Fernzügen (Ziel Venedig) dreimal täglich direkt von Wien bis Tarvisio Boscoverde/Villach, von Salzburg meist mit Umstieg in Villach. Von dort direkt in einer Stunde mit dem Regionalzug nach Udine/Triest bis zur Haltestelle Gemona del Friuli. Somit aus Kärnten sehr leicht erreichbar.
Von Süden: Aus Richtung Verona/Venedig bis Udine und von dort eine halbe Stunde mit dem Regionalzug nach Tarvisio Boscoverde/Villach bis zur Haltestelle Gemona del Friuli. Von Triest direkt mit diesem Zug.
Anfahrt
Auf der A23/E55 bis zur Abfahrt Gemona.
Parken
Mitten in Gemona und nur eine Minute vom Ausgangspunkt entfernt, unterhalb des Piazza del Ferro, gibt es eine zweistöckige Parkgarage.
Koordinaten
Kartenempfehlungen des Autors
Tabacco-Karte 020, Prealpi del Gemonese, Colli morenici del Friuli. 1:25.000
Buchtipps für die Region
Ausrüstung
Festes Schuhwerk
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

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