Walter Biselli
Schon 1839 entdeckten Naturromantiker den Battert als eine der eindrucksvollsten Felslandschaften des Nordschwarzwaldes. Der mystische Wald mit knorrigen Bäumen und die mit Moos bewachsenen Felsen entsprachen dem idealen Naturbild der Romantik. Moderne Romantiker wandern auf den schon damals angelegten Felsenwegen und dem neuen Naturerlebnispfad im Naturschutzgebiet Battertfelsen. Es wurde zum Bannwald erklärt und wartet mit bis zu 350 Jahre alten Baumriesen auf: Eichen, Buchen, Ahorn und Tannen stehen für den Abwechslungsreichtum des Waldes. Mit ca. 600 Jahren ist die Batterteiche der älteste Baum in Baden-Baden. Sie trotzte dem Orkan Lothar unbeschadet.
Am Westhang des Battertfelsens steht das Alte Schloss (Schloss Hohenbaden), Es wurde als Burg Hohenbaden von den Markgrafen von Baden erbaut und war ihr erster Stammsitz. Von ihm leitet sich der Name des Landes Baden ab.
Grandiose Aussichten bietet auch die Ruine Ebersteinburg (Alt Eberstein) im Baden-Badener Stadtteil Ebersteinburg.
Bei den zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang des Rundweges sollte neben der reinen Gehzeit von ca. drei Stunden noch genügend Muße eingeplant werden.
Tour im Tourenportal des Schwarzwaldvereins:
https://www.schwarzwaldverein-tourenportal.de/de/tour/ebersteinburg-rundweg/14560013/
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Einkehrmöglichkeiten
Naturpark-Wirt Hotel Merkurwald, Restaurant WolpertingerAltes Schloss
Hotel Wolfsschlucht
Burg Café Alt Eberstein
fidelitas im Alten Schloss zu Hohenbaden
Sicherheitshinweise
Der Weg ist ganzjährig gut begehbar, außer bei Eis und Schnee.Weitere Infos und Links
www.altes-schlosshohenbaden.dewww.burg-alteberstein.de und https://burgcafe-alteberstein.de
Restaurant Cafe Wolfsschlucht am Endpunkt: Donnerstags Ruhetag
Restaurant Wolpertinger ist täglich geöffnet.
Wegbeschreibung
Engels- und Teufelskanzel bilden die ersten „Höhepunkte“ der aussichtsreichen Naturwanderung. Einer Sage nach standen sich auf den beiden Felsenplatten der Satan und ein Engel gegenüber, um die Zuhörer wortgewaltig auf jeweils ihre Seite zu ziehen. Wo der Satan predigte steht heute ein Gedenkstein zur Erinnerung an den Besuch Kaiser Wilhelm I während einer seiner zahlreichen Kuraufenthalte in Baden. Auch er genoss den prächtigen Ausblick vom Felsen über die Stadt zum Fremersberg. Ein Steinkreuz wurde auf der Engelskanzel errichtet.
Zurück beim Abzweig lassen wir den breiten Hungerbergweg links liegen und nehmen den schmalen Pfad durch den Eichenwald aufwärts bis zur Engelskanzel. Vom Steinkreuz bietet sich uns ein weiterer Ausblick auf Baden-Baden.
Nach dem Kapffelsen erreichen wir auf dem Furtwänglerweg die in den Fels eingemeißelte Inschrift zum Gedenken an den großen Komponisten und Dirigenten Wilhelm Furtwängler.
An der Kreuzung mit dem breiten Badnerweg halten wir uns halb rechts und biegen dann aufwärts zur Unteren Batterthütte ab. Hier folgen wir dem Unteren Felsenweg Richtung „Altes Schloss“ zu einem Felsen, dessen Inschrift den Forstmeister Alexander Broussel ehrt. Er ließ die ersten Wege und Felsentreppen auf dem Battert errichten. Der naturnah angelegte Untere Felsenweg durch den wilden Bannwald führt am Südhang des Battert mit seinen bis zu 60 Meter hohen bizarren Felswänden und –türmen entlang. In der ca. 55 Meter hohen Falkenwand können wir im Sommer Felsenkletterer beobachten.
Beim Wegweiser „Altes Schloss“ gehen wir weiter geradeaus und erreichen die ehemalige Burg Hohenbaden. Für die Besichtigung der weitläufigen Ruine und der großartigen Aussicht vom Turm sollten wir uns ausreichend Zeit nehmen.
Die Besichtigung der heutigen Burgruine und des Bergfrieds sind kostenlos. Vor dem unteren Schlosstor befindet sich ein großer Rastplatz mit Kiosk, im Innern ein Restaurant. Sehenswert sind der große Burghof und vor allem der Turm mit weiter Aussicht über die Höhen des Schwarzwalds, nach Baden-Baden ins Oostal, auf die Rheinebene und die Vogesen. Beachtenswert ist die 4,10 Meter hohe Windharfe in den Ruinen des Rittersaals. Eine Stauferstele beim Parkplatz erinnert an die Verbindung der Markgrafen zu den Staufern.
Anschließend verlassen wir die Burg durch den oberen Torbogen und folgen dem Oberen Felsenweg steil hinauf zum Pavillon auf der Ritterplatte. Von hier schweift der Blick über das Schloss Hohenbaden hinweg auf Baden-Baden. Die Felsenbrücke und steil aufragende Felsentürme erinnern an das Elbsandsteingebirge der Sächsischen Schweiz. Einen Panoramablick bietet die Falkenwand auf den gegenüber liegenden Berg Merkur, die Badener Höhe, die Ruine Yburg und den Fremersberg mit dem 85 m hohen Fremersbergturm oberhalb von Baden-Baden. Auf dem Battert sind noch Überreste eines um 400 v. Chr. angelegten keltischen Ringwalls erhalten. Seine ca. 800 Meter lange und bis zu einem Meter hohe Mauer ist an den lose aufgesetzten Steinen zu erkennen.
Dem leicht ansteigenden Weg „Auf die Felsen“ folgend, steigen wir nach rechts die Felsentreppe hinauf. zum Naturdenkmal Batterteiche. Kurz darauf haben wir mit der Oberen Batterthütte (560 m ü. NN) den höchsten Punkt der Wanderung erreicht. Auf dem Felsenweg erreichen wir schließlich die Bergwachthütte mit Notrufsäule oberhalb der Falkenwand. Hier treffen wir auf die Felsenkletterer und genießen die umfassende Aussicht.
Auf dem Oberen Felsenweg gehen wir über Stufen abwärts zur Unteren Batterthütte und biegen dort links ab in den breiten Bienenwaldweg Richtung Gemeindezentrum Ebersteinburg, das wir auf dem nach rechts abzweigenden Franzosenweg erreichen. Am Ortseingang Ebersteinburg folgen wir mit Blick auf die Ruine Ebersteinburg der Hilsbrunnenstraße hinauf zur Ebersteinburger Straße und biegen beim ehem. Gasthof „Falk zur Krone“ links ab und gleich wieder rechts in die Brunnenlinde und Rosenstraße hinauf zur Ruine Ebersteinburg (490 m ü. NN).
Weiter geht es auf dem bei der Burg hinzustoßenden Premiumweg „Murgleiter“ Richtung Verbrannter Felsen, Wolfsschlucht an der Umfassungsmauer der Vorburg entlang abwärts zum Halsgraben. Beim Standort „Burgweg“ führt der Panoramaweg wieder aufwärts Richtung „Forsthaus“ zu einem weiteren Aussichtspunkt ins Murgtal. Am Fuß des Schlossbergs entlang kommen wir beim „Forsthaus“ zum östlichen Ortseingang und folgen in einer Spitzkehre dem Waldpfad Richtung „Verbrannter Felsen“ weiter abwärts bis zu einer markanten Felsformation am linken Wegrand. Kurz darauf biegen wir links ab und gehen an den Kleingärten vorbei aufwärts zur Lukashütte beim „Verbrannten Felsen“, den ein weißes Kreuz ziert. Dort öffnet sich eines der schönsten Murgtalpanoramen.
Auf dem Fußweg zur Wolfsschlucht steht einer Bank mit dem Gedenkstein für Dr. Otto von Löwenstein. Schließlich steigen wir beim Wegweiser „Wolfsschluchtfussweg“ nach links in die malerische Wolfsschlucht hinab und queren sie über einen Holzsteg. Die Tafel an einem Felsen berichtet über die Wolfsschluchtsage. Am Ende der kleinen Schlucht zeigt der Wegweiser bereits zum Hotel Wolfsschlucht (mit Einkehrmöglichkeit) direkt am Ausgangspunkt des Ebersteinburg-Rundwanderweges beim Wanderparkplatz.
Naturpark-Wirt Hotel Merkurwald, Restaurant Wolpertinger
Wanderparkplatz Wolfsschlucht
Parkplatz Wolfsschlucht
Denkmal an der Teufelskanzel
Teufelskanzel
Engelskanzel
Kapffelsen
Furtwängler Gedenktafel
Badnerweg
Untere Batterthütte
Broussel Gedenktafel
Felsplateau
Felsenbrücke
Daubenhauerweg
Altes Schloss
Ritterplatte
Batterteiche
Obere Batterthütte
Battert
Bergwachthütte
Gemeindezentrum Ebersteinburg
Ruine Ebersteinburg
Burgweg
Blick ins Murgtal
Forsthaus
Lukashütte
Verbrannter Felsen
Wolfsschluchtfussweg
Wolfsschlucht
Wolfsschlucht
Parkplatz am Wolfsschluchtweg
Hotel Wolfsschlucht
Gasthaus Wolfsschlucht
Ruine Ebersteinburg
Burg Café Alt Eberstein
fidelitas im Alten Schloss zu Hohenbaden
Öffentliche Verkehrsmittel
mit Bahn und Bus erreichbar
Mit der Bahn bis zum Bahnhof Baden-Baden Oos und weiter
- mit Bus Linien 201 bis Baden-Baden Leopoldsplatz und 214
- mit Linie 244 direkt
zur Haltestelle Ebersteinburg Wolfsschlucht
Fahrplanauskunft:
Nahverkehr Baden-Württemberg: Deutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de
Anfahrt
Anfahrt nach Rotenbachtalstraße 45, 76530 Baden-BadenParken
Wanderparkplatz Wolfsschlucht in EbersteinburgKoordinaten
Kartenempfehlungen des Autors
Wanderkarte des Schwarzwaldvereins 1:25 000, Baden-Baden (W225). ISBN 978-3-86398-451-9.
Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg
Buchtipps für die Region
Ausrüstung
Feste Wanderschuhe mit gutem Profil sind für die Begehung der Felsenwege und Wurzelpfade erforderlich.Von Menschen erstellt
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

Nutzerfragen
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