Dazu gehören Blicke ins Gelbachtal von den Höhen, von Abschnitten des GelbACHTrails, die auf „Balkonen“ verlaufen oder auch auf Pfaden durch die Talaue. Ein erhabenes Gefühl ist es, fast am Ende des GelbACHTrails über das Lahntal mit Obernhof und seinen Weinhängen zu blicken.
Autorentipp
Besuch der "Alten Brauerei" in Isselbach (geöffnet Mi, Do, Fr und Sa ab 17:30 Uhr und So 11:30 - 22:00 Uhr)
Einkehr in den Weinorten Weinähr oder Obernhof
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Weitere Infos und Links
Gut zu wissen für den GelbACHTrailImmer wieder sind Abschnitte des GelbACHTrails auch als Radwanderweg ausgeschildert. Hier ist gegenseitige Rücksichtnahme gefragt!
An heißen Sommertagen empfiehlt es sich, früh zu starten, denn dann läufst Du auf den Osthängen des Gelbachtals lange im wohltuenden Schatten.
Festes Schuhwerk ist ratsam, denn teilweise sind kurze anspruchsvolle Passagen zu meistern.
Nimm Rucksackverpflegung und vor allem genügend Getränke mit! Es gibt kaum Möglichkeiten, sich unterwegs zu versorgen oder einzukehren.
Den gesamten GelbACHTrail an einem Tag zu gehen, wäre eine recht sportliche Leistung. Für mehr Genuss und ACHTsamkeit für die schönen und interessanten Dinge am Wegesrand wäre eine Zweiteilung sinnvoll. Als Orte für eine Halbierung der Strecke bieten sich Isselbach oder Kirchähr an, wo jeweils der GelbACHTrail im Tal und nahe der Landstraße verläuft.
Organisiere bei der Planung der Wanderung unbedingt auch schon die Rückkehr zum Auto, denn der ÖPNV im Gelbachtal ist suboptimal. Wenn Du den Rücktransport zum Ausgangspunkt Deiner Wanderung nicht mit dem eigenen PKW organisieren möchtest, kannst Du einen Transfer auch mit einem ansässigen Taxiunternehmen planen.
Folgende Taxiunternehmen können Dich zum Ausgangspunkt zurückbringen:
Taxi Kespe, Telefon: 02602 / 3404, Mail: info@taxi-kespe.de, www.taxi-kespe.de
Taxi Nebbi, Telefon: 0171 / 5608550, Mail: taxi-nebbi@gmx.de, www.taxi-nebbi.de
Taxi Nuss, Telefon: 02602 / 999 333 1, Mail: taxi-nuss@t-online.de, www.taxi-nuss.de
Taxi Selker, Telefon: 02602 / 3548, Mail: info@taxi-montabaur.com, www.taxi-montabaur.com
Preisbeispiel: Transfer von Isselbach zurück nach Montabaur für 2 Personen ab 25,50 €
Bitte plane bei Deinen Überlegungen die Anfahrtszeiten der Taxiunternehmen aus Montabaur bis zu Deinem Zielpunkt mit ein!
Das Gelbachtal auf einen Blick - findet Du unter diesem Link: www.gelbachtal.info
Wegbeschreibung
Am ganz jungen Gelbach steigst Du in den neuen Trail ein. Er entsteht durch den Zusammenfluss von Aubach und Stadtbach zu Füßen der historischen Altstadt von Montabaur. Weiter im Laufe des Tals erhält er Verstärkung durch zahlreiche kleine Bäche und mündet schließlich westlich von Obernhof in die Lahn. Oft wanderst Du mit beruhigendem Plätschern im Ohr durch das Tal!
Am Anfang des GelbACHTrails gehört er zu einem Bündel von ausgeschilderten Wegen. Da läufst Du gleichzeitig auf dem Themenweg „Montabäurer Mären – Sagenhafter Westerwald“, wo Dich König Taborein begrüßt. Beim ersten Abbiegen kommt der Stationsweg nach Wirzenborn hinzu, der in Stein gemeißelt Szenen aus dem Leben Christi darstellt. Dass Du mit diesem Anstieg bereits einen parallel verlaufenden Radwanderweg wieder verlassen kannst, wird Dich sicherlich freuen! Auf der Höhe kommst Du dann an der ehemaligen Burganlage auf dem Geiersberg vorbei, steigst abwärts und wechselst auf die rechte Talseite. Oberhalb von Reckenthal bietet sich ein guter Fernblick auf das gelbe Schloss von Montabaur. Genieße ihn von einer Wanderliege aus! Auf dem weiteren Weg rund um Reckenthal stößt Du immer wieder auf hölzerne Skulpturen.
Von Reckenthal nach Kirchähr
Die Wüstung Sespenrod ist die nächste Attraktion, die man aber gar nicht sehen kann! Unter Wüstung versteht man ein verlassenes Dorf. Es kam in früheren Zeiten immer wieder vor, dass eine Siedlung aufgegeben werden musste, weil z. B. die Bevölkerung an einer Seuche gestorben war. In Sespenrod haben die Einwohner jedoch gesund ihr Dorf verlassen. Den Grund verrät die Infotafel!
Nach der Wüstung Sespenrod steigst Du durch Wald aufwärts und gelangst auf eine Rodungsinsel. Im Mittelalter musste die Bevölkerung im Westerwald immer erst Teile des Walds roden, der ursprünglich das gesamte Mittelgebirge bedeckte, wenn man Dörfer, aber auch Äcker, Weiden und Wiesen anlegen wollte. Das kann man auf diesem Abschnitt heute noch gut erkennen. Wie eine typische Auenlandschaft aussieht, in der es für den Wald zu feucht ist, zeigt der GelbACHTrail rund um Isselbach. Auf einem Trampelpfad geht es mitten durch die Wiese, später windet sich seine Fortsetzung mehr am Rand der Aue entlang. Dabei bekommst Du einen Eindruck davon, wie die originale Pflanzenwelt in einem Feuchtgebiet aussieht, wenn es nicht vollständig durch Entwässerungsgräben trockengelegt wurde. Von Giershausen bis Kirchähr wanderst Du weiter am Rand der Talaue.
Von Kirchähr zum Eschenauerberg
Zu den traditionellen Bauweisen in Waldregionen gehört die Fachwerkarchitektur, wie Du es in Kirchähr auf dem rechten Ufer des Gelbachs sehen kannst. Dieses schöne Beispiel zeigt, dass man die Hölzer nicht nur in der geraden Form verwendete – den Sinn für Dekoratives hat man mit den geschwungenen Streben und ihren Nasen auch ausleben können.
Von Kirchähr aus verläuft der GelbACHTrail am Übergang von Talaue zum bewaldeten Hang mal entlang der Wiesen, mal mehr oder weniger auf gleicher Höhe durch den unteren Waldbereich. Es ist ein entspanntes Gehen, das oft vom Bachplätschern begleitet wird. Welche Kraft das Wasser hat, kannst Du kurz vor Dies am Bachlauf sehen: Hier strömt der Gelbach auf einen kleinen Abhang in der Talaue und ist dabei, hier eine kleine senkrechte Wand zu schaffen. In dem steilen Ufer haben Eisvögel Bruthöhlen angelegt. An Dies (auf der anderen Talseite) vorbei führt der Weg durch einen steileren Hang zur Bruchhäusermühle. Wassermühlen gehören, seit Menschen diese Landschaft besiedeln und nutzen, zum Wirtschaftsleben dazu. Schließlich musste das Getreide gemahlen werden. Nach der anschließenden großen Schleife des Gelbachs geht es steil den Hang hoch, um dann den Eschenauerberg zu umrunden.
Vom Eschenauerberg nach Obernhof
Vom 17. Jh. bis 1955 gab es Bergbau im Gelbachtal. Eisen, Blei und Silber wurden hier gewonnen. Was den Bewohnern einen gewissen Wohlstand brachte, schadete der Natur – vor allem dem Wald – sehr. Es wurde viel Holz für die Produktion von Holzkohle und die Verhüttung der Erze gebraucht. Anstelle des heute ausgedehnten Buchenwalds prägte in jener Zeit eine baumarme Heidelandschaft das Gelbachtal.
Beim allmählichen Abstieg vom Eschenauerberg leuchtet an einem sonnigen Tag vor Dir plötzlich eine silbrig glänzende Fläche auf, die sich den Hang hinunterzieht. Es ist eine ausgedehnte Halde mit Bruchstücken von Schiefer. Sie lässt erahnen, dass hier im unteren Gelbachtal einst Bergbau betrieben wurde. Vorsicht beim Abstieg über die Halde! Weiter im Tal stößt Du auf den Otto-Wolff-Stollen. Die unterste Sohle dieses Bergwerks liegt 750 m unter dem Meeresspiegel. 1952 wurde die Grube stillgelegt und inzwischen haben verschiedene Fledermausarten hier ihr optimales Zuhause gefunden. Von hier aus wartet auf Dich der allerletzte Anstieg des GelbACHTrails. Er belohnt Dich mit einem wunderschönen Blick ins Lahntal, über Obernhof und seinen Weinhang – und als Zugabe ist noch das Kloster Arnstein gegenüber auf einer Bergspitze zu sehen.
Obernhof und der Wein
Die Anfänge des Weinbaus an der Lahn und am Gelbach sind mit dem Kloster Arnstein verbunden. Vor mehr als 850 Jahren erkannten zwei Brüder die Gunst des Lahntals und begaben sich vermutlich zu ihren Berufskollegen ins Burgund, um dort den Weinanbau zu lernen. Die ersten Spätburgunderrebstöcke brachten sie natürlich gleich mit.
Der Abstieg vom Panoramablick über Obernhof macht Lust, sich intensiver mit dem Lahnwein zu beschäftigen. Obernhof und Weinähr im Gelbachtal bilden gemeinsam die Großlage Obernhofer Lahntal, das als einziges Weinbaugebiet an der Lahn wiederum zum Weinbaugebiet Mittelrhein gehört. Auf den 15 ha der Lagen Obernhofer Goetheberg und Weinährer Giebelhöll kultiviert man vorrangig Spätburgunder, Müller-Thurgau und natürlich den Riesling. Fünf Winzer sind hier aktiv. Jeder Ort besitzt auch einen Bürgerweinberg, der vom Verein „geweinschaft“ gepflegt wird. Hierbei geht es nicht nur um die alte Weinkultur, sondern auch um ihre Zukunft. Nachhaltigkeit sowie umweltschonender Anbau sind Themen und neue Sorten, wie Cabernet Cortis und Sauviginier gris, bekommen eine Chance. Auf dem Lahnweinstieg erfährt man vieles zum Weinbau an Lahn und Gelbach.
Öffentliche Verkehrsmittel
mit Bahn und Bus erreichbar
Ausgangspunkte mit Bahn und Bus erreichbar
An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Montabaur. Zur Verfügung stehen Zug (Regionalzüge sowie ICE), evtl. Fernbus und Regionalbus.
An- und Abreise nach Obernhof mit der Lahntalbahn. DBahn.de
Leider ist das Gelbachtal selbst nicht gut in den ÖPNV eingebunden. Daher empfehlen wir allen, die mit dem Auto anreisen, die Rückfahrtfahrt zum Parkplatz mit einem Taxi zu organisieren.
Folgende Taxiunternehmen übernehmen den Transfer zum Ausgangspunkt zurück:
Taxi Selker | Telefon: 02602 / 3548,info@taxi-montabaur.com | www.taxi-montabaur.com
Taxi Kespe | Telefon: 02602-3404,info@taxi-kespe.de | www.taxi-kespe.de
Taxi Nebbi | Telefon: 0171-5608550, taxi-nebbi@gmx.de | www.taxi-nebbi.de
Taxi Nuss | Telefon: 02602-999 3331,taxi-nuss@t-online.de | www.taxi-nuss.de
Preisbeispiel: Transfer von Isselbach zurück nach Montabaurfür 2 Personen ab 25,50 €
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Anfahrt
Aus der Innenstadt von Montabaur kommend, der "Wirzenborner Strasse" = L313 folgen. Auf der rechten Straßenseite (vor der Brücke, die die Straße überquert) ist der Friedhofsparkplatz, der Startpunkt der Tour ist.
Montabaur: von Süden oder Norden kommend - über die B49, ausgeschilderter Ausfahrt "Gelbachtal" folgen. An der Kreuzung am Ende der Straße nach links auf die L313 abbiegen - Parkplatz nach der Brücke, die die Straße überquert, auf der linken Seite.
Anfahrt nach Obernhof über die B417 (Lahntalstraße) - Ausschilderung Bahnhof folgen (auf der anderen Lahnseite)
Anfahrt nach Weinähr über die B417 (Lahntalstraße), aus Rtg. Lahnstein kommend am Campingplatz bzw. vor Burg Langenau links auf die L325 abbiegen. Aus Richtung Obernhof kommend, nach Burg Langenau rechts auf die L325 abbiegen. Der Wanderparkplatz ist am nördlichen Ortsausgang links.
Parken
Parkplatz am Friedhof Montabaur
Parkplatz in Weinähr oder Bahnhofsvorplatz in Obernhof
Parkmöglichkeiten für "Seiteneinsteiger" auf allen Wanderparkplätzen entlang der Strecke
Alle Parkplätze sind kostenlos.
Koordinaten
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Der GelbACHTrail und seine ACHT Schleifen Download hier
Das Gelbachtal auf einen Blick - findet sich unter diesem Link: www.gelbachtal.info
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