Kleiner Solstein, Großer Solstein
Eine Verbindung von der Neuen Magdeburger Hütte zum Solsteinhaus kann nicht nur über den Zirler Schützensteig, sondern auch über die Gipfel, namentlich den Großen Solstein, erfolgen. Seine massige Gestalt sticht schon drunten im Inntal ins Auge; neben einem etwas kantigeren Felsaufbau, der den Namen Kleiner Solstein trägt, obwohl es sich dabei tatsächlich sogar um den Höheren handelt. Einen solch tollen Logenplatz inmitten der schroffen Nordkette gewinnt man als Normalwanderer gewiss nicht alle Tage! Diese Zwei-Gipfel-Tour wird gestandene Alpinwanderer, die auch vor abschüssigem Schrofengelände und einigen Kraxelpassagen nicht zurückschrecken, begeistern. Dabei geht es schon bald nach Aufbruch am Höttinger Schützensteig zünftig los.
Von der Neuen Magdeburger Hütte, 1637 m, orientieren wir uns über die Böden ostwärts zum Höttinger Schützensteig. Nach moderatem Beginn wird es am sogenannten Gatterl bereits ernst. Kurz absteigend nähert man sich einer mächtigen Felsbarriere über grabendurchzogenen Abbrüchen. An deren Sockel auf steilem Schutt- und Schrofensteig nun diagonal bergauf, zwischendurch auch mal mit etwas Händeunterstützung. Quer durch eine trichterartige Hangeinbuchtung treten vermehrt Drahtseile auf, bevor man etwas höher um ein exponiertes Eck herum in leichteres Gelände gelangt. In Kürze knickt die Route deutlich nach links ab und gewinnt auf grasbewachsenem Untergrund den sattelartigen Absatz hinter P. 2245, wo wir Einblick ins »Weite Tal« erhaschen. Links haltend weiter zur harmlosen Abdachung der Waidböden, die jetzt nur noch mäßig steil zur weitläufigen Kammhöhe zwischen beiden Solsteinen aufschließt, ca. 2480 m. Hier rechts und mit etwas Höhenverlust zu etwas ausgesetzten Bänderquerungen. In
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Autor
Mark Zahel
Mark Zahel hat als fleißiger Wanderer und Bergsteiger bisher mehr als 3000 Tage auf Alpentouren verbracht und schöpft aus dieser Passion seit über 20 Jahren eine intensive publizistische Tätigkeit. Die Liste seiner Buchveröffentlichungen umfasst inzwischen rund 80 Titel – in jüngster Zeit sind auch einige Wanderführer über norddeutsche Regionen hinzugekommen. Seine Kenntnisse reichen über weite Teile des Alpenbogens, besonders häufig aber ist er in dem breiten Streifen zwischen Bayern und Südtirol unterwegs. Zahel vergleicht seine Erkundungen gern mit einem Puzzlespiel, dem immer wieder neue Teile hinzugefügt werden, ohne dass es jemals »vollendet« werden könnte oder sollte. So bleibt die persönliche Entdeckungslust ungebrochen, während sich das »Gesamtbild« nach und nach immer detailreicher herausschärft.

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