Als kleinster Ort des Böhmischen Bäderdreiecks neben Karlsbad und Marienbad verfügt auch Franzensbad über ein größeres Kurviertel mit zahlreichen Jugendstilhäusern und teils weit verteilten mineralreichen Quellen im ausladenden Kurpark.
Auf dieser Runde durchqueren wir die im Süden um die kleine Stadt liegenden Kur- und Parkanlagen und besuchen auch das bei Wasservögeln sehr beliebte Gebiet Amerika mit seinen zahlreichen Seen und Teichen.
Die Tour führt oft über befestigte Wege in den Parkanlagen, zum Großteil auch asphaltiert. Am See Amerika folgen wir einer kleinen Straße, dort herrscht auch sporadischer Autoverkehr.
Autorentipp
Die Tour berührt zahlreiche Quellstellen im Kurpark von Franzensbad. Das Wasser schmeckt teils sehr mineralisch/metallisch, teils auch recht salzig. Durch den teilweise hohen Glaubersalzgehalt ist Achtsamkeit geboten. Ausschlaggebend ist der angegebene SO4-Gehalt, bei Werten über 1.000 sollte man Vorsicht walten lassen.
Daneben finden sich neben dem Weg im Bereich des Kurviertel zahlreiche öffentlich zugängliche Cafés in den umliegenden Hotels, am See Amerika ist über einen kleinen Abstecher eine Art Kiosk/Bistro am Campingplatz erreichbar.
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Sicherheitshinweise
Vorsicht beim Queren von Straßen, auch speziell in der Bahnunterführung (hier gibt es keinen Gehweg, man muß auf der Straße laufen) und entlang des Sees Amerika (die kleine Straße kann von Autos befahren werden)Wegbeschreibung
Von der Bushaltestelle mit ihrem markanten Häuschen mit großem Dach und Uhr biegen wir an der Parkecke links in die Straße Ruská ein und folgen ihr am Theaterbau Divadlo Boženy Němcové vorbei. An den Laternen ist unser erstes Wanderzeichen, ein grünes Herz, bereits zu finden. Weiter der Straße folgend um einen leichten Linksbogen erreichen wir die Bahnlinie. An der Engstelle unter den beiden Brücken müssen wir uns kurz über die Fahrbahn schleichen. Direkt nach der Unterführung biegen wir halbrechts in einen asphaltierten Fußweg ab, welcher in den Wald hineinführt.
Nach wenigen hundert Metern taucht links des Weges ein Waldaltar auf, kurz danach erreichen wir ein kleines Schlößchen. Es wird als Boutique-Hotel geführt, im Sommer ist zu bestimmten Zeiten auch ein Café vorhanden. Weiter unserer zuverlässigen Markierung folgend kommen wir nach einer weiteren Waldpassage an einen Bahnübergang, queren das Gleis und gehen dahinter links weiter. Kurz danach wird eine kleine Straße gequert und der Fußweg schwenkt leicht rechts in die Zufahrt zur Nataliequelle ein, wo ein großer Quellpavillon gebaut wurde. Dieser ist leider verschlossen, rechts der Hauptrotunde ist ein Durchgang offen in den Innenhof, die Quelle findet man links an der Hauswand als einfachen Brunnen.
(Von der Nataliequelle ist noch die Sofienquelle erreichbar. Man geht dazu vor dem Durchgang in den Innenhof links am Gebäude entlang und findet an der Kurve des Waldwegs einen links abzweigenden Holzbohlenweg, der durch das moorige Gebiet bis zur 400 m entfernten Quelle führt)
Wir folgen dem Weg vom Pavillon weg und überqueren einen Bach. Links ist ein kleiner See zu sehen, wir gehen rechts weiter und folgen dem asphaltierten Weg entlang des Baches. Beiderseits des Weges tauchen die Moorabbaugebiete für die Kurpackungen auf, rechts über den Bach steht auch ein alter leicht angerosteter Bagger. Dorthin führt auch eine kleine Lorenbahn, die täglich die Moorpackungen in das zentrale Moorbad transportiert. Unser Weg unterquert eine niedrige Bahnbrücke (für große Wanderer: Achtung Kopf!) und führt in den großen Kurpark hinein.
Rechts des Weges tauchen kleine gemauerte Türmchen mit Blechdach auf. Die zuerst passierte Cartellieri-Quelle ist eingezäunt und kann nicht getrunken werden, sie wird für Bäder genutzt. Kurz danach taucht die gleich aussehende Eisenquelle auf, hier kann über eine Treppe tief unten Wasser gezapft werden. Links im Park sieht man noch einen Holzpavillon stehen, dort findet man zusätzlich noch die Stephansquelle. Kurz hinter der Eisenquelle überquert eine Brücke den Bach, wir wechseln die Seite, überqueren das Gleis der Lorenbahn und gehen schräg links durch den Kurpark weiter. Links an einer Wand finden wir den modernen Brunnentrog der trinkbaren Palliardiquelle, kurz danach taucht links der langgezogene Quellpavillon der Salz- und Wiesenquelle auf. Die beiden Trinkquellen befinden sich in den äußersten Enden des Gebäudes. Wir passieren das alte Saunahäuschen und gehen links in den Kurpark hinein. Rechts vom Weg liegt das prächtige Kaiserbad, heute Spa-Zentrum und Konzertsaal. Unser Weg zieht sich nun geradeaus durch den städtischen Kurpark.
Wenn wir auf der Rückseite der Neuen Kolonnade ankommen, finden wir rechts vom Weg die alte Wettersäule von 1882, die mit Uhr, Barometer, Thermometer und weiteren Informationen ausgestattet ist. Wir trennen uns vom grünen Herz, queren die Neue Kolonnade (Zeit für eine warme Bäderoblate?) und finden dahinter prominent in der Mitte der breiten Kurprachtstraße die Franzensquelle, mit der der Kurbetrieb im Ort startete. Direkt rechts des Quellpavillons findet man zwischen niedrigen Bäumen auch die Statue des kleinen Franticek, des kleinen Patrons der Stadt.
Am nahegelegenen Zebrastreifen überqueren wir die Straße, passieren das Touristikbüro und ein Spiegelkabinett und folgen nun dem roten Herz für unseren weiteren Weg. Im Park halten wir uns mehrfach links und queren beim Fußballstadion wieder den Bach. Direkt hinter der Brücke gehen wir rechts weiter, überqueren einen weiteren Wasserzulauf und halten uns nochmals links. Der Waldweg führt uns nun ein ganzes Stück durch den hier ruhigen Forst, bis wir auf eine Asphaltstraße treffen. Auf dieser gehen wir nach links und kommen nach "Amerika". Hier finden wir einen größeren Spielplatz, links des Weges ist ein Tierpark zu finden, den wir kostenlos besuchen können. Hinter diesen ist auch ein kleines Lokal/Kiosk/Bistro zu finden.
Beim Tierpark gehen wir rechts die Treppe hinauf und folgen dem obigen kleinen Sträßchen entlang des Sees Amerika. Nach einem längeren Stück, wenn die Straße vom See weg in den Wald eintaucht, biegt unsere Markierung rechts ab und führt zwischen einigen kleineren Seen hindurch. Nach einiger Zeit passieren wir die Einfahrt zu einem Campingareal (Jadran) und gehen rechts weiter. Direkt nach der kurz darauf folgenden kleinen Brücke biegen wir links ab und folgen der zuverlässigen Markierung durch den Wald über einige Verzweigungen hinweg, bis wir die überdachte Quelle Glauber II erreichen.
Nach einem weiteren Stück Wald kommen wir bald wieder im Kurpark an, halten auf den Quellpavillon von Glauber I zu und stehen vor dem imposanten Klotz des Harvey Spa Hotels. Hier gehen wir rechts am Gebäude vorbei und biegen an der nächsten Verzweigung links ab. Das Spa Hotel Centrum passierend kommen wir schließlich wieder an der Bushaltestelle an.
Öffentliche Verkehrsmittel
mit Bahn und Bus erreichbar
verschiedene Buslinien vom Busbahnhof Cheb vor dem Hauptbahnhof nach FranzensbadAnfahrt
nach Franzensbad, in der Mitte des Ortes im Bereich des zentralen Stadtparks nach Parkplätzen Ausschau haltenParken
in den Seitenstraßen rings um den zentralen Stadtpark, teilweise kostenpflichtigKoordinaten
Buchtipps für die Region
Ausrüstung
gutes SchuhwerkAbgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

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