Das Villgratental war im 20. Jahrhundert für Jahrzehnte durch seine geopolitische Randlage geprägt. Mit dem Ersten Weltkrieg hatte sich die politische Geografie der ganzen Region schlagartig verändert: Der Karnische Kamm, südlich der Drau, wurde Kriegsfront und nach dem Krieg, 1919, zur neuen Staatsgrenze zwischen Italien und Österreich, die Tirol in drei Teile teilte: In Nordund Osttirol sowie das nun zu Italien gehörende Südtirol. Nördlich des Pustertales, am Bergkamm entlang, wurde die neue Staatsgrenze zwischen dem Villgratental und dem Gsieser Tal in Südtirol gezogen. Ein Jahrzehnt vor Kriegsbeginn, 1904, hatte die Sektion Bonn des vormals Deutschen und Österreichischen Alpenvereins hier am Kamm den Bonner Höhenweg errichtet, der dann durch die weltgeschichtlichen Ereignisse in Vergessenheit geriet. Die Bonner Hütte, unterhalb des Aussichtsbergs Toblacher Pfannhorn, verfiel. Erst Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Bonner Höhenweg nach und nach reaktiviert, und seit 1984 wird er als Tiroler Jubiläumsweg beworben. Der Weg führt vom Thurntaler oberhalb von Außervillgraten abschnittweise auf alten Militärstraßen an früheren Bunkern vorbei über Kalkstein bis nach St. Jakob im Defereggental. 2007 wurde auch die renovierte Bonner Hütte wieder eröffnet.
Mit dem Auto bis Sillian zur Talstation der Seilbahn Parkplatz bei den Hochpustertaler Bergbahnen
Koordinaten
DD
46.776780, 12.405920
GMS
46°46'36.4"N 12°24'21.3"E
UTM
33T 301967 5183626
w3w
///öffnet.ereignen.geigen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad
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Ausrüstung
Zur Grundausrüstung beim Bergwandern gehören feste Bergschuhe mit gutem Profil, ein 30-35-Liter-Rucksack sowie funktionale Kleidung nach dem Zwiebelprinzip inklusive ausreichend Wechselwäsche. Unverzichtbar sind Regen,- Kälte und Sonnenschutz, ausreichend Flüssigkeit und Verpflegung sowie ein Erste-Hilfe-Set und ein aufgeladenes Mobiltelefon. Eine Karte oder ein GPS-Gerät unterstützen die Orientierung.
Die Angaben dienen als Orientierung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Ausrüstung ist stets an Tourenziel, Wetterlage, Jahreszeit, Naturgefahren, Umwelteinflüsse sowie den persönlichen Bedürfnissen anzupassen.
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