Die hier beschriebene Route zum Végay-Wasserfall ist schwer zu finden. Wer nur einen Sparziergang machen möchte, sollte den Rückweg auch als Hinweg verwenden.
Aus der Ferne betrachtet, etwa vom Aufstieg auf den Mont Saint Martin aus, wirkt der Wasserfall von Végay sehr imposant. Um ihn allerdings auch aus nächster Nähe ungestört betrachten zu können, muss man eine ziemlich abenteuerliche Kraxelei in Kauf nehmen, die sicher nicht jedermanns Geschmack ist. Dazu passt es dann auch, dass man für den vorgeschlagenen Hinweg einiges an Spürsinn braucht, da die hier beschriebene Route im zweiten Teil nicht mehr gepflegt wird und von einer Hangrutschung unterbrochen ist. Der Besuch beim Wasserfall von Végay kann somit zu einem echten Abenteuer werden.
Aus mittlerer Distanz sehr gut zu betrachten ist der Wasserfall allerdings von der gepflegten Abstiegsroute aus, die auch markiert ist. Wer keine Lust auf eine glitschige Furt sowie rutschige Erdhänge hat, der kann auch nur auf diesem Weg wandern und trotzdem einen schönen Blick auf die Cascade de Végay genießen.
Autorentipp
Die Halbtagestour zum Wasserfall kann man gut mit einer Besteigung der Cime de la Cacia kombinieren
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.
Wegearten
Sicherheitshinweise
Der hier beschriebene Hinweg zur Cascade de Végay wird offensichtlich nicht mehr gepflegt und ist an einigen Stellen abgerutscht. Bei den entsprechenden Hangquerungen ist entsprechend große Vorsicht geboten.
Wirklich heikel ist eine direkte Annäherung an den Wasserfall von der Furt an seinem Fuße aus, um ihn möglichst gut zu sehen. Das Gelände ist steil und extrem rutschig, man sollte dort also extrem vorsichtig sein
Weitere Infos und Links
Wegbeschreibung
In Aiglun folgt man dem Wegweiser „Végay“ und geht steil bergab zunächst über Steintreppen, dann auf einem Steinweg bis zu einem Güterweg, den man überquert und dahinter auf einen Ziehweg weiter absteigt, um neulich auf den Güterweg zu treffen und ihm abwärts zu folgen. Im Tal wird der Weg flach und erreicht eine schöne Steinbrücke über den Estéron und bald danach eine weitere Brücke über die Gironde. Dahinter führt er talaufwärts bis zu einem Wegweiser „Végay“ nach rechts, wo man bergauf der GR 4 auf einem alten Karrenweg folgt. Nach einer Doppelkehre schwenkt dieser Weg nach links und führt weiter bergauf. Man erreicht einen Bildstock, wo sich etwa 30 Meter danach der Hauptweg wieder nach rechts wendet. Etwa 8 bis 10 Meter nach dieser Rechtskehre weist eine blasse gelbe Markierung links oben im lichten Wald auf den Beginn eines von unten unsichtbaren Pfades hin, der waagrecht nach links führt. Diesen Steig muss man finden und ihm dann entlang von alten gelben Markierungen folgen. Der Pfad ist von Fallholz verlegt und ziemlich verwachsen, aber mit etwas Umsicht noch gut begehbar. Nach einer längeren waagrechten Passage erreicht man eine Abzweigung nach links unten, wo man geradeaus am Hauptweg weitergeht, der kurz danach nach rechts dreht. Der hier bereits stark verwachsene Steig erreicht eine Hangrutschungszone, die sehr rutschig ist: Vorsicht bei der Querung! Danach geht es waagrecht weiter und um einen Rücken im Wald herum, hinter dem das Rauschen des Wasserfalles immer deutlicher wird und man auch bald erste Blicke auf Ausschnitte von ihm erhaschen kann.
Wenn man den sumpfigen Auslauf des Wasserfalles erreicht hat, kann man auf der Seite über einen extrem rutschigen und steilen Hang näher zu ihm hinaufsteigen, um einen freien Blick aufs fallende Wasser zu erhalten. Am besten ist es dabei, bis zum Fuß einer kleinen Felswand hochzukraxeln, wo man sich an jungen Baumstämmen festhalten kann, um dann nach links zu einer kleinen Lichtung wieder abzusteigen, wo der Blick frei ist. Anschließend kehrt man auf derselben Route zum Weg zurück.
In jedem Fall muss man aber unter dem Auslauf des Wasserfalles eine wackelige Furt durchqueren, die sehr rutschig und feucht ist.
Auf der anderen Seite nimmt man einen Pfad auf, der nach links und entlang gelber Markierungen talauswärts führt. Nach einem kurzen Abstieg mit mehreren schönen Ausblicken auf den Wasserfall aus mittlerer Entfernung erreicht man eine Forststraße, der man entsprechend dem Wegweiser „Aiglun“ nach links zurück zu den beiden Steinbrücken folgt. Der steile Wiederaufstieg nach Aiglun erfolgt anschließend auf derselben Route wie für den Hinweg.
POINT INFO TOURISME
Öffentliche Verkehrsmittel
Keine AnbindungAnfahrt
Von Nizza über Gilette, Roquesteron und Sigale, wo man kurz vor dem Ortsbeginn auf die D10 nach Aiglun abbiegt.Parken
Am westlichen Ortseingang von Aiglun befindet sich ein großer öffentlicher Parkplatz.Koordinaten
Buchtipps für die Region
Ausrüstung
Wanderausrüstung.
In jeden Rucksack gehören: Regen-, Kälte- Sonnenschutz, Erste-Hilfe-Paket, ausreichend Flüssigkeit und eine Wanderkarte der Region.
Abgeleitet aus der technischen Schwierigkeit und der Fitnessanforderung.

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