Einsam und steil sind die Berge zwischen Velké Březno und Zubrnice. Es dominiert ein alter Buchenmischwald, der durchsetzt ist mit Linden, Hainbuchen, Eichen und Ahornbäumen. Besonders schön ist es hier, wenn der Herbst die Landschaft in bunte Farben taucht. Bizarre Felsformationen und eine vielfältige Flora und Fauna warten im Naturschutzgebiet am Magnetovec auf uns. Das Gestein enthält viel Magnetit, welches die Kompassnadel ablenken kann. Ein 8 Meter hoher Felsturm, einem steinernen Pilz (»Skalní hřib«) gleichend, entstand vor Jahrmillionen durch zwei übereinander liegende Lavaströme. Weil der untere Teil poröser ist, verwitterte dieser schneller als das festere Gestein des Gipfelkopfes, welches heute den »Pilzhut« bildet.
Auf einem schmalen Wald- und Felsensteig über einen lang gezogenen Bergkamm geht es ins hübsche Berg- und Museumsdorf Zubrnice, das aufgrund seiner alten Häuser und Mühlen in volkstümlicher Architektur unter Denkmalschutz steht. Es wurden hierher sogar schützenswerte Gebäude aus bedrohten Orten des Umlandes überführt. Das Gebäudeensemble des Museums zeigt das Wohnen, die Kultur und die Verbindung der einstigen Bewohner mit der Sudetenlandschaft, aber auch den kulturellen Wandel, der hier nach dem Zweiten Weltkrieg stattgefunden hat. Neben der barocken Maria-Magdalena-Kirche und dem Barock-Brunnen, die aus dem 17. Jh. stammen, gibt es am Dorfrand ein kleines Eisenbahnmuseum im Bahnhof Zubrnice (Saubernitz), von wo aus uns die saisonal fahrende Museumsbahn »Zubrnický motoráček« zum Startpunkt unserer Streckentour zurückbringt.
An der Bahnstation Velké Březno nehmen wir den Schotterweg entlang der Bahngleise (alternativ den etwas längeren, grün markierten Weg entlang der Hauptstraße). An der Bahnschranke überqueren wir die Gleise nach links. Dahinter biegen wir links in eine enge Straße ein. Wir folgen der grünen Markierung, die uns etwa zwei Drittel der Tour leiten wird. Es geht ein Stück an der Bahnlinie entlang, durch eine Siedlung und auf einem hohlwegartigen Forstweg in den Wald. Nach einem halbstündigen steilen Anstieg erreichen wir eine scharfe Rechtskurve, die uns um einen Bergsporn herumführt und kurz darauf auf einen größeren ebenen Platz trifft. Auf dem Bergsporn etwa 100 m rechts unseres Standortes befand sich im Mittelalter eine einfache Burgwarte, von der heute nur noch ein flacher Erdwall und ein Graben dahinter zeugen. Wir folgen dem Forstweg noch einige Minuten weiter. Dann heißt es aufpassen, denn der Abzweig des markierten Wanderpfades nach rechts ist leicht zu übersehen. Nun geht es
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