Saas-Fee liegt in einem fantastischen Kessel unter dem Kranz beeindruckender Viertausender der Mischabel-Kette. Gewaltig sind die Eis- und Felsflanken von Dom und Täschhorn, die in einem Zug mit über 2500 m Höhendifferenz bis zum Talboden hinabziehen. Flankiert werden diese von Allalinhorn und Alphubel auf der linken, und Lenzspitze und Nadelhorn auf der rechten Seite, ebenfalls alles »gestandene« Viertausender. Unser Ziel ist eine besondere Aussichtloge über dem Ort, wobei dann die Viertausender der Weissmiesgruppe auf der gegenüberliegenden Talseite das Panorama vervollständigen. Bis Hannig kann man auch eine Seilbahn nutzen und sich über 500 Hm ersparen. Andererseits ist aber auch der Fußanstieg durch den sonnendurchfluteten Lärchenwald sehr schön zu gehen – wer genügend Kondition hat, sollte sich diesen Teil nicht entgehen lassen. Im Bereich Hannig – Mällig hat es auch einen größeren Steinbock-Bestand, recht häufig gehen die nicht scheuen Tiere direkt am Weg ihrer Tagesbeschäftigung nach: Ruhen, Rücken-Kratzen, Grünzeug-Naschen, Steine-Schlecken ...! Interessant ist auch der hier vorgeschlagene Rückweg: nach dem Abstieg in einen wilden Kessel kommen wir an den Höhenweg von Grächen. Der Querweg zurück nach Saas-Fee führt uns durch einen märchenhaft flechtenbehangenen Bergwald.
Vom Postauto-Halt am Eingang von Saas-Fee nehmen wir den Weg durch den Ort bis zur Kirche. Dort biegen wir nach rechts ab und gehen bergwärts an den obersten Häusern vorbei zum Waldrand (Abzweig zur Mischabelhütte). Wir folgen dem Ziehweg, der nun in zwei weiten Serpentinen zum Café Alpenblick führt und gehen den als »Sonnenweg« bezeichneten Weg in mehreren Kehren aufwärts zur Bergstation Hannig. Das freie Gelände ermöglicht uns dabei eine schöne Aussicht über das obere Saastal. Gleich hinter der Station zweigt unser Bergweg nach links ab, er leitet in weiten Kehren, anfangs durch Lawinenverbauungen, höher, um dann bald zwischen einigen felsigen Absätzen durchschlängelnd zum Absatz Mällig zu führen. Obwohl es anschließend noch ein paar Meter höher geht, ist dieser Ort hier der ideale Rastplatz mit Tiefblicken nach Saas-Fee und Aussicht auf den Reigen der Viertausender rundherum. Nach einem kleinen Zwischenabstieg zieht dann in eher geringer Steigung der restliche Anstieg zum Gibidum
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