Die Besteigung des höchsten Gipfels des Böhmischen Mittelgebirges bietet zu jeder Jahreszeit eindrucksvolle Naturerlebnisse. Durch die exponierte Lage des kegelförmigen Berges herrschen hier teils extreme Wetter- und Windverhältnisse. Aufgrund häufiger Gewitter nannte man ihn früher auch den »Donnersberg«. Seit 1905 steht auf dem weithin sichtbaren Gipfel das erste meteorologische Berg-Observatorium Böhmens, dessen Aussichtsturm einen grandiosen Rundblick bietet. Unsere weniger stark frequentierte Halbtagswanderung durch hügelige Wiesen und Wälder nördlich des Berges bringt uns nach Bílka und Černčice, wo wir ein Stück auf dem 2002 angelegten Freundschaftsweg gehen. Ihn säumen Skulpturen aus grünlichem »Anröchter Kalksandstein«, die von Bildhauern aus Tschechien und Deutschland erschaffen wurden. Der Milleschauer (Milešovka) wartet je nach Ausrichtung mit sehr unterschiedlichen Waldbildern auf. Unsere Wanderung führt durch alten Buchenwald mit knorrigen Wurzeln. Weiter oben beeindrucken zahlreiche mehrstämmige Linden. Am trockenen Südhang, durch den eine Abstiegsalternative führt, krallen sich hingegen kräftige Eichen in den von Gräsern bewachsenen Hangschutt. Das beliebte Ausflugsziel wurde zum Schutz der vielfältigen, lokal sehr unterschiedlichen Tier- und Pflanzenwelt als Nationales Naturreservat ausgewiesen.
Am Wanderwegweiser an der Einfahrt zur Parkmöglichkeit an der Landstraße 8 nehmen wir den grün markierten Wanderweg nach Bílka und Černčice. Gleich zu Beginn sind die Markierungen etwas schwer zu erkennen. Nach 150 m halten wir uns daher etwas links und bleiben zunächst noch am linken Wiesenrand, um dann der Fahrspur geradeaus über die Wiese zu folgen, die oben in ein Wäldchen hineinführt. Danach ist der Weg leicht zu finden und wir erreichen nach 40 Min. das Dörfchen Bílka. Hinter der neuen Wenzelskapelle geht es links weiter. Bald zweigt von der schmalen Straße links ein Feldweg ab, der uns vorbei an sechs modernen Kunstwerken vorbei in einer halben Stunde nach Černčice führt. An der Kapelle biegen wir scharf links ab und laufen auf der Straße etwa 150 m bis zu einem Abzweig. Hier wechseln wir links auf die blaue Markierung, die uns über den Gipfel leiten wird. Es geht nun etwas über eine Stunde lang stetig bergan. Je höher wir in der westlichen Bergflanke aufsteigen, desto steiniger
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