»Torfhaus – Brocken – Königshütte«: Auch wenn es mittlerweile offiziell eine Variante gibt, die den Brocken umgeht – den höchsten und weitaus bekanntesten Berg des Harzes wollen die meisten Hexenstieg-Wanderer nicht versäumen. Beim Start in Torfhaus steht er schon mächtig im Blickfeld; über den klassischen Goetheweg lässt sich sein Gipfel binnen zwei bis zweieinhalb Stunden erreichen. Streckenmäßig ist dies allerdings erst ein Drittel der Etappe, die anschließend in Grundrichtung Südost fortgesetzt wird. Oberhalb von Schierke locken zwei aussichtsreiche Klippen zum Seitensprung: Ahrensklint und Trudenstein. Ein kleiner Schlenker lohnt sich auch vor Drei Annen Hohne, indem wir das Natur-Erlebniszentrum am Hohnehof »mitnehmen«. Beim Königshütter Wasserfall sind wir dann so gut wie am Ziel.
Wo in Torfhaus die Straße nach Altenau abzweigt, schlagen wir gegenüber den Hexenstieg ein und landen damit in Kürze auch auf dem Goetheweg. Ein kleines Extra können wir uns mit dem Bohlenweg durchs wollgrasbestandene Große Torfhausmoor gönnen. Schön schlängelt sich der Goetheweg am Abbegraben entlang und verbindet sich kurzzeitig mit dem Kaiserweg. Dieser schert dann allerdings nach rechts aus, während wir über den Quitschenberg allmählich zum Eckersprung vorankommen und kurz darauf den Grenzweg aufnehmen. Ein steileres Stück bringt uns hinauf zur Schmalspurtrasse der Brockenbahn, die nun auf rund zwei Kilometern unmittelbar begleitet wird. Derweil öffnet sich schon mal die Aussicht über den Westharz. Bei P. 1028 stoßen wir auf die Brockenstraße und bewältigen auf dieser den Schlussanstieg – über die sogenannte Knochenbrecherkurve und mit einem langgezogenen Linksbogen hinauf zum Gipfelkomplex und dem Felsen am höchsten Punkt des Brockens, 1141 m.Im Abstieg verfolgen wir die
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Autor
Mark Zahel
Mark Zahel hat als fleißiger Wanderer und Bergsteiger bisher mehr als 3000 Tage auf Alpentouren verbracht und schöpft aus dieser Passion seit über 20 Jahren eine intensive publizistische Tätigkeit. Die Liste seiner Buchveröffentlichungen umfasst inzwischen rund 80 Titel – in jüngster Zeit sind auch einige Wanderführer über norddeutsche Regionen hinzugekommen. Seine Kenntnisse reichen über weite Teile des Alpenbogens, besonders häufig aber ist er in dem breiten Streifen zwischen Bayern und Südtirol unterwegs. Zahel vergleicht seine Erkundungen gern mit einem Puzzlespiel, dem immer wieder neue Teile hinzugefügt werden, ohne dass es jemals »vollendet« werden könnte oder sollte. So bleibt die persönliche Entdeckungslust ungebrochen, während sich das »Gesamtbild« nach und nach immer detailreicher herausschärft.

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